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20.10.2017 | Markthalle


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Markthalle


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Molotow, 19.9.15


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Prinzenbar, 19.04.2015


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Knust, 25.04.2015


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Album der Woche: Zugezogen Maskulin

20. Oktober 2017 - 8:00:32 - Album der Woche, concert-news präsentiert, Uebel & Gefährlich

„Alle gegen Alle“. So hieß ein Album von Slime, so heißt das neue Album von Zugezogen Maskulin. Und da kannste sagen was du willst, Album der Woche, keine Diskussion. Weil: wichtig, politisch, musikalisch aufregend, einfach großartig.

Deutschrap ist das, sicher, aber mit einer Wucht, die Punk ist. Alleine das Intro ballert los, Grim104 und Testo zimmern uns mächtig einen vor den Latz, ehe sie mit „Was für eine Zeit“ erste Ausrufen setzen. „Was sagt ihr zu ‚Kollegah trägt Versace‘, schreibt’s uns in die Kommentare, dafür ging’n meine Großeltern ’89 auf die Straße Promenade, weißer Truck, drück‘ aufs Gas Flüchtlingsheim, Molly rein – just a prank! War nur Spaß!Hier läuft das Video.

Danach „Uwe & Heiko“, sagen wir nichts zu, hier läuft das Video, der nächste Wahnsinn, die Kettcar des Raps? Der Titeltrack bricht dann mit Rap und wandelt im Pop, nähert sich einer Band wie Kraftklub, „Stirb!“ groovt wie Sau, „Yeezy Christ Superstar“ wildert im 80er Ami-Rap, „Der müde Tod“ ist kurz vor Ballade, „Steine & Draht“ ist eine. Und das alles funktioniert, kommt am Ende erschreckend rund und auch wenn jeder Song etwas bis mehr anders ist, ist am Ende alles gut. Sind die Geschichten gut, sehr gut, politisch, persönlich, intelligent.

Das Album bekommt ihr bei Finest Vinyl, live präsentieren wir euch Zugezogen Maskulin am 23. Februar im Uebel & Gefährlich. (mf)


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Forever Punk

19. Oktober 2017 - 17:50:05 - concert-news präsentiert, Konzert-Tipps, Markthalle

Alte Band ohne alten Sänger. Geht gar nicht, darf nicht, Verrat! Fragt mal bei AC/DC und Blackmail, bei Black Sabbath oder Alice In Chains. Scheiß auf geht nicht. Geht richtig.

Die Dead Kennedys kommen am 23. Oktober ohne Jello Biafra, sondern mit Skip Greer in die Markthalle. Klar, Band und Ex-Sänger haben schon länger eine eher schwierige Beziehung, die sie bis in den Gerichtssaal gebracht hat. Es ging, natürlich, ums Geld. Siehe hier und siehe hier, das Ox Fanzine hatte damals beide Seiten im Interview.

Doch ob das Schnee von gestern ist oder ob sie noch heute, weil sie nicht gestorben sind, weiter Märchen, Wahrheiten und böse Sachen sagen, ist grad nicht unsere Sache. Sondern: Live. Die Legende oder zumindest ein großer Teil von dieser mit den legendären Songs von damals. Mit „Nazi Punks Fuck Off“, „California Über Alles“ und „Holiday In Cambodia“. Um die vermutlich größten zu nennen. Am 23. Oktober der Markthalle. Wir präsentieren: Dead Kennedys.




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Reeperbahn Festival 2017

19. Oktober 2017 - 16:00:29 - Festivals, Konzertreviews, Reeperbahn Festival 2017

Alle Jahre wieder … sind wir beim Reeperbahn Festival. Sind gestresst, hetzen von Club zu Club, verpassen Auftritte, sehen die guten Bands zu kurz und genießen doch jeden Moment, jeden Ton, jeden Schluck Bier und jeden Schnack zwischen den Shows. Denn darum geht es ja. Leute treffen neue kennenlernen, die musikalische Vielfalt genießen, unzählige neue Bands entdecken, alte Helden sehen und am Anfang nicht wissen, was am Ende passiert. Und davor und dazwischen und zu jeder Zeit.

Direkt am Mittwoch gab es ohne lange Schlangen vor den Clubs oder beim Bändchen holen mit Matt Holubowski im St. Pauli-Museum die erste tolle Überraschung. Und auch Aliocha im Angie’s war ein typischer Fall für „auf CD war’s mir zu langweilig, aber live richtig gut!” weiter…


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Januarloch adé

19. Oktober 2017 - 12:00:43 - concert-news präsentiert, Knust

Im Januar finden für gewöhnlich wenig Konzerte und noch weniger Festivals statt. Das Hamburg Harbour schließt nun die Lücke am 13. Januar und hat just die ersten Acts bekannt gegeben: Moritz Krämer & Band und Patrick Richardt.

Mit Moritz Krämer ist den Organisatoren eine kleine Überraschung gelungen, hat er doch seine Soloaktivitäten in den letzten Jahren zugunsten der kleinen Indiesupergroup Die Höchste Eisenbahn  und seiner Teilnahme an dem Projekt Unter meinem Bett pausiert. Mit Hanno Stick, Alex Binder und Andreas Wisbauer wird Moritz Krämer auch neue Lieder von einem noch unveröffentlichten Album spielen, aber natürlich auch bekannte Songs seines 2011er Debüts „Wir können nix dafür“. weiter…


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Ticketverlosung: Guano Apes

19. Oktober 2017 - 8:00:07 - concert-news präsentiert, Gr. Freiheit 36, Verlosungen

Soll mal keiner behaupten wir hätten euch nicht hier und dort schon mindestens halbwegs adäquat auf die Rückkehr der Guano Apes vorbereitet. Stichworte? Bitte: Bizarre-Festival, Danko Jones, Foo Fighters und 20. Geburtstag. Na? Wer das alles nicht zusammenbekommt, liest halt nochmal kurz nach. Um ganz ehrlich zu sein, kann sich der eine oder andere Purist schon an einem Guano Apes-Cover von der Marke „This Is Not America“ reiben. Muss man mögen wollen oder kurz abschalten. Wozu gibt es denn Pinkelpausen? Aber hey, eine Band die sich erfolgreich in Eminem-Produkten verliert, darf bei Bowie/Metheny auch mal in statt auf die Kacke hauen.

Wir präsentieren euch das Konzert am 21. Oktober in der Großen Freiheit 36. Mit etwas Glück gewinnt ihr bei uns noch fix 2 x 2 Gästelistenplätze: verlosung(at)concert-news.de | Betreff: „Planet der Affen“. Teilnahmebedingungen hier. (kel)




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Big Big World

18. Oktober 2017 - 16:00:57 - concert-news präsentiert, Konzert-Tipps, Markthalle

Wo wir grad bei alten Helden sind … denken wir doch … größer. Am 26. Oktober spiele Mr. Big in der Markthalle. DIE Mr. Big. Die mit dir sein wollen. Damals, Anfang der 1990er Jahre. Sie so genau so, andere auch gerne so oder so. Metal Ballads, Partykeller, lange Mähnen. Was war das schön damals …

Doch Mr. Big waren mehr, sind mehr. AOR und Melodic Rock, Hardrock, Retro, hier und da fast schon ein bisschen blusiger Metal und vor allem musikalisch und technisch einfach mal wirklich stark. Frisch nachzuhören ist das zum Beispiel auf dem nagelneuen Album „Defying Gravity„, das erst im Sommer erschien. Und unter anderem genau so klingt:

Wir präsentieren euch die Show von Mr. Big am 26. Oktober in der Markthalle, den Support übernehmen Faster Pussycat und The Answer.


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Ticketverlosung: Fischer Z

18. Oktober 2017 - 12:00:49 - concert-news präsentiert, Fabrik, Verlosungen

Die Geschichte von Fischer-Z  ist in drei kompakten Kapiteln erzählt. Okay, vielleicht besser in den fünfunddreißig Liedern aus der Zeit zwischen 1979 und 1981, als John Watts und seine zwei damaligen Freunde mit „Word Salad“, „Going Deaf For A Living“ und dem überewigen „Red Skies Over Paradise“ Wave-Geschichte für alle Zeiten schrieben.

Insbesondere das letztere, blutsonnengetränkte Artwork gilt als ähnlich unvergessen wie das akustische Finale in „Remember Russia“. Das wiederum war ja schon lange zuvor erschienen, hätte aber auch ganz prima auf das zwischenzeitliche Finale der Band eingewirkt. Über die restliche Fischer-Z-Karriere kann geteilter Meinung sein, wer zurecht will. Erst „Building Bridges“, über das wir bereits hier in diesem Jahr sprachen, zog die Spannung endlich wieder merklich an und führt Fischer-Z obendrein in sehr gut gefüllte Hallen. Wir präsentieren euch das Konzert am 19. Oktober in der Altonaer Fabrik. Auf den letzten Metern gewinnt ihr bei uns vielleicht sogar noch fix 2 x 2 Gästelistenplätze: verlosung(at)concert-news.de| Betreff: „Fischermanns Freunde“. Einsendeschluss HEUTE, Teilnahmebedingungen hier(kel)


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Obey The Support

18. Oktober 2017 - 8:00:29 - Konzert-Tipps

Und die sollen die Vorband machen? Im Sommer veröffentlichten Obey The Brave ihr famoses neues Album „Mad Season“ und damit nach „Young Blood“ und „Salvation“ ihr bereits drittes tolles Ding.

Sänger Alex Erian sagte damals: „Es wird auf dem Album weiter viel geschrien, doch es war mir sehr wichtig, dass ich auch mal Neues ausprobiere und versuche, mich ein wenig neu zu erfinden.“ Und ja, wieder klingt es etwas anders, wieder aber sind es Obey The Brave und wieder gibt es formidablen Hardcore. Episch, opulent, wuchtig, aggressiv und einfach mal unglaublich mitreißend. Hier gibt es eine Rezension. Frisch online ist das Video zum Titelsong:

Und so eine Band soll die Vorband machen? Unglaublich. Aber wahr. Am 22. Oktober spielen sie vor Stray From The Path im Logo. Klar, das ist auch eine ziemlich tolle Band mit tollen Songs wie „Goodnight Alt-right“. Aber vor allem scheint es eine mutige Band zu sein. Denn Obey The Brave als Vorband? Das trauen sich nicht viele … (mf)


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Ticketverlosung: Oliver Polak

17. Oktober 2017 - 13:00:18 - Lesung, Uebel & Gefährlich, Verlosungen

Er ist selbstkritisch, manchmal böse, aber immer wahrhaftig. Er trägt Sport-Klamotten, hat tolle Locken und einen Vorzeigebauch. Oliver Polak ist sein Name. Der Papenburger entert am  21. Oktober die Bühne des Uebel & Gefährlich.

Herr Polak bezeichnet seinen Heimatort als Alcatraz – nur mit Kanälen. Er nimmt seine jüdische Herkunft als Comedy-Inhalt, genau wie Themen wie Depression, Rassismus oder Pädophilie.  Wer also einen unterhaltsamen Abend möchte und ein Lachen, das vielleicht auch mal im Halse stecken bleibt, ertragen kann, für den ist der Abend Pflicht.

Wir verlosen 2×2 Gästelistenplätze für das aktuelle Programm „Über Alles“ an diesem Abend. Schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Olli P“ und eurem kompletten Namen an verlosung(at)concert-news.de, Teilnahmebedingungen hier. (tk)

PS: David Deery, eher nerdig-funny, wird das Vorprogramm füllen.


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Scheiß auf Plan B!

17. Oktober 2017 - 8:00:15 - Interview, Konzert-Tipps, Prinzenbar

Lotte_Copyright_Jean_RacletAuf dem Reeperbahn Festival fegte Lotte dieses Jahr sowas von wild über die Bühne, dass man die Ravenburgerin kaum wiedererkannte.

Ihr Konzert in der Prinzenbar (29. Oktober, wir freuten uns hier) war ratzfatz ausverkauft, sodass es direkt einen Zusatztermin am 19. April 2018 im Knust gibt. Und ganz ehrlich, wer braucht schon einen Plan B? Wir trafen Lotte und schnackten mit ihr über die neue Band und die unfassbare Energie, die sie gepackt hat.

Du warst dieses Jahr Teil des Reeperbahn Festival und dein eigenes Tourkonzert in Hamburg ist schon ausverkauft. Glückwunsch! Wie fühlt sich das an?
Das ist total cool und verrückt. Ein Fan hat mir geschrieben, dass er kein Ticket mehr findet, wo er denn welche kaufen könnte. Da habe ich mein Management gefragt, was denn los ist und die sagten mir, dass die Hamburg Show ausverkauft ist. Ich habe gar nicht damit gerechnet.

Du hast ja schon ziemlich viele große Shows mit Max Giesinger, aber auch mit Benne und Johannes Oerding gespielt. Ziemlich schneller Aufstieg würd ich behaupten. Inwieweit bist du mit den großen Shows selbst gereift?
Das ist eine saugute Erfahrung. Anfangs habe ich auf der Bühne meine Songs gesungen, die auch von mir selber handeln und quasi keine Schutzmauer zwischen mir und den Leuten gehabt, weil nur ich auf der Bühne war. Da habe ich gelernt mich nicht zu verstecken und sehr viel mit den Leuten zu kommunizieren. Nach meiner Show bin ich runter gegangen und habe mir dann eben die Show von einem Max Giesinger oder Johannes Oerding angeschaut, die ja mit einer ganzen Band ein Konzert spielen und gemerkt, das will ich unbedingt auch. Das Spektrum an Möglichkeiten Songs zu gestalten ist einfach viel größer.

Nun ist dein Debütalbum frisch erschienen. „Querfeldein“ bewegt sich zwischen extremen Polen. Dem Bedürfnis nach Freiheit, aber auch nach Sicherheit / Geborgenheit – Wie kommt es, dass diese Extreme sich so gegenüberstehen?
Ich glaube, dass ich so extrem bin, weil ich ein sehr emotionaler Mensch bin und die vielen Momentaufnahmen der Songs sind bei mir immer sehr intensiv. So entstehen Songs, die nach vorne gehen, etwas intensiver und energetischer sind und welche, die halt ruhiger sind. Thematisch, streben die nach Freiheit, raus zu gehen, die Welt zu entdecken, durchzudrehen und alle Grenzen abzureißen. Es gibt aber auch Songs die nach Geborgenheit, nach Sicherheit suchen.  Ich setze in der Musik alles auf diese Karte, wenn ich nur so 50  drauf setzen würde und einen Plan B hätte, würde es nicht funktionieren.

Das Musikbusiness ist ja nicht gerade der sicherste Platz, sicherlich aber umso spannender. Wie sehr ging dir anfangs die Muffe?
Als ich mich entschieden hatte, nicht mehr. Davor habe ich immer sehr viel gezweifelt. Ich dachte nicht, das ich die Chance bekommen könnte alles auf eine Karte zu setzen. Jeder hat mir erzählt, dass ich nicht von heute auf morgen ein Album machen kann, sondern dass das ein Prozess von Jahren ist. Und jetzt ist genau das passiert, dass ich auf einem Konzert einen Großteil meines Teams und meine Plattenfirma kennengelernt habe. So durfte ich von Null auf Hundert einfach anfangen Musik zu machen und konnte alles andere hinwerfen. Deshalb war das keine ganz leichte Entscheidung, sondern eine die Mut gebraucht hat, aber als ich mich dann entschieden hatte, war keine Angst mehr da und jetzt eben auch nicht. Einfach mal machen und gucken was passiert. Entweder läuft es oder eben nicht.

Schmiedest du generell nur Pläne bis zum Morgengrauen?
Ja, das stimmt, das bin ich. Es gibt auch so einen Song auf meinem Album, der heißt “Anders als geplant”. In dem geht es genau darum, dass es am Ende immer anders kommt, als es geplant war und dass es sowieso so kommen wird, wie es kommen soll und es keinen Sinn macht sich Gedanken zu machen.

„Ich weiß nicht wo ich Zuhause bin“ („Stadt der Türme“) – Berlin, Hamburg, Ravensburg….brauchst du diese Rastlosigkeit?
Ich merke, dass sich der eigene Horizont erweitert, wenn man viele Menschen und viele Städte sieht. Es ist cool so viel zu erleben. In den letzten Jahren bin ich nach Innsbruck gezogen, nach Berlin, nach Hamburg und bin während der Zeit der Albumproduktion so viel gependelt, dass ich, als Mensch, der immer an eine Ort gewohnt hat, irgendwann nicht mehr wusste, wo ich eigentlich hingehöre. Und dann lässt man ja auch Freunde zurück, findet Neue und deswegen war ich, als ich “Stadt der Türme” geschrieben habe gerade etwas lost und wusste eben nicht was mich gerade ausmacht und wo meine Wurzeln sind. Mittlerweile hat sich das allerdings geändert. Vielleicht fühlt sich nicht gerade Hamburg zu Hause an, aber die Menschen um mich herum, wie meine Band.

Wieso ist es dir so wichtig, dass keiner den Hintergrund deiner Geschichten kennt?
Lange Zeit habe ich auf englisch geschrieben, mich hinter den Texten und der Sprache verstecken können. Irgendwann habe ich dann gemerkt, ich möchte mit meinen Texten, die eben auch autobiografisch sind, ehrlich, direkt und so nah wie möglich an das ran kommen, worüber ich singe. Deshalb fühle ich mich auch sehr nackt auf einer Bühne, wenn ich singe. Und damit ich das überhaupt kann, wie in „Wer wir geworden sind” oder “Du fehlst” brauche ich diesen letzten Hauch Privatsphäre. Auch nahestehende Personen wissen das nicht: Echt keiner.

Welchen Einfluss hat diese Einstellung auf dein Songwriting z.B. bei der Produktion, wenn auch Andere ihre Hände mit im Spiel haben? Wie erklärst du ihnen die Tiefgründigkeit deiner Geschichten?
Zum Einen schreibe ich mit Leuten, die mir sehr nahe stehen und die zählen mittlerweile auch zu meinen besten Freunden, weil wir einfach sehr ehrlich miteinander reden. Bei “Fluchtreflex” den habe ich mit Jens, einem Kumpel aus Mannheim, geschrieben. Da haben wir uns glaub ich drei Stunden vorher darüber unterhalten, wie es in einer Beziehung ist, wenn irgendwann dieser Punkt kommt an dem man einfach nur wegrennen will, wenn es eben so ernst wird, dass es einem Angst macht. Warum das so ist und wie das kommt. Wir haben über die Hoffnung geredet, ob es eventuell auch anders sein könnte und warum es anders sein könnte. Da hat er mich verstanden und ich konnte dieses Du unbenannt zu lassen.

Zwei Songs auf deinem Album hat Max Giesinger mit dir geschrieben, welche sind das und wie viel stammt aus deiner eigenen Feder?
In erster Linie fällt mir die Grundidee / das Thema nicht in dem Songwriting ein, sondern beim Zug fahren, wenn ich morgens aufstehe, laufen gehe oder ich was erlebe. Das packe ich dann in Zeilen aus denen später ein Song wird. Manchmal kommt da auch eine kleine Melodie dazu. Und dann gehe ich mit dieser Grundidee und dem Wunsch darüber zu schreiben in solche Co-Writings oder manchmal schreiben wir auch zu dritt, weil man dann nochmal sehr viel reflektierter wird. Das ist so wie ein Gespräch mit einem Therapeuten oder wie so Pingpong spielen. Ich werfe eine Zeile hin und bekomme einen Ball zurück geschossen, überleg doch mal. Zum Beispiel “Wenn du nichts hörst, geht es mir gut” in “Auf beiden Beinen”, das habe ich ja mit Max geschrieben, verstehen wir das ganz unterschiedlich und das geht eben so hin und her und zum Schluss kommt so ein Lied raus, das immer noch diese ursprüngliche Bedeutung hat, die ich mir gewünscht habe. Gleichzeitig habe ich aber auch sehr viel reflektiert und manchmal sogar etwas über mich gelernt. “Anders als geplant” ist auch mit Max geschrieben.

Du hast zwar früh angefangen Instrumente (Geige, Klavier, Gitarre) zu lernen. Aber erst die Gitarre hat dich wirklich überzeugt. Warum gerade die Gitarre?
Ich glaub man muss sehr fleißig sein, um Geige sauber zu spielen und nicht so schräg, wie es bei mir immer klang. Die Gitarre habe ich bei meinem Onkel gesehen, der saß einfach da mit seiner Gitarre und hat vor dem Kamin gespielt und gesungen. Das war so eine schöne Stimmung und genau die hat mich so gepackt, dass ich mich damit begleiten konnte und kreativ werden konnte. Mit nur vier oder fünf Akkorden konnte ich, nur durch eine veränderte Reihenfolge, neue Lieder schreiben. Gitarre kannst du so einfach spielen, du brauchst nicht viel können, um wirklich weit zu kommen. Du kannst es eben auch vertiefen und immer mehr dazu lernen. Das fand ich so cool und deswegen war es das perfekte Instrument für mich als faule, aber auch wissbegierige Person. Am Anfang habe ich akustische Gitarre gespielt und so richtig verliebt dann in meine schwarze halb akustische Gitarre. Das ist so eine schöne Mischung zwischen elektronisch und akustisch.

Letzte Frage: Du bist ja noch sehr jung, gibt es Themen, die du eher meidest, die dir peinlich sind?
Ich fühle mich zu jung um über Politik zu singen. Das ist ein Thema mit dem ich mich noch nicht lange genug beschäftigt habe, um es in Songs umzusetzen. Aber peinlich ist mir das nicht.

Interview: Tanja Kilian


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Ticketverlosung: Tanita Tikaram

16. Oktober 2017 - 8:00:35 - concert-news präsentiert, Fabrik, Verlosungen

cn_praesentiert212-e1430068462303Nüchtern haben wir Tanita Tikaram unlängst ja bereits betrachtet: „Twist In My Sobriety“, „World Outside Your Window“ … Hits für den ganz großen Kinosessel oder die Fabrik am 21. Oktober (concert-news präsentiert). Aber ein bisschen auch für die aktuelle Jahreszeit. Und noch ein bisschen mehr für das Rätselraten zwischendurch in der Arbeitspause. Denn was die Tikaram uns seinerzeit mal mit ihrem Twist auf den Weg geben wollte, das war für die Künstlerin selbst unter all den wuchtigen Worten nie so richtig zu definieren, wie sie in Interviews erzählt.

Stattdessen kümmert sich die frühere Exil-Münsteranerin Tanita Tikaram heute um gänzlich unaufgeregte Platten, wie jüngst das Niveacremige „Closer To The People“. In wohltuender Entschleunigung wäre es jetzt naheliegend, anzumerken, dass sich dieses kleine Werk ein bisschen anschmiegt, zum Zuhören einlädt, seinen Liedern die Zeit gönnt und Oxytocin verteilt. Wir verschenken in aller gebotenen Ruhe 2×2 Gästelistenplätze für den Abend: verlosung(at)concert-news.de | Betreff: „Let’s Twist Again“. Unsere Teilnahmebedingungen findet ihr dort. (kel)




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Davidstraße?

15. Oktober 2017 - 8:00:28 - concert-news präsentiert, Konzert-Tipps, Molotow

„Das hier ist kranker Scheiß. Verdreht und eigentlich auch verboten und genau deshalb absolut hörenswert und am Ende super”, sagte Kollege (mf) und man schrob das Jahr 2011. Keine ehrliche Idee konkreter versuchte ich mich selbst daran: „… als hätten die IG-Metall-Freunde Till Lindemann und Sven Regener in einer kalten Höhle zu tüchtig Geigen und Saiten, Indie und “Ich kann Hit” gemeinsame Dinge geraucht“. Bullshit. Doch von alledem bleibt in erster Linie ein Spätsommernachmittag auf dem MS Dockville in bester Erinnerung: Als sich Kellermensch eigentlich ganz erfolgreich gegen jeden der überaus vielen Sonnenstrahlen und in Tateinheit damit gegen alle Anflugschneisen guter Laune wehrten.

Mit „Army Ants“ hallt dazu noch immer ein verkannter Welthit nach, den im „Warum-eigentlich-nicht-Modus“ doch mal Volbeat covern könnten. Jetzt erscheint am 27. Oktober „Goliath“ und nur drei Tage später spielen die muskulösen Dunkeldänen im Molotow (concert-news präsentiert). Auf „Goliath“ sind nicht weniger Fingerspitzen geballt als eh schon, schwankt die Betriebstemperatur zwischen grundgütig kalter Grundstimmung und einer Petitesse als Zündschnur. Vielleicht ist das inzwischen sogar noch mehr Kunstmetall für Marionettenspieler geworden und etwas weniger progressiver Beton. Manches erinnert an eine schon ewig vergessene Band aus dem London der frühen Neunziger: The Name. Und wer beim bumsharten schunkeln zu „Mediocre Man“ oder „All Than I Can Say“ im Sekundentakt gegen Heizungsrohre knallt, hat sowieso alles richtiggemacht. (kel)




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Romano Vs. DJ Shadow

14. Oktober 2017 - 8:00:26 - Abseits der Bühne, Docks (D-Club), Konzert-Tipps

Romano auf den Spuren von Thom Yorke (Radiohead), Richard Ashcroft (The Verve), Mike D (The Beastie Boys), Cut Chemist (Jurassic 5), Posdnuous (De La Soul) und Nas. Kein Witz, echt wahr. Wie all diese Legenden nämlich hat nun auch Romano mit dem legendären DJ Shadow einen Song gemacht. Einen unfasslich tollen Song.

Traumschiff“ heißt der Song, seit gestern ist er draußen. Romano dazu: „Ich freue mich sehr gemeinsam mit DJ Shadow den Collabo-Track „Traumschiff“ zu präsentieren. Schon als Jugendlicher war ich von seiner Arbeit beeindruckt und jetzt mit ihm zusammenarbeiten zu können, ist für mich eine große Ehre. Macht die Leinen los, steigt mit ein und folgt mit uns der Ölspur in Paradies!

Mehr Neues von gibt’s auf dem frischen „Copyshop“-Album, das im September erschien. Ich schrieb an anderer Stelle:

Der Metal-Rapper ist zurück. Und der macht weiter kein Stück Metal. Sondern Rap, klassisch, verspielt, meist trocken, hier und da aber mit feiner Elektronik und Trioesker NDW („Anwalt“) angereichert (und einmal sogar mit so einer Art Schlager in „Karl May“) und am Ende mal wieder einzigartig. Denn der klingt wie? Geht irgendwie nicht. Auch (und vor allem), weil Romano der Rapper ist, der irgendwie gar nicht rappt, sondern eigentlich nur spricht. Und das dann dank der korrekten Betonung und trotz und wegen glasklarer Aussprache trotzdem wie Rap klingt, wie Gesang sogar und ziemlich stark. Ein Unikat, starker Typ.“

Am 10. November spielt Romano im Docks. (mf)


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Ticketverlosung: Coals

13. Oktober 2017 - 12:00:12 - Golem, Konzert-Tipps, Verlosungen

Was für eine spannende Platte. Und was für eine gute. Heute erscheint „Tamagotchi“, das Debüt von Coals. Endlich, könnte man meinen, schließlich reist das Duo aus Polen, bestehend aus Katarzyna Kowalczyk und Łukasz Rozmysłowski, schon seit einiger Zeit um die Welt, spielte unter anderem schon mal das Reeperbahn Festival, hatte aber nie ein fertiges Album dabei.

Nun aber, „Tamagotchi, 14 Songs zwischen düsterer Elektronik, triphoppiger Tanzbarkeit, dezentem Hip Hop, Indie-Flair und poppiger Melancholie. Unter anderem klingt das so und klingt das so. Und gemeinsam auf der Bühne zum Beispiel so:

Also bitte Augen auf beim Plattenkauf, „Tamagotchi“ sollte man kennen. Und dann Coals gucken, Am 22. Oktober spielen sie im Golem. Wir verlosen 2×2 Tickets für die Show. Schreibt uns eine Mail mit eurem Namen und dem Betreff: „Wie coal ist das denn?“an verlosung(at)concert-news.de. Wir losen Anfang nächster Woche aus. (mf)


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Album der Woche: Illegale Farben

13. Oktober 2017 - 8:00:29 - Album der Woche, Hafenklang, Konzert-Tipps

Nein, verdammt. Nicht Kettcar machen unser Album der Woche. Sondern Illegale Farben. Denn auch wenn „Ich vs. Wir“ nicht komplett scheiße ist – dieses „Grau“ ist einfach vielfach besser. Ja, vielfach. Und dafür haben die fünf Rookie-Jungs aus Köln gar nicht lange gebraucht, dieses, ihr zweites Album erscheint nur eineinhalb Jahre nach dem bereits berauschend schönen Vorgänger. „Dunkel und verkopft, aus dem Bauch heraus, wild, hemmungslos – hochgradig spannend“, schrieben wir schon damals. Hier. Jetzt sagen wir: „Grau“ ist noch besser. Und noch unbeschreiblicher.

Denn sicher, hier und da schimmern weiter die Label-Buddies Love A durch, an anderer Stelle fühlt man sich an Trümmer erinnert, ein Song wie „Frequenz“ hat so einen, und ich hoffe, das nimmt mir jetzt niemand übel, dezenten Wanda-Touch, dazu denkt man im Laufe der Songs mal an Hotel Schneider und mal an Angelika Express und tatsächlich auch an die formidablen Ghost Of Tom Joad – und immer nur einen Moment, eine Note, ein Wort später: Nö. Das sind weder die noch die oder gar die, nein, das klingt nicht mal so. Das sind Illegale Farben. Nur Illegale Farben. Unbeschreiblich gut.

Ein rundes Dutzend Songs sind auf diesem Album, einzig „Kein Problem“ kann musikalisch vielleicht ein ganz klein bisschen nerven, ist dafür textlich aber ganz große Kunst. Und der Rest ist komplett super. Der Opener „Marsch ins Verderben“ zum Beispiel entwickelt sich nach etwas überraschendem Intro zu einer wahren Hymne, die live jeden Laden und ganz besonders das Hafenklang am 11. November zum kollektiven Schwitzen bringen sollte (11. November: Rookie Records feiert Geburtstag, Keele, die hier, und Illegale Farben gratulieren, Chef-Rookie Jürgen spielt selbst mit Kick JonesesSchreng Schreng &La La führen durch den Abend). Gleiches gilt für Sachen wie „Sirenen“ oder „Schneeweiß“, für die sich die Band in der Neuen Deutschen Welle genau so wie im Wave und Pop und diesem Post-Punk bedient und daraus tanzbare, mitreißende und zu jeder Zeit gleichzeitig erschreckend interessante Songs bastelt. Etwas verkopfter, sperriger dagegen kommen Lieder wie „Die große Stille“ oder „Ein kurzer Augenblick“, die ein, zwei Durchläufe brauchen und auch danach nicht einfach, aber einfach sehr sehr gut sind. Okay, bisschen billig, passte aber grad. Überragendes Album. (mf)

Käuflich zu erwerben gibt es dieses Schmuckstück bei den schmucken Menschen von Finest Vinyl.


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Kreuz und quer

12. Oktober 2017 - 14:00:45 - Hafenklang, Konzert-Tipps

Und dann biste wieder jung. So richtig. Tanzen, Pogo, kreuz und quer. Und dabei The One Hundred abfeiern. Diese Rap-Metal-Kings, die so viel mehr als nur Rap und Metal machen und die am 17. Oktober das Hafenklang abreißen werden (und damit die eigentlich bereits für Mai geplante Show nachholen). Derbe wird das.

Derbe wie „Chaos & Bliss“, das Album, das im Juni auf Spinefarm Records erschien. „Und dieses Album ist eine Macht, ein Monster, ein großartiges Stück Musik,  ist hemmungslos, angstfrei und verrückt, es ist so mutig wie lächerlich und genau deshalb so gut. Denn The One Hundred wildern hier durch die Stile und reanimieren ganz nebenbei ein längst verschollenes Genre. Cross-Over. Rap-Metal. Limp Bizkit-Style. Nur besser, nur viel besser.“ Steht so genau hier.

Es ist ihr erstes Album, zuvor gab es eine EP. Sänger Field sagt: „Unsere EP war sehr tanzlastig, Das Album hingehen geht mehr in Richtung R’n’B und Hip-Hop; die Songs besitzen mehr von dem, was und wer wir sind. Die EP war mehr ein Testlauf – jetzt wissen wir genau, wer The One Hundred wirklich sind. Wir haben unseren Sound etwas entzerrt, aber dadurch klingt er mehr wie eine Band und auch poppiger und viel düsterer.“ Unter anderem klingt es so:

 


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Ticketverlosung: Mogwai Vs. Motorpsycho

12. Oktober 2017 - 8:00:15 - concert-news präsentiert, Docks (D-Club), Konzert-Tipps, Markthalle, Verlosungen

Mogwai oder Motorpsycho? Motorpsycho oder Mogwai? Oder gar Motorpsycho UND Mogwai?

Am 16. Oktober spielen Mogwai im Docks (siehe hier), am 20. Oktober Motorpsycho in der Markthalle (siehe hier und siehe hier).

Beide haben neue Platten im Gepäck, beide sind live schlicht großartig, beide sollte man, muss man sich anschauen. Was diese Sache noch besser macht: Wir präsentieren beide Shows und verlosen pro Konzert 2×2 Tickets. Aber. Nicht einfach so. Sondern nur an mutige Menschen. Denn: welche Tickets wer bekommt, das entscheidet nicht ihr, das entscheiden wir. Heißt: Ihr schreibt eine Mail mit dem logischen Betreff „M&M’s“ und eurem kompletten Namen an  verlosung(at)concert-news.de (Teilnahmebedingungen), die Lostrommel entscheidet, wer gewinnt – und für welche Show.

Sicher ist: wer gewinnt, verliert nicht. Denn ob Mogwai oder Motorpsycho – es werden zwei atemberaubende Konzerte. Siehe die einen hier, siehe die anderen da. (mf)


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Familiengericht

11. Oktober 2017 - 14:00:36 - Golden Pudel Club, Konzert-Tipps

„Eckige Funkyness“. Man muss tief, ganz tief in die Presseinfo zu „Bmerica“ vordringen um den Nukleus freizulegen. Also lieber nochmal: „Eckige Funkyness“. Dass einer wie Maurice Summen heute 12“-Lieder mit Aufhörverbot schreibt, wie beispielsweise „Zeichen des Widerstands“, ist einerseits mit dem Hashtag #kannnichttanzen erklärt. Und wird gleichzeitig durch die Ignoranz gegenüber entstehenden Bildern im Kopf verritterschlagt. „Bmerica“ läuft über vom seinerzeit unterschätzten Funkverständnis blasser Discjockeys in schlecht besuchten deutschen Clubs im Laufe der Achtziger Jahre. Im Heute landet als Botschafter das Deichkind-Ufo-Besatzungsmitglied Kryptic Joe und dreht die „Zeit zurück“ als wäre X-beiniges rumgestehe auf der dreckigen Kellerparty niemals ausgestorben. Noch ein Infozitat ist an dieser Stelle unabdinglich: „Curtis Mayfield, Parliament/Funkadelic, Stevie Wonder, Gil-Scott Heron, Scritti Politti, die Talking Heads, Kate Tempest oder Knarf Rellöm“ – das kann wirklich nur ein kleiner Auszug aus der imaginären Playlist sein. Alles Maxiversionen selbstredend. Maxi … was? Egal.

Was es weit darüber hinaus mit dem Hashtag der Nazis zu tun hat, warum Nichtantworten das neue Nein bedeuten kann und Unerreichbarkeit ein Menschenrecht bedeutet, verklärt „Bmerica“ nicht weniger beseelt. Ein Albumtitel, dessen Subtext alleine schon den Abend füllen würde, wäre da nicht diese neun Lieder lange Wäscheleine unter der niedrigen Decke. Und wären da nicht Moritz Baumgärtner (Drums), Jari Freydank (Percussions, Vocals), Tobi Cordes (Bass), Ramin Bijan (Gitarre, Vocals), Felix Müller (Gitarre, Vocals), Jerome Bugnon (Posaune), Richard Koch (Posaune), Susanne Folk (Saxophon, Vocals), Michael Mühlhaus (Keys, Vocals, MD) und natürlich Maurice Summen (Vocals). Zeilen schinden? Mitnichten. Dieses Kollektiv klingt sogar auf CD wie dickes Vinyl a der Nadel. Vom geilen, heißen Psycho-Album-Artwork des Berliner Künstlers Chrigel Farner fangen wir gar nicht erst an zu schwärmen. 25. und 26. Oktober im Golden Pudel Club. (kel)


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