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CHOR DES MONATS
Der Rundumkonzertrückblick

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Larry And His Flask
11.08.2016 | Knust


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The Fall Of Troy
31.08.2016 | Logo


concert-news präsentiert:
Hamburg Harbour
02.09.2016 | Knust


concert-news präsentiert:
The Kills
13.10.2016 | Große Freiheit 36


Setlist: Mark Lanegan
Uebel&Gefährlich


Setlist: Editors
Mehr! Theater


Setlist: DMA's
Prinzenbar, 3.11.15


Setlist: Cayucas
Kleiner Donner, 19.9.15


Setlist: Paul Smith
Molotow, 19.9.15


Setlist: The Charlatans
Indra, 04.09.15


Setlist: Marcus Wiebusch
Syltfähre, 23.07.2015


Setlist: Torpus & The Art Directors
Park Fiction, 20.07.2015


Setlist: The Slow Show
Prinzenbar, 25.04.2015


Setlist: Einar Stray
Knust, 24.05.2015


Setlist: Ibeyi
Prinzenbar, 19.04.2015


Setlist: Champs
Prinzenbar, 05.03.15


Setlist: Carl Barât And The Jackals
Molotow, 26.2.15


Setlist: Team Me
Knust, 25.04.2015


Setlist: Gaz Coombes
13.2.2015 | Rock Café


Setlist: Stars
21.1.2015 | Knust


Setlist: Ben Shadow
05.10.2014 | Knust


Setlist: Rhonda
05.10.2014 | Knust


Setlist: Trümmer
22.08.2014 | Hanseplatte


Glen Hansard | Docks

Foto: Doreen Reichmann

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Tour of Tours | Grünspan

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Tour of Tours | Grünspan

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Patti Smith | A Summer's Tale

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Damien Rice | A Summer's Tale

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Mighty Oaks | A Summer's Tale

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Belle & Sebastian | A Summer's Tale

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Torpus & The Art Directors | A Summer's Tale

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K's Choice | A Summer's Tale

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Get Well Soon | A Summer's Tale

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Jochen Distelmeyer | A Summer's Tale

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Hundreds | A Summer's Tale

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John Allen | A Summer's Tale

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Paul Smith | Michelle Records

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The Lion And The Wolf | Kleiner Donner

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Herrenmagazin | MS Hedi

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Golden Kanine | Knust

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Marcel Gein | Altonale Pop

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NovemberDecember | Altonale Pop

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Tom Adams | Altonale Pop

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Jared James Nichols | Knust

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Nada Surf | MAMF 2015

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Nada Surf | MAMF 2015

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Schrottgrenze | MAMF 2015

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What’s Golden

2. Juli 2016 - 8:00:44 - Gr. Freiheit 36, Konzert-Tipps

Jurassic5Funky Basslines, irre Samples, groovende Beats von den DJs Nu-Mark und Cut Chemist und darüber vier MC’s:  Marc 7even, Chali 2na, Zaakir und Akil. Das sind Jurassic 5, längst güldene Urgesteine im Old School Hip Hop und ganz sicher einer der allerbesten Live Acts des Genres.

Von 1993 bis 2007 entstanden vier Meilensteine des Hip Hop in Albumlänge, die Band tourte um die ganze Welt und nahm teilweise ungewöhnliche Kollaborationen auf, wie z.B. mit Nelly Furtado oder der Dave Matthews Band.

Anfang 2007 trennte sich die Band dann wegen diverser Meinungsverschiedenheiten, aber wenigstens halbwegs gütlich, und so stand einer Reunion im Jahr 2014 für das Coachella Festival anscheinend nicht allzu viel im Weg. Gut für uns alle, denn seitdem tourt die Combo wieder umher und bringt ihr Publikum zum Grooven, Kopfnicken und Schmunzeln, denn zu einer J5-Show gehören immer auch ein paar Überraschungen.

So hängen sich die DJs Nu-Mark und Cut Chemist gerne mal Plattenspieler zum scratchen um, oder die Band spielt einen Song komplett auf Kinderinstrumenten. Nicht zuletzt macht es einfach immensen Spaß, den vier MC’s dabei zuzusehen, wie sie mehrstimmig rappen und sich die Lines noch immer locker und entspannt zuspielen. Jurassic 5 spielen am 13. Juli in der Großen Freiheit 36. Tickets gibt es bei der Theaterkasse Schumacher. (nsc)

 


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Album der Woche: Useless ID

1. Juli 2016 - 14:00:22 - Album der Woche, Hafenklang, Konzert-Tipps

Useless IDIm März noch war Yotam Ben-Horin alleine mit seiner Gitarre als Gast von Joey Cape im Knust zu Gast. Jetzt macht er wieder mehr Lärm und haut ein neues Album mit Band raus. Useless ID melden sich zurück, die Melodycore-Könige aus Israel. Heute erscheint “State Of Burning”. Und das ist? Weltklasse. Echt.  Es ein mitreißend-perfektes Punkrock-Opus mit der Klasse von frühen NOFX, von Lagwagon und No Use For A Name. Wahnsinn. Und noch viel mehr.

Denn Songtitel wie “Land Of Idiocracy”, “Without A Choice”oder “How To Dismantle An Atom Bomb” machen klar, dass es trotz Melody und Core kein Happy Go Lucky-Album ist. Gitarrist Ishay Berger sagt: “‘State Is Burning’ is a love letter to punk rock. It’s our ‘fuck off’ to the closed minded, racist, orthodox state of mind. It’s also our statement against greedy, hateful, harmful and criminal politicians that still walk proud and in power.

“Land Of Idiocracy” eröffnet druckvoll, mehrstimmig und im feinsten Tempo. “Stopwatch” prescht ebenso mächtig hinterher, ehe “Borrowed Time” etwas gedrosselter, ja fast schon kumpeliger kommt. Aber: passt. Dann der Hit. “How To Dismantle An Atom Bomb”. Euphorie, Gänsehaut, Ohrwurm. Der Song lief jetzt gefühlte 100 mal durch – aber der Song wird nicht langweilig. So ein Groove, so ein unfasslicher Refrain, was ein grandioser Song zwischen Hardcore, Pop und Punk.

Und dann geht es so weiter, die Jungs, die eigentlich Herren sind und schon über 20 Jahre musizieren, toben sich durch zehn weitere Nummern, die ausnahmslos super sind. “Creation” mit Drive, “Loneley Man” mit Tempo, “Night Shift” mit Gimme Gimmes-Pop, “45 Seconds” mit Hardcore-Punk und so weiter und so fort. Wir sind verliebt. Und am 23. Juli im Hafenklang am Start. (mf)

 


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Chor des Monats: Juni 2016

1. Juli 2016 - 8:00:22 - Chor des Monats

Es ist Urlaubs-, Reise-, Festival-Zeit. Aber auch für die Daheimgebliebenen wurde was geboten:

Maxim | Foto: Doreen Reichmann*** Primavera Sound Festival (01.06.- 05.06., Barcelona) Über eines der schönsten Festivals der Welt haben wir hier einen separaten Rückblick. (nsc) *** Maxim (01.06., Knust) Maxim ist zurück. Im Juni vorerst nur zu drei Auftaktkonzerten in Köln, Berlin und eben in Hamburg im natürlich ausverkauften Knust. Und bei saunamäßigen Temperaturen bekamen seine Fans genau das, was sie erwartet hatten, denn neben dem neuen Material lies es sich Maxim nicht nehmen, auch seine alten Hits zu spielen und spätestens bei “Meine Soldaten” stellten sich viele im Saal die Frage, wie groß dieser Maxim irgendwann einmal werden wird. (sm) *** Muse (06.06., Barclaycard Arena) Vor zehn Jahren blutete mein Herz, weil der Headlinerauftritt von Muse auf dem Hurricane Festival gehörig ins Wasser gefallen ist. Nun, zehn Jahre später, nehme ich die Chance auf das Live-Erlebnis endlich wahr. Leider werden zu viele neue Songs gespielt, mit denen ich so gar nichts anfangen kann. Matthew Bellamy wäre gerne Freddie Mercury und die ganze Show drumherum ist reichlich cheesy. Dieser Funke will so gar nicht mehr überspringen. Da bin ich wohl zehn Jahre zu spät dran. (dar) *** muse - darMuse (06.06., Barclaycard Arena) Ich glaube, es war das vierte Mal Muse für mich und sie halten was sie versprechen: Bombastische Show mit großen Unterhaltungswert. Klar, man vermisst die alten Hits, aber so schlecht sind die neuen ja auch nicht. Nur der Sound, der war überraschend schlecht. Dennoch ein tolles Konzert – beim nächsten Mal bin ich wieder dabei! (eh) *** Killswitch Engage (07.06., Große Freiheit 36) Das musste auch erstmal schaffen. Nach Architects, Atreyu und August Burns Red auf die Bühne gehen und den Laden trotzdem auseinander nehmen. We Are Scientists | Foto: Doreen ReichmannKSE haben es geschafft. Beeindruckend routiniert, aber dabei beeindruckend leidenschaftlich (und nur selten mit beeindruckend peinlichen Ansagen). (mf) *** We Are Scientists (14.06., Hafenklang & MS Hedi) Am 14.06. haben sich We Are Scientists endgültig in die Top 3 meiner persönlichen Indie-Rock-Heroen gespielt. Ein mehr als souveräner Auftakt im Hafenklang brachte bereits Spaß, aber was dann kam, kann man ohne Übertreibung zu den Konzerthighlights 2016 zählen. Diese Band, dieser Keith Murray, das war einfach großartig. 90 Minuten Musik, die man nicht vergessen wird und die mit dem Pixies-Cover “Where is my mind” perfekt endeten. (sm)

CDM0616_Editors_BKS_(c)nsc*** Best Kept Secret Festival (17.-19.06., Hilvarenbeek) So ein ganz großes Geheimnis ist das BKS mittlerweile nicht mehr und die Zeiten, in denen man auch bei den bekanntesten Namen noch entspannt ganz nach vorne schlendern konnte, sind wohl vorbei. Trotzdem besticht die Veranstaltung in Holland durch eine nahezu perfekte Organisation und ein toll zusammengestelltes Lineup in der angenehmen Umgebung eines Familienerholungsgebiets, so dass auch der zeitweise starke Regen der tollen Stimmung kaum etwas anhaben konnte. Dafür sorgten schon die zahlreichen Essensstände und die Bespaßung durch die überall rumhängenden Schaukeln auf dem Gelände. Aber natürlich gab es auch viel Musik: Die Editors mussten ihr Set durchgehend im Regen spielen und lockerten es mit Sprühfunken, Feuerwand und CDM0616_TwoDoorCinemaClub_BKS_(c)nscFeuerwerk auf, Jamie XX bestach durch ein furioses Danceset auf der Hauptbühne und bei der Band of Horses kam ein lebensgroßes Kunststoffpferd zum Stagediven zum Einsatz. Als dann am Sonntag die Sonne rauskam und dazu der Two Door Cinema Club auf der Hauptbühne aufspielte, gab es kein Halten mehr und diverse aufblasbare Krokodile, Palmen und Einhörner konnten bei akrobatischen Luftübungen beobachtet werden. Zwischen all dem gab es tolle Konzerte von DIIV, den Sleaford Mods oder Yeasayer, während die neue Supergroup Minor Victories (mit Members of Editors-, Mogwai- und Slowdive-Fame) leider nur mäßig überzeugen konnte. File under #zuvielerwartet. Dafür gab es aber fantastische (Neu-)Entdeckungen, wie Weaves, Rat Boy oder Indian Askin und die wohl letzte Chance dabei zuzusehen, wie Bloc Party dem Trend ihrer letzten drei Alben, sich immer mehr der Bedeutungslosigkeit zuzuwenden, auch live nichts hinzuzufügen hatten. Mit einer impulsiven Show von Yelawolf ging das BKS2016 am Sonntag Abend zuende und hinterließ einmal mehr mehrere Hände voller guter Erinnerungen. (nsc) weiter…


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Musikverlosung: A Summer’s Tale

30. Juni 2016 - 8:00:37 - Festivals, Verlosungen

a summers taleDas Line-Up? Liest sich mehr als beeindruckend. Ja sogar regelrecht großartig und in dieser Zusammenstellung einzigartig. Nicht nur, weil Sigur Ros exklusiv auf dem A Summer’s Tale spielen, sondern auch, weil Garbage und Noel Gallagher, Amy McDonald und Thees Uhlmann, Olli Schulz und Jose Gonzales, Neil Finn und Parov Sttelar, Heather Nova und Glen Hansard, Nada Surf und viele mehr hier auftreten. Kunst, Alter? Kunst, Alter! Und dazu: DJs, Lesungen, Filme, Workshops und einiges mehr und das alles vom 10. bis 13. August in Lumühlen. Ganz klar, Highlight-Alarm, das wird wieder super.

Zur Einstimmung verlosen wir ein Festival-Päckchen, bestehend aus fünf (!) CDs auftretender Bands und Künstler. Schickt uns eine E-Mail mit dem Betreff “My Summer’s Tale” an Verlosung@concert-news.de, packt euren Namen und eure Adresse rein und nennt uns den Künstler oder die Band, auf den/die ihr euch am meisten freut (Teilnahmebedingungen findet ihr übrigens hier). Viel Erfolg! (mf)


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65daysofwiederda

29. Juni 2016 - 8:00:41 - Konzert-Tipps, Uebel & Gefährlich

Große Freude, eine große Band meldet sich zurück: 65daysofstatic. Drei Jahre nach “Wild Light” kommt “No Man’s Sky: Music For An Infinite Universe”. Am 11. August erscheint das Album, das Teil des Videospiel-Projekts “No Man’s Sky” ist – “aber nur ein kleiner Teil”, wie die Band selbst via Newsletter behauptet.

Glauben wir eh nicht. Aber um so größer ist dafür eben die Freude und um so größer ist auch der erste Song:

Und es geht noch weiter, am 10. November spielen 65daysofstatic auch noch im Uebel & Gefährlich.


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Zerstörungsgut

28. Juni 2016 - 21:32:58 - Knust, Konzert-Tipps

Von Destroyer ist möglicherweise dann die Rede, wenn du erschrocken feststellst dass du den Pavement-Song da eben noch gar nicht kennst. Oder sich Neil Tennant und Chris Lowe scheinbar ungelenk elegant zum Saxophon bewegen und den “Softporno” (Hamburger Abendblatt) so richtig in einen “Kaputt”-Modus gießen. Oder wenn du zum Konzert deine kuschelige Komfortzone daheim verlassen hast und feststellst, dass die schräge Persönlichkeit Daniel Bejar sich schon öfter neu erfunden hat als meinetwegen Radiohead. Nur spannender.
Aber lassen wir das, denn genau dieser Irrsinn Namedropping konkurriert höchstens noch mit der Intensität, in welcher Bejar seine Musiker seit zwei Jahrzehnten gefühlt schneller rotieren lässt als du Pep Guardiola buchstabieren kannst. Auf der laufenden Tour sind Destroyer übrigens in achtköpfiger Besetzung unterwegs und spielen irgendwas mit ausladendem Indiebock, Folkcock & Melodien für Millionen. Heute (29. Juni) im Knust. Vorher unbedingt noch das aktuelle Album “Poison Season” hören und nicht vergessen die Kopfhörer auszustöpseln beim Gang aus der Haustür. (kel)



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Vorhauptband: letlive.

28. Juni 2016 - 14:43:00 - concert-news präsentiert, Gruenspan, Konzert-Tipps

LetliveDas wird ja immer besser. Denn nicht nur Pierce The Veil  spielen am 13. November im Gruenspan. Mit letlive. gibt’s auch einen außergewöhnlich spannenden Support. Und vielleicht sogar das eigentliche Highlight zuerst …

Vor wenigen Wochen haben letlive. ihr großartiges neues Album “If I’m The Devil…” veröffentlicht und auf dem zaubern sich die “Post-Hardcorler, Soul-Punker, Pop-Musikanten und Kopf-Künstler” von einem Abenteuer zum nächsten, von Stil zu Stil und von Stimmung zu Stimmung. Und jedes einzelne, jede einzelne beherrschen sie ganz ausgezeichnet. Wüst, wild, gechillt und dazwischen. Es ist so gut. Wir empfehlen mal das Video zu “Good Mourning America” und direkt danach “Reluctantly Dead“.

Gehört? Bitte, gern geschehen. Da unten steht noch ein Song. Killer-Song. Wir sehen uns am 13. November. Rechtzeitig. pünktlich, zur Vorhauptband. (mf)




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Gute Zeiten. Kalte Zeiten.

27. Juni 2016 - 21:45:38 - concert-news präsentiert, Gr. Freiheit 36

Da schreiben wir gerade, dass es kein neues Album gibt – und dann gibt es ein neues Album. Im September veröffentlichen Of Mice And Men “Cold World”. Und einen Song daraus gibt es auch schon.

Am 24. Oktober spielen Of Mice And Me in der Großen Freiheit 36. Wir präsentieren. (mf)


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Mehr. Weniger. Alles?

27. Juni 2016 - 8:00:52 - Abseits der Bühne, Festivals, Reeperbahn Festival 2016

Mule And ManDer eine heißt eigentlich Tobias Jundt und ist als Bonaparte bekannt. Der andere heißt José Antonio Garcia Soler und ist als Kid Simius unter anderem der Haus-DJ von Marteria und Marsimoto. Zusammen sind sie Mule & Man, gemeinsam veröffentlichen sie via Staatsakt am 2. September ihre neue EP “One Hand Clap”.

Gespielt wird irgendwie Elektro, Pop, Rap. Irgendwie aber mehr, irgendwie ganz viel. Und von manchem auch weniger.  „Wir waren von Anfang an polyvalent und haben uns auf verschiedene Stile eingelassen. Diese Lieder haben nicht die Farbe für Gitarren gehabt. Bei Mule & Man sind sie zwar noch da, aber im Hintergrund.” Einen ersten kleinen Eindruck gibt das Video zu “10k Types Of Torture“.

Live gibt es Mule & Man auf dem Reeperbahn Festival zu erleben. (mf)



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Oh Mother. Mother Tongue.

26. Juni 2016 - 8:00:57 - Abseits der Bühne, Knust

Hin. Und wieder weg. Wieder da, wieder weg, wieder da. Es ist nicht leicht mit diesen Mother Tongue. Aber dabei doch immer so schön. Wenn sie denn mal da sind. Jetzt sind sie es wieder. Mother Tongue, Großmeister, großer Jubel!

Hier in Hamburg und dort in Berlin. Dort sitzt das wunderbare Label Nois-O-Lution (LSD On CIA, Coogans Bluff, Hodja) und das veröffentlicht die beiden früheren Mother Tongue-Alben “Streetlight” (2002) und “Ghostnote” (2003) im Doppelpack neu. Obendrauf gibt’s vier Bonustracks und ein 8-seitiges Digipack mit 20-seitigem Text-Booklet. Nice! weiter…


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Scharf geschliffen

25. Juni 2016 - 8:00:25 - concert-news präsentiert, Konzert-Tipps, Molotow

cn_praesentiert21Die Gruppe Messer ist zurück. Nachdem man die Münsteraner in den letzten zwei Jahren nur vereinzelt mit der Vertonung der Tagebücher Romy Schneiders oder einer Hommage auf den französischen Sänger und Autor Boris Vian auf der Bühne gesehen hat, erschien am 24. Juni der erste Vorbote auf das dritte Studioalbum der Post-Rocker, die “Kachelbad EP”. Drei Originale und drei Remixe machen Lust auf das dritte Studioalbum, das im August via Trocadero erscheinen wird.

Wütend, verbittert und düster – schon mit dem ersten Track der EP, “Kachelbad (Prolog)”, wird deutlich, dass Messer dort weitermachen, wo sie vor zwei Jahren mit ihrem Album “Die Unsichtbaren” aufgehört haben. „Den Vater hab ich unlängst auserwählt, doch die Mutter braucht noch viele Worte. Nur des Nachts treten Steine in den Orbit ein, die Erde ist einer dieser Orte“, erzählt Sänger Hendrik Otremba, während im Hintergrund düstere Soundcollagen das Setting für die EP bestimmen. Auch in den Folgetracks geht es druckvoll weiter und der Bass wütet, wie von Messer nicht anders gewohnt, über die lyrischen Texte hinweg und wird von verhaltenden Gitarren und Percussions untermalt.

Am 12. November kommen Messer ins Molotow und wir präsentieren dieses Konzert. Karten gibt es u.A. bei der Theaterkasse Schumacher zu erstehen. (hw)


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Album der Woche: DJ Shadow

24. Juni 2016 - 8:00:57 - Album der Woche, Mojo Club

DJ ShadowDas ist volle Granate Yolo-Swag! Sagt man das so in der Rap-Community? Naja, das mittlerweile fünfte Studioalbum von Josh Davis überzeugt von Anfang bis Ende, wenn man anfängliche Irritationen außer Acht lässt.

“The Mountain Will Fall” ist kein typisches DJ Shadow-Album. Trotz innovativen Samples, wie zum Beispiel einer orchestralen Spur aus Dario Baldan Bembo’s “Prima Alba” in dem Titeltrack, verabschiedet sich der US-Amerikaner von den Sample-lastigen Produktionen, mit denen er bekannt wurde und konzentriert sich auf erstklassiges Arrangement und teilweise abgeschrägte Wechselspiele zwischen unruhigen Beats und sphärischen Synths. Mit The Mountain Will Fall beweißt DJ Shadow, dass er mehr ist, als nur “The Sample Guy”.

Im Laufe der Albumproduktion hat Davis seine Komfortzone verlassen, den MPC und Pro Tools in die hinterste Ecke seines Studios verbannt und sich an eine, für ihn neue, Softwar gewagt: „Ich habe den Großteil des Albums mit Ableton Live aufgenommen. Für mich ein vollkommen neues Instrument, eine neue Art, Musik zu machen. Es gibt drei oder vier Songs, auf denen gar keine Samples zu hören sind – und allein das ist etwas Neues für mich”, sagte er.

Besonders “Nobody Speak” sorgt, dank eines Features von Run The Jewels, für angenehme Abwechslung auf dem größtenteils instrumentalen Album. Generell lässt sich sagen, dass die Tracks mit Gastbeiträgen, wie eben jener von Run The Jewels, dieses Album abwechslungsreich und hörbar machen.

Neben dem Hip-Hip-Duo aus New York sind auch Ernie Fresh, Matthew Halsall, G Jones, Bleep Bloop und Nils Frahm auf dem Album vertreten. Auch “Bergschrund”, die Kollaboration mit dem Berliner Komponisten, erfüllt die Erwartungen, die man an einen der bekanntesten Hip Hip-Produzenten und ein zeitgenössisches Piano-Genie stellt. Genau deshalb ist “The Mountain Will Fall” unser Album der Woche – Es ist ist nicht perfekt, nicht durchgängig unterhaltsam, aber es beinhaltet eben jene Tracks, die man sonst vergeblich sucht. Live am 5. Juli im Mojo.(hw)


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No Sleep ‘Till Hurricane

23. Juni 2016 - 8:00:30 - Abseits der Bühne, Festivals

TwinAtlantic0416_Gullick_Q8A1140 MAIN SHOTRammstein und The Prodigy, Mumford & Sons und Deichkind, The Offspring und Bloc Party. Mal wieder große Namen auf dem Hurricane. Und doch sind es mal wieder die kleineren Bands, die den Besuch am Ende besonders machen. Eine davon: Twin Atlantic. Am Samstag spielen sie um 15.45 Uhr auf der White Stage – und da geht man bitte mal hin. Weil: wird großartig.

Und wird neu. Denn die Schotten haben ein neues Album namens “Gla”, das zwar erst im September erscheint, aber sicher hier und da angestimmt werden dürfte. Ziemlich sicher auf der Setlist: die neue Single “No Sleep“. Die ziemlich tolle neue Single “No Sleep“.

Und zusammen mit alten Knallern der Marke “Free” dürfte das ein großes Erlebnis werden, dieser Hurricane-Auftritt der Gruppe Twin Atlantic. Große Namen hin oder her … (mf)


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Minor Victories: besonders besonders

22. Juni 2016 - 8:00:38 - concert-news präsentiert, Konzert-Tipps, Markthalle

Minor VictoriesProgressiv und poppig, epochal, mächtig und dabei liebenswert schön, wild, aber strukturiert, fuzzig, kalt, verkopft, lasziv, düster, laut und aufregend. Meine Güte, die Minor Victories haben ein ganz schön besonderes Album gemacht.

Aber hey, die Minor Victories sind ja auch eine besondere Band, schließlich besteht sie aus Rachel Goswell von Slowdive, Stuart Braithwaite von Mogwai, Justin Lockey von den Editors und dessen Bruder James Lockey. Irgendwo zwischen ihren Bands und ganz weit weg hocken sie als Minor Victories.

Vor wenigen Tagen erschien ihr erstes Album, auf dem so viel passiert und das einfach niemals langweilig wird. Am 6. November kommen die Allstars in die Markthalle. Wir empfehlen einen schnellen Ticketkauf, das ganze Album und vorab die Songs “A Hunderd Ropes” und “Folk Arp“. Weil: besonders. Alles. (mf)


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Flut zum Dritten

21. Juni 2016 - 8:00:30 - concert-news präsentiert, Festivals

Kulturflut_LogoEs ist wieder so weit. Ist es wirklich schon wieder so weit? Ja! Aber irgendwas ist doch da anders. Oder? Stimmt. Das Kulturflut Festival in Finkenwerder wird dieses Jahr zu einem fetten Mitten-im-Sommer-Festival. Während die ersten beiden Ausgaben uns den – je nachdem – Spätsommer oder Frühherbst versüßt haben, haben sich die Organisatoren Stacksignale e.V. in diesem Jahr dazu entschlossen, Hamburg eine ganz feine Sause am 8. und 9. Juli zu bescheren. Dann also, wenn Sonnenbrillen noch bei egal welchem Wetter getragen werden und wir hoffentlich Probleme haben, das Eis einzuverleiben, bevor es die Finger verklebt.

Was liegt da näher, als eine Fähre zu besteigen, großen weiten Fahrtwind mitzunehmen, südlich der Elbe wieder anzudocken und schnurstracks den Gorch-Fock-Park anzusteuern? Dort gibt es am Freitag- und Samstagabend einige richtig tolle Bands zu erleben. Aber das Kulturflut Festival meint es natürlich ernst und deshalb ist da auch mehr als Musik: Am Freitag werden zum Beispiel nicht nur die Reggae-Helden I-Fire für einen tanzbaren und mitreißenden Start ins Wochenende sorgen, auch die Impro-Theatergruppe Horner Kreisel wird die Einwürfe des Publikums in skurrile, komische und traurige Szenen übersetzen, die man so schnell nicht wieder aus dem Kopf bekommt. Für Samstag werden Phela & Band erwartet, unter anderem bekannt durch die TV-Noir-Reihe (gemeinsam mit Tex) und ihre Zusammenarbeit mit der Alin Coen Band und Philipp Poisel. Auch Someday Jacob, Helgen, die Big Banders sowie weitere Acts werden auftreten und die Kulturflut in Finkenwerder wieder zu einer einmaligen Sache machen.

Für Kinder gibt es übrigens an beiden Tagen bereits ab morgens verschiedene Programmpunkte. concert-news.de freut sich, das Kulturflut Festival am 8. und 9. Juli  zu präsentieren. Kombitickets für beide Tage kosten im Vorverkauf 25 Euro und sind bei der Theaterkasse Schumacher zu bekommen. (jb)


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Frontfrauen

20. Juni 2016 - 9:00:39 - concert-news präsentiert, Gruenspan, Konzert-Tipps

cn_praesentiert21Frauenbands gibt es zu wenige und noch weniger im Genre Punk-Rock-Grunge. Zum Glück ist nun eine davon, auf die wir lange verzichten mussten, zurück. L7, vier Ladies aus Los Angeles, die sich seit mindestens 30 Jahren im Grunge/Punk/Rock Radius Kaliforniens bewegen. Musiziert haben alle vier bereits damals mit Bands wie Black Flag oder Bad Religion. Sie initiierten die Riot-Girrrl Bewegung mit und waren eine der ersten feministischen Rockbands, schon Jahre vor der Grunge Bewegung.

Wir präsentieren die  Girrrls am Freitag, den 2. September  im Gruenspan. Aufgrund des nie stoppenden Engagements ihrer Fans sind L7 nach über einem Jahrzehnt dann endlich wieder auf der Bühne als Headliner zu sehen. Mehr über die Königinnen des Grunge demächst. Tickets ab Mittwoch, 22. Juni in der Theaterkasse Schumacher. (tk)




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Ticketverlosung: Wild Nothing

16. Juni 2016 - 8:00:11 - Knust, Konzert-Tipps, Verlosungen

Wild_Nothing_Jack_Tatum_2016Was Jack Tatum auf dem dritten Longplayer seiner feinen Dream Pop – Band Wild Nothing abliefert, ist nicht weniger als eine Frechheit: So sperrangelweit, wie auf dem im Februar diesen Jahres erschienenen “Life of Pause”, hat er die Türen zum lupenreinen Pop in der Vergangenheit bislang nicht aufgerissen. Die Single “TV Queen” (siehe und höre unten) oder das titelgebende “Life of Pause” sind so unverschämt eingängig, dass sie einem die Ohren regelrecht verkleben und einen noch in den Schlaf begleiten. Natürlich reden wir hier nicht von lahmen 08/15 Radio-Pop, Wild Nothing sind im siebten Jahr ihres Bestehens noch lange nicht Coldplay geworden, sondern haben ihre Lo-Fi-Wurzeln im Laufe der drei Alben und diversen EPs lediglich behutsam weiter entwickelt.

Und so überrascht es auch nicht, dass einem neuerdings auch Saxophone in der Musik von Jack Tatum begegnen und er erstmalig auch zugelassen hat, nicht mehr fast alles im Studio allein einzuspielen. Plötzlich darf eine Gitarre auch mal lauter werden und sich der Synthesizer in den Vordergrund drängeln. Diese Offenheit bekommt dem Album ausgesprochen gut und wer es bislang versäumt hat, diese Platte zu entdecken, sollte es umgehend nachholen. Dafür bietet sich mit Sicherheit auch das Konzert am kommenden Mittwoch im Knust an, für das wir hier gleich 2×2 Tickets verlosen können, wobei wir  auch auf den tollen Support von Olivier Heim hinweisen möchten, der sich stilistisch perfekt bei Wild Nothing im dreampoppigen Fahrtwind niederlässt.

Um an unserer Verlosung teilzunehmen, müsst ihr uns lediglich eine Mail mit dem Betreff “Tatum O’Nothing” an verlosung@concert-news.de zukommen lassen und ihr befindet euch mitten in unserem Lostopf. Teilnahmebedingungen findet ihr übrigens hier.

Wild Nothing spielen am Mittwoch, dem 22. Juni im Knust. Support: Olivier Heim. Tickets bekommt ihr bei der Theaterkasse Schumacher. (nsc)

 

 


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Primavera Sound 2016 revisited

14. Juni 2016 - 12:00:35 - Allgemein, Impressionen, Konzertreviews

Primavera2016_CN_001Seit einer guten Woche sind die Tore zum Parc del Forum in Barcelona nun wieder geschlossen. Das Primavera Sound 2016 ist Geschichte und auf dem Veranstaltungsgelände direkt am Meer kehrt wieder Ruhe ein. Auch 2016 versammelten sich hier erneut weit über 100.000 Menschen, wobei die tatsächliche Besucherzahl des Primavera Sound noch deutlich höher liegt. Das liegt daran, dass das Festival schon längst nicht mehr nur an den offiziellen drei Tagen auf dem Parc del Forum-Gelände stattfindet, sondern vorher, nachher und während des Festivals auch außerhalb des Geländes, über den Zeitraum einer ganzen Woche, Konzerte stattfinden. So begann der Veranstaltungsreigen also bereits am Montag, dem 30. Mai und endete Sonntag in der Nacht zum Montag, am 6. Juni früh morgens.

Das Primavera Sound wird mittlerweile regelmäßig zu einem der besten Festivals der Welt gewählt und das spricht sich natürlich rum. Primavera2016_CN_008_SuedeSo gab es in diesem Jahr die “Ausverkauft”-Meldung auch deutlich früher, als dies in der Vergangenheit geschehen ist. Das lag mit Sicherheit auch am – selbst für Primavera-Verhältnisse – hochkarätigen LineUp, angeführt natürlich von Radiohead, aber auch anderen großen Namen, wie LCD Soundsystem, die ihr Europa-Comeback feierten, Tame Impala, PJ Harvey oder einem sichtlich angeschlagenen Brian Wilson, der zum 50jährigen Jubiläum, wie es heißt zum letzten Mal, “Pet Sounds” von den Beach Boys auf die Bühne brachte.

Eher seltene Gäste, wie die Last Shadow Puppets von Arctic Monkey’ Alex Turner und Primavera2016_CN_002Miles Kane, gleich zwei Performances von Suede, zahlreiche Nachwuchsbands aus aller Welt, elektronisches von Moderat und Pantha du Prince, oder besondere Konzerte auf der Hidden Stage von Peaches, Lee Ranaldo, Cat’s Eyes oder Lush, dazu der neu geschaffene Beach Club-Bereich, der dem Festival immerhin auch ein wenig sonst vermisste Ruhe- und Grünfläche liefert, mit zahlreichen DJs aus aller Welt, rundeten das Bild auf den insgesamt 10 Bühnen erneut zu einem fast perfekten Festival ab.

Tatsächlich gibt es innerhalb dieser einen Woche weit über 300 Konzerte und zählt man die Bühnen in der Stadt und in den Clubs hinzu, summiert es sich auf 19 Bühnen. Da muss man erst einmal den Überblick halten, zumal es durchaus Unterschiede gibt: Die Open Air – Konzerte in Barcelonas Innenstadt sind allesamt umsonst und offen für jeden Besucher. Auch in den Clubs Sala Apolo oder Sala Barts gab es die Woche über Shows, hier allerdings nur für Besucher mit Festivalticket – oder sogar mit Extrazugängen, zum Beispiel bei der Clubshow von LCD Soundsystem am Dienstag Abend im Sala Apolo, für die man sich vorab registrieren musste und nach “First come, first serve”-Regelung ein Ticket online ergattern konnte.

Primavera2016_CN_006_ReservationEine ähnliche Regelung gilt für die Heineken Hidden Stage auf dem Parc del Forum-Gelände, die das heimliche Highlight des Festivals ist: In einem Parkdeck untergebracht, ist der Bereich mit zahlreichen Büschen geschmückt, schön illuminiert und mit Vogelgezwitscher untermalt. Um einer der etwa 600 Gäste für die Shows der dort auftretenden Künstler wie Sonic Youths Lee Ranaldo, Peaches, den wiedervereinten Lush oder das The Horrors-Seitenprojekt Cat’s Eyes sein zu können, benötigt man ‘Reservation Tickets’, die man nur am Veranstaltungstag auf dem Gelände bekommen kann, wenn man denn schnell genug ist. Meistens waren diese Tickets innerhalb kurzer Zeit natürlich vergriffen.

Doch auch ohne diesen Zugang gibt es unendlich viel zu entdecken und es ist unmöglich, alle Highlights und Eindrücke aufzuzählen, da die Palette an tollen Konzerten so riesig ist. Man merkt oft auch den Künstlern an, wie beliebt dieses Festival ist, was sich z.B. in zahlreichen Ansagen wiederspiegelt, oder daran, dass Bands auch mehrfach spielen: Primavera2016_CN_004_LCDSuede zB spielten am Mittwoch Abend (dem Gratis-Tag auf dem Gelände) ein imposantes Best of – Set, um am Tag darauf in der Auditori Rockdelux Indoor-Bühne ihr “Nite Thoughts”-Filmprojekt vorzustellen, LCD Soundsystem spielten im etwa Große Freiheit-großen Club Sala Barts und auf einer der beiden Hauptbühnen, zahlreiche kleinere Bands spielten gleich mehrfach, nämlich auf den Bühnen des Festivalgeländes oder tagsüber in der Innenstadt.

Primavera2016_CN_003_LushManchmal ist die Logik des Primavera ein wenig unverständlich: Dass zB die wiedervereinten Lush ausschliesslich vor 600 Menschen auf der Hidden Stage spielen, verwundert doch ein wenig und auch ein Relikt wie Mudhoney spielt hier nicht etwa vor imposanter Abendkulisse, sondern am Sonntag Nachmittag, mitten in Barcelonas Altstadt. Aber so bleibt auf diesem riesigen Festival eben auch noch Platz für die besonderen Momente.

Von denen gab es zweifellos aber auch sonst einige: PJ Harvey stellte die Songs ihres neuen Albums “The Hope Six Demolition Project” in den Mittelpunkt, brachte aber auch alte Hits wie “50ft Queenie” oder “Down by the Water” und spielte dazu Saxophon. Thee Oh Sees kamen mit zwei Drummern auf die Bühne, die das ganze Set -wirklich exakt- synchron spielten, Air konnten mit einem tollen, komplett live gespielten, Set begeistern, Sigur Ros spielten erstmalig neues Material, Rapper Action Bronson dafür ein Phil Collins-Medley, The James Hunter Six verwandelten die Fläche vor ihrer Bühne in eine große Tanzfläche und Daughter lehrten ein paar tausend Besuchern fast absolute Stille, während TPrimavera2016_CN_005_Konfettiregename Impala den großen Platz vor ihrer Bühne gleich mehrfach in Unmengen von, im blauen Abendhimmel flirrenden, Konfetti tauchten und sich den Spaß erlaubten, ihren Song “Eventually” nach einer technischen Panne und einer etwa 10minütigen Unterbrechung an exakt der gleichen Stelle weiter zu spielen, an der er abgebrochen wurde, anstatt ihn noch einmal von vorn zu beginnen.

Und dann waren da natürlich noch Radiohead: Bislang hatten sie nur wenige Shows gespielt und die Setlist an jedem Abend verändert, Primavera2016_CN_007_Radioheadso dass man gespannt sein durfte, was uns geboten werden würde. Man kann sagen, dass die Setlist an diesem Abend die bislang vollkommenste war: Angefangen von fünf Songs des neuen Albums “A Moon shaped Pool” mit einem ersten Highlight im treibenden “Ful Stop”, gab es Fan-Highlights im 5-Minuten-Takt: “No Surprises”. “Pyramid Song”, “Karma Police”, “Everything in it’s right place” und “Street Spirit” und schon war das Hauptset beendet. Es kam uns vor wie eine halbe Stunde, war aber tatsächlich knapp 90 Minuten lang und die Frage, ob und was die Zugaben bringen würden, stand im offenen Raum.

Hier ist Raum für eine kleine Anekdote: Um zu schauen, ob Radiohead am Vorabend auf dem ‘Les Nuits des Fourvière’-Festival in Lyon Zugaben gespielt hatten, checkte ich kurz die Seite Setlist.fm, auf der Fans eben Setlists von Konzerten hochladen können – und staunte nicht schlecht, denn offenbar pflegt ein Crewmitglied diese Seite für Radiohead selbst: Hier war bereits die komplette Setlist des Konzertes zu sehen, auf dem wir uns gerade befanden. Komplett, also auch inklusive der Zugaben, wie “Paranoid Android”, “2+2=5″ oder “There There”, bevor sie gespielt waren. Wir nutzten diesen Wissensvorsprung nun, um einen Engländer neben uns zu verwirren, in dem wir Orakel-artig voraussagten, was wir denn gern als nächsten Song hören würden. Nach dem zweiten Treffer begann er uns zu fragen “Ok guys, what’s next?” und als wir spaßeshalber – und zur Verwirrung – “Creep” einwarfen, konnten wir noch nicht ahnen, dass dies als ungeplante Zugabe am Ende des Sets von einer sehr dankbaren Band als Bonus noch hinterhergeschoben werden sollte.

Fazit: Das Primavera ist auch in seinem 16. Betriebsjahr ein absolutes Highlight. Doch wo Licht ist, ist natürlich auch Schatten: Zugunsten immer höherer Zuschauerzahlen stehen die beiden Hauptbühnen nun schon seit ein paar Jahren auf einem Parkplatz-Areal, dass dem eigentlichen Charme des, auf mehreren Ebenen zum Meer abfallenden, Geländes nicht wirklich gerecht wird. Primavera2016_CN_009_finisHatte man dort anfänglich noch ein großes und farbenfrohes Riesenrad stehen, von dem aus man weit über Gelände und Mittelmeer blicken konnte, ist dort nun mehr nur noch ein großer Platz mit zwei riesigen Bühnen und ausgerechnet die Seite zum Meer ist mit einer großen VIP-Tribüne verbaut. Auch muss wohl erwähnt werden, dass sich der Erfolg des Festivals mittlerweile erheblich auf die Preise für Appartments und Zimmer in Barcelona zu diesem Zeitraum auswirkt, aber sowas bleibt natürlich nicht aus. Wer mit dem Gedanken spielt, sich das alles mal selbst live anzusehen, sollte mit dem sparen schon mal beginnen. (nsc)


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