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Setlist: Kings Of Convenience
08.05.2017

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Dinosaur Jr
12.06.2017 | Gr. Freiheit 36


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The Shins
14.08.2017 | Gr. Freiheit 36


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Casper
08.11.2017 | Sporthalle


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Guano Apes
21.10.2017 | Gr. Freiheit 36


Setlist: Fenech-Soler
09.03.2017

Setlist: Einstürzende Neubauten
Elbphilharmonie

Setlist: Minor Victories
Markthalle


Setlist: Abay
Reeperbahn Festival


Setlist: Helgen
Hanseplatte


Setlist: Queensrÿche
Gruenspan


Setlist: Rainbrother
Aalhaus


Setlist: Mark Lanegan
Uebel&Gefährlich


Setlist: Editors
Mehr! Theater


Setlist: DMA's
Prinzenbar, 3.11.15


Setlist: Cayucas
Kleiner Donner, 19.9.15


Setlist: Paul Smith
Molotow, 19.9.15


Setlist: The Charlatans
Indra, 04.09.15


Setlist: Marcus Wiebusch
Syltfähre, 23.07.2015


Setlist: Torpus & The Art Directors
Park Fiction, 20.07.2015


Setlist: The Slow Show
Prinzenbar, 25.04.2015


Setlist: Einar Stray
Knust, 24.05.2015


Setlist: Ibeyi
Prinzenbar, 19.04.2015


Setlist: Champs
Prinzenbar, 05.03.15


Setlist: Carl Barât And The Jackals
Molotow, 26.2.15


Setlist: Team Me
Knust, 25.04.2015


Setlist: Gaz Coombes
13.2.2015 | Rock Café


Setlist: Stars
21.1.2015 | Knust


Setlist: Ben Shadow
05.10.2014 | Knust


Setlist: Rhonda
05.10.2014 | Knust


Setlist: Trümmer
22.08.2014 | Hanseplatte


Glen Hansard | Docks

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Tour of Tours | Grünspan

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Tour of Tours | Grünspan

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Patti Smith | A Summer's Tale

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Damien Rice | A Summer's Tale

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Mighty Oaks | A Summer's Tale

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Belle & Sebastian | A Summer's Tale

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Torpus & The Art Directors | A Summer's Tale

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K's Choice | A Summer's Tale

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Get Well Soon | A Summer's Tale

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Jochen Distelmeyer | A Summer's Tale

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Hundreds | A Summer's Tale

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John Allen | A Summer's Tale

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Paul Smith | Michelle Records

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The Lion And The Wolf | Kleiner Donner

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Herrenmagazin | MS Hedi

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Golden Kanine | Knust

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Town of Saints | Altonale Pop

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Fuck Art Let's Dance | Altonale Pop

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Marcel Gein | Altonale Pop

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NovemberDecember | Altonale Pop

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Wooden Arms | Altonale Pop

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Tom Adams | Altonale Pop

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Glenn Hughes | Knust

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Jared James Nichols | Knust

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Nada Surf | MAMF 2015

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Nada Surf | MAMF 2015

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Schrottgrenze | MAMF 2015

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Ticketverlosung: lunatic Festival

25. Mai 2017 - 14:00:10 - concert-news präsentiert, Tickets, Verlosungen

Lunatic FestivalAn Pfingsten feiert der gemeine Christ die Entsendung des Heiligen Geistes, der die Jünger erfüllte. Ganz so abgehoben wird es am ersten Juni-Wochenende in Lüneburg vermutlich nicht, aber auch das lunatic Festival am 2. und 3. Juni bietet euch unter dem diesjährigen Motto “Blickwechsel” einiges für Herz und Geist.

Denn nicht nur ein grandioses Musik-Line Up mit Bands wie Drangsal, Moglii, Golf oder Warhaus erwartet euch, auch ein bunt durchmischtes Kunstprogramm steht auf dem Plan. Bosso Fataka aus Berlin zeigen, dass Schrott nicht automatisch Müll ist, Einhornkatzen präsentieren ihre Interpretation von Freundschaft und Aufbruch, es gibt einen Poetry Slam, Lesungen und diverse Workshops zum Selbst-Über-den-Tellerand-Schauen. Klingt ganz schon gut, oder?

Aber leider ist das lunatic schon ausverkauft. Doch wir haben gleich zwei gute Nachrichten für euch. Erstens: Das Festival sucht dringend noch ehrenamtliche Helfer – für sechs Stunden Arbeit bekommt ihr freien Eintritt an beiden Festivaltagen. Mehr Infos dazu gibt es HIER. Wer sich lieber auf sein Glück als auf seine Arbeitskraft verlässt, soll natürlich auch nicht leer ausgehen. Denn zweitens verlosen wir 2×2 Wochenendtickets für das Festival. Schickt dafür einfach eine Mail mit dem Betreff “lunatics” an verlosung@concert-news.de, die Teilnahmebedingungen gibt es hier. (mu)



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Ich wär’ so gerne Millionär

25. Mai 2017 - 14:00:05 - Abseits der Bühne, Albumreview

ON_MILLIONS_Pack_900x900Nein. Kein Konzert in Sicht. Wir reden trotzdem über das Album. Seit wenigen Tagen im Handel: “Millions” von Olsson. Der gewann mit seiner ehemaligen Band Fibes Oh Fibes einst den schwedischen Grammy, jetzt macht er alleine Musik. Und wie. Ziemlich gut. Bunt, poppig, tanzbar, aufregend, zwischen Soul, Elektro und britischen Rave, voller Groove und Charme und deftiger Lässigkeit. Oder wie er selbst sagt: „Olsson ist Marvin Gaye & Luke Perry. Olsson ist Wu Tang Clan & Nina Simone. Olsson ist Bez & Beck. Olsson sind grelle Farben und Olsson ist für mich Hoffnung im stärksten Sinne. House Piano und Madchester Beats. Gospel und simple Melodien. Und es ist mein Nachname.

Erste Bekanntheit auch bei uns erreichte Olsson, in dem er seinen Song „Hold On“ in einem Vodafone-Spot platzierte und im vergangenen Jahr bereits auf dem Reeperbahn Festival spielte. Jetzt kommt das elf Song starke Album und das kommt nahezu perfekt zum Wetter. Draußen schön, Sonne, heiß, lass uns tanzen. Und abends wird gefeiert, in den Clubs, auf dem Balkon, lass uns weiter tanzen. Immer am Start: Olsson. Mit “Ca M’est Egal” mit Daniel Adams-Ray und mit Rap, zwischen Gorillaz und Primal Scream. Großartig. Ebenso „This Heat“, gäbe es The Soup Dragons noch, so würden sie vielleicht heute klingen. “One In A Million” dann pumpt plötzlich oldschoolige House-Beats, „Silent War“ macht einen auf Ballade und „Grace Jones“ auf Dancepop-Hymne zwischen damals und heute. Und alles gelingt, alles macht Spaß. Alles richtig gemacht also. Bis auf’s fehlende Booking einer Hamburg-Show … (mf)



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Wunderbare Jahre

24. Mai 2017 - 8:00:47 - Konzert-Tipps, Waagenbau

Von Curse über 5 Sterne Deluxe bis MC Rene – nach und nach meldete sich in den vergangenen Jahren die Old School-Elite des deutschen Hip Hops zurück. Wobei ein Rene natürlich nie wirklich ganz weg war, doch gefühlt wirkten nach TV und Comedy die Alben “Renessance” und ganz frisch “Khazraje” wie ein Zurück zum Rap.

Die Experte von rap.de zum Beispiel schrieben: “Bezeichnet man MC Renes neues Album ‘Khazraje’ als erwachsen, ist es allerdings kein Euphemismus für anbiedernden Balladen-Pop-Müll, sondern trifft den Kern der Sache ziemlich gut. Selten wirkte ein Rapper so ausgeglichen und gereift, wie Reen es hier tut.” Und das klingt dann ungefähr so:

Wenn jemand erwachsen klingen darf, dann ist das MC Rene, denn der? Ist ein alter Sack, eine Deutschrap-Ikone, die schon Mitte der 1990er Jahre mit Advanced Chemistry auf Tour war, der zusammen Der Tobi & das Bo, Massive Töne, (Absolute) Beginner und Fettes Brot in der Klasse von ’95 war, der mit Blumentopf musizierte. Und der jetzt wieder unterwegs ist, sein abgesagtes, ursprünglich für den 17. März geplantes Konzert im Waagenbau wird nun am 8. September nachgeholt. (ptk)

 


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Poppiger Sommernachtstraum

23. Mai 2017 - 14:00:11 - concert-news präsentiert

altonale_2017Die Festival- und Open Air-Saison kommt ganz langsam in die Gänge – und da darf die altonale Pop Nacht natürlich nicht fehlen. Zum vierten Mal findet am 24. Juni im Herzen Altonas das Eintagesfestival statt. Das Programm? Kann sich wie immer sehen lassen.

Ob französischer Folkpop von Yalta Club, allseits bekannte und beliebte Gitarrenklänge von spaceman spiff oder Hauptstadthype à la OUM SHATT: An den fünf Spielorten – Christianskirche, St. Petri Kirche, Altonaer Rathaus, Altonaer Museum (Gallionsfigurensaal), Festivalzentrum – ist wirklich für jeden etwas dabei. Und auch zahlreiche Newcomer werden sich an dem hoffentlich lauen Sommerabend die Ehre geben. Wer also noch schnell behaupten möchte, von Anfang an dabei gewesen zu sein, sollte Acts wie Das Paradies oder Jon Kenzie nicht verpassen. Und auf der anschließenden Afterparty können dann die neuesten Geheimtipps fröhlich begossen werden.

Warum wir das alles erzählen? Erstens, weil es natürlich geil ist. Und zweitens, weil wir die altonale Pop Nacht in diesem Jahr präsentieren. Und ihr wisst, was das bedeutet (ächem, Verlosung, hust). Mehr dazu in Kürze. (mu)

 


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Jeden Tag Silvester: Gruenspan statt Tetris

23. Mai 2017 - 8:00:37 - 3 Fragen, Gruenspan, Konzert-Tipps

by Sanda Ludewig Konfetti FarbeSie brauchen kein Konfetti, keine Raketen und erst recht keine Böller. Jeden Tag Silvester haben es im Gruenspan ordentlich krachen lassen. Ihr Mut hat sich ausgezahlt, sich räumlich fast zu verdoppeln. Im Knust hätte das Publikum wohl Tetris spielen müssen, um überhaupt Platz zu finden. Um einiges stilsicherer und lauter als gewohnt war das ein amtliches Musikhighlight. Wir sprachen mit der Band kurz vor ihrem Auftritt über ihr aalglattes Image und welche Hunderasse in ihnen lauert.

Sind Jeden Tag Silvester verkopft oder verherzt?
Niclas: Sowohl als auch!

Tom: Einer ist auf jeden Fall verkopft.

Bertram höchstwahrscheinlich?
Bertram: Vor allem vor dem Konzert. Das wir einmal im Gruenspan spielen, war immer ein Traum von uns. Aber ich denke da dann gar nicht drüber nach, sondern bin ganz angespannt und mache mir stattdessen die ganze Zeit Gedanken über die Ansagen, die Liedtexte oder die Akkorde, ob ich die denn alle kann. Und Tom reist die Arme in die Luft und schreit: “Yeah….Jungs, überlegt mal, wo wir heute sind! Das ist mega!”, strahlt und umarmt einen. So wär ich auch gern. Deswegen sind wir halt beides, weil in der Band einfach alle Charaktere vertreten sind.

Braucht eine Band Charaktertypen?
Tom: Unbedingt! Man fragt sich immer, warum es mit vier grundunterschiedlichen Typen eigentlich funktioniert, das ist ein Stück weit auch die Formel, dass man sich einfach ergänzt. Das jeder seine positiven Eigenschaften mit rein bringen kann. Die Negativen werden von den anderen mit aufgefangen.

Bertram: Ich glaube, das ist ganz nah an einer Beziehung zwischen zwei Menschen. Es ist nie sehr gut, zu gleich zu sein, in jeglicher Beziehung, Ehepartner oder eine Freundschaft zu einem Kumpel. Man lernt am meisten von dem anderen, wenn man unterschiedlich ist, aber den gleichen Nenner hat. Die Musik verbindet uns, das ist ganz schön.

Niclas, du meintest mal, durch verkrampfen geht die Leidenschaft für die eigene Musik verloren, wie bleibt man denn entspannt?
Niclas: Die Aussage ist ein bisschen darauf gemünzt, dass man früher mit Biegen und Brechen unbedingt den Erfolg reißen wollte. Irgendwann haben wir gemerkt, wenn wir das tun und uns so unter Druck setzen, sind wir alle nur noch angespannt und haben weniger Freude, sowie Leidenschaft am Musizieren. Wir haben gelernt das ein bisschen zurückzufahren. Bertram ist bei uns halt immer sehr verspannt, aber dann reden wir immer viel, mit Hand auflegen und so.

Bertram: Niclas massiert mich vor Konzerten oft und greift mir nochmal in den Nacken.

Welcher Charaktertyp spiegelt denn wen von euch wieder?

by Sandra Ludewig Band FarbeBertram: In Hunden ausgedrückt, ist Tom ein Golden Retriever. Nic ist unser Jack Russel Terrier und Till ist eher so ein ruhiger, weiser, zuverlässiger Dackel.

Tom: Till hat tatsächlich noch niemals einen Termin abgesagt.

Bertram: Es gab sogar mal eine Zeit, da hat er in Niebüll bei Sylt gewohnt und ist immer zwei Stunden zu uns runtergegondelt. Vielleicht ist er dann eher ein Windhund!

Jeden Tag Silvester Hunde1Tom: Und Bertram ist so unser Labrador. Auf der einen Seite zielstrebig, ein Kämpfer und auf der anderen ein Herzmensch.

Carsten (Tonmann): Der spielt gern und weil er zauberhafte Texte schreibt ist er unser Labrakadabrador.

Bertram: Das ist übrigens Carsten, der heute für uns den unfassbaren Ton macht.

Feiert ihr auch privat jeden Tag Silvester?
Bertram: Das kann man ja gar nicht durchhalten.

Tom: Ich wurde eben von dem Veranstalter draußen angepöbelt, spaßeshalber natürlich, wieso trinkt ihr immer so wenig Alkohol und seid so brav. Ich sag so, ich trink doch mit dir.

Niclas: Das hat er zu dir gesagt?

Tom: Ja! Er sagte so, du bist ja der Einzige, der hier mal Gas gibt. Abseits der Musik machen wir schon mal was zusammen, aber privat ist jetzt nicht jeden Tag Party angesagt.

Stimmt, ihr wirkt brav und so aalglatt werteorientiert. Dabei habt ihr den Bandname ja gewählt, um etwas zu provozieren.
Bertram: Sind wir ja auch. Wir sind wenig Rock´n´Roll und sehr viel Spießer, aber mit Verrücktheit drin. Was uns halt auszeichnet ist, dass wir relativ normale Typen sind, die einfach extrem Bock auf ihre Musik und das was wir erleben dürfen haben. Das ist aber auch extrem einbindend, sodass man sich als Band immer wieder selber hinterfragt.

Niclas: Ja und nein. Diese Zweideutigkeit haben wir ja aber auch bewusst gewählt. Jeden Tag Silvester bedeutet auf der einen Seite jeden Tag Rock´n´Roll, aber spiegelt das ja auch wieder, was Bertram sagt, sich reflektieren was man eigentlich wirklich will, was man eigentlich erreichen kann und sich für Ziele setzt. Das macht man Silvester ja ganz gerne und das machen wir halt jeden Tag. Da ist dann auch wieder dieses Verkopfte irgendwo in uns drin. Das findet sich dort wieder.

Und auch was man in der Welt eigentlich ändern will? Ihr singt ja “Der Mensch ist zu faul, zu blöd, zu bequem.”
Bertram: Ja, weil man sich selbst so erwischt, diese konsequente Inkonsequenz. Man möchte immer ein besserer Mensch sein, sich besser verhalten, weniger Müll verbrauchen. Aber es ist halt auch echt schwer gut zu sein. Irgendwie erinnert das Lied immer wieder an diesen Wohlstandskrieg. Uns fehlt es an nichts und sich in diesem Wohlstand immer wieder bewusst zu machen, wie viel man eigentlich verbraucht oder gebraucht von der Welt ist ein wertvoller Gedanke, den man sich nicht zu oft auf die Stirn schreiben kann.

Wie legt man diesen Schalter im Kopf denn um? Handelt ihr da aktiv?
Bertram: Ja, Fahrrad fahren. Es ist wirklich die Summe der Kleinigkeiten, die was bringen. Wenn jeder mal dran denkt, dass er zum Bäcker auch mal zu Fuß gehen könnte und es ganz schön ist in der Morgensonne die Straße runter zu gehen, sich bewusst die Zeit zu nehmen. Damit wäre die Welt schon ein Stück besser. Wir gehen jetzt nicht am Wochenende mit der Mülltüte an die A1 und sammeln die Gräben leer, so sind wir jetzt nicht drauf. Aber wir versuchen schon mit unseren Texten und unserer Musik zum Teil, “Der Mensch” sticht da auch sehr raus, daran zu erinnern, dass wir eine Verantwortung haben. Bestes Beispiel: Der Hund macht nichts, außer ein Haufen. Aber was macht der Mensch? Achtung: Der macht wieder eine Plastiktüte drum. Wie dumm kann man sein? Menschen regen mich manchmal ganz schön auf. Wie oft ich mich dabei erwische, dass ich sage: Guck mal, Menschen. Da laufen sie. Typischer Spruch von mir. Damit meine ich aber auch mich, ich mache es ja nicht viel besser.

Top, dass ihr euch da selbst auch nicht rausnehmt, sondern mit einschließt.
Bertram: Es ist ja auch nicht typisch, dass man sich in der heutigen Pop Musik mit solchen Themen auseinander setzt, aber gerade in Zeiten, in denen Böhmermann das auch sehr verarscht, finde ich es umso wichtiger Haltung zu beziehen, sich zu positionieren und auch mit Inhalten zu kommen und nicht nur plakativ mit leichter Kost. Wir lieben es auch leicht und frei zu sein, aber es darf auch gerne etwas Content beinhalten.

Interview: Tanja Kilian

 


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From Beer to Eternity

22. Mai 2017 - 8:00:06 - concert-news präsentiert, Konzert-Tipps, Markthalle

cn_praesentiert212-e1430068462303Legende. Ikone. Giganten. Ministry. Noch Fragen? Am 18. Juni präsentieren wir sie euch in der Markthalle. Und beginnen genau heute mit dem Vorfreuen. Und das geht am Besten mit alten Songs. Ob es live auch neue gibt? Wissen wir nicht, wer weiß mehr? Im Februar postete die Bands Bilder aus dem Studio, wir sind also gespannt und warten ab. Nicht einfach so, sondern mit den alten Schinken.

Ganz groß sind natürlich das wilde “Jesus Built My Hotrod” (von “Psalm 69″) und das böse “Stigmata“. Ein wahrer Klassiker ist auch “Reload“, der wie das Bob Dylan-Cover “Lay Lady Lay” von “Filth Pig” stammt, mehr oder weniger aktuell sind “PermaWar” und “Punch In The Face” vom bisher letzten Album “From Beer to Eternity”.

Welche Songs davon am Ende den Weg auf die Setlist des 18. Juni finden? Wir sind gespannt, wissen aber, dass der gute Al Jourgensen es schon richten wird und wissen daher, dass es eine heiße, laute Nacht in der Markthalle werden wird. Tickets dafür bekommt ihr hier. (ptk)


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Freischwimmer

21. Mai 2017 - 8:00:13 - Abseits der Bühne, concert-news präsentiert, Häkken

The Wooden Sky HamburgAm vergangenen Freitag und damit gerade vorgestern haben The Wooden Sky ihr neues Album “Swimming In Strange Waters” veröffentlicht. Es ist das fünfte Album der Kanadier und es ist ein ziemlich gutes. Ein Album zwischen Indie, Rock, Folk und Pop, ein sympathisch unhippes, aber irgendwie trotzdem ein sehr modernes Album voller oldschooliger Sounds, ein spannendes, verspieltes und irgendwie – und das ist gar nicht böse gemeint – erwachsenes Album, das einfach Spaß macht.

Manches erinnert hier nämlich tatsächlich an U2 (zum Beispiel: “Life Is Pain, Pain Is Beauty”), anderes kommt geduldig-balladesk (“Deadhorse Creek”) und mit Streichern, Synthies und Orgeln spielen The Wooden Sky auch noch. Vielfältig könnte man also sagen, interessant, experimentell und doch herrlich bodenständig und unaufgeregt.

Aufgeregt sind wir aber trotzdem, denn wir sind gespannt, wie das Ganze auf die Bühne bringen und was sie sich noch ausgedacht haben. Am 8. Juni präsentieren wir euch The Wooden Sky im Häkken. (ptk)



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Schlechte Zeiten. Gute Zeiten.

20. Mai 2017 - 8:00:39 - Konzert-Tipps

Phoenix_BarWar mir auch neu. Laurent Brancowitz, Gitarrist von Phoenix, spielte einst mit Thomas Bangalter und Guy Manuel de Homem Christo in einer Band, die heute als Daft Punk die Welt zum Tanzen bringt. Wieder was gelernt.

Und jetzt wieder zu: Phoenix. Die Franzosen veröffentlichen am 9. Juni ihr neues Album “Ti Amo” und singen auf diesem von Lust und Liebe. Happy Go Lucky? Jein. So klingt es, wenn eben jener Brancowitz sagt: “Wir haben die Arbeiten an diesem Album im September 2014 begonnen und kurz danach schien die Welt, wie wir sie kannten, vor unseren Augen zusammenzustürzen. Aber zu unserer großen Freude und trotz der politisch angespannten Weltlage und damit verbundenen Tristesse klang die Musik, die entstand, unheimlich fröhlich, romantisch und sorglos.

Wir sind gespannt, feiern schon mal den ersten neuen Song “J-Boy” ab (läuft hier) und sichern uns Tickets für die Phoenix-Show am 26. September in der Großen Freiheit 36. (mf)



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Album der Woche: Millionaire

19. Mai 2017 - 8:00:32 - Album der Woche

MillionaireEs gibt sie noch. Oder wieder. Komplett egal, nach zwölf Jahren veröffentlichen Millionaire ein neues Album. “Sciencing” heißt das gute Stück und das ist keine leichte Kost, das ist zwar manchmal butterweich, manchmal aber auch ganz schön nervig – aber immer ziemlich wundervoll. Und dabei unbeschreiblich. Willkommen zurück, Tim Vanhamel.

Tim Vanhamel ist der Kopf von Millionaire, ist Millionaire. Zuvor und daneben spielte er bei Evil Superstars und den großartigen dEUS und hatte reichlich andere Projekte am Laufen (Broken Glass Heroes, Eat Lions, Disko Drunkards, Magnus, The Hickey Underworld), 2001 erschien “Outside The Simian Flock”, 2005 “Paradisiac“, jetzt kommt endlich das dritte Album.

Heute ist Vanhamel 39 Jahre jung und sagt: “Jetzt, wo ich etwas älter bin, fühle ich das Bedürfnis mehr und mehr, etwas zu machen, was auch schön sein kann.” Aber weiß ja jeder, Schönheit, Betrachter und so. Denn klassisch schön ist “Sciencing” gar nicht immer. Aber eben immer: super. Ein grandios-verspieltes Album zwischen Stoner, Indie und Noise, manchmal psychedelisch, manchmal düster, poppig, manchmal einfrach drauf los.

Ein Josh Home, der übrigens einst “Paradisiac” produziert und genau wie Muse Millionaire mit auf Tour genommen hat, würde sicher gerne so ein Album machen. Wenn er mit den Queens Of The Stone Age nicht in einer viel zu großen Band spielen würde.

Gleich mal der Opener “I´m Not Who You Think You Are” ist ein Brocken, sehr fies, sehr streng, lärmend, über fünf Minuten lang, schleppend, kräftig, super … ach, hört selbst hier:

Aber das können sie, frickeln, verzerren, ausufern, Sounds kreieren, laut sein, böse sein. In “Under A Bamboo Moon” zum Beispiel, “Love Has Eyes” oder dem piependen “Busy Man”. Das ist Rock N Roll, Alter, einfach großer Rock N Roll. Mit Stil.

Doch Millionaire gehen eben auch anders. “Wastelands” kommt mit nem 1980er-Pop-Flair und steht kurz vor Soul, auch das sanfte, das poppige “LHomme Sans Corpse” und das sehr ruhige “Silent River”, ein Duett mit der kanadischen Sängerin Clara Klein, gehen fast schon als klassisch schön durch. Siehe oben, er wollte es so und er hat es so gemacht. Und er hat es … wir wollen uns nicht wiederholen. Sondern sagen: Kauf das. (mf)

 

 


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Ticketverlosung: The Dire Straits Experience

18. Mai 2017 - 8:00:41 - concert-news präsentiert, Konzert-Tipps, Mehr! Theater, Verlosungen

cn_praesentiert212-e1430068462303Wir haben sowohl von den originalen und fantastischen Gymnasiasten-Lieblingen Dire Straits als auch von ihren heutigen Stellvertretern bereits hier erzählt. The Dire Straits Experience tragen also die Knopfler-Band-Idee ins Heute. Weil irgendwelche chemischen Zutaten innerhalb der originalen Band zu den Zeiten des Über-Live-Albums „Alchemy“ einfach nicht (mehr) stimmten, soll es halt die beste denkbare Kopie richten. Das gelingt ihr ohne Notwendigkeit, die eigenen Augen vor der Realität zu verschließen.

Aber warum eigentlich der vermeintliche Bezug auf irgendwelche Schulbildungen da ganz oben? Weil ich mich an die charmanten, redundanten und nie ernstgemeinten interdisziplinären Party-Battles erinnere. Immer dasselbe: Der aufgeklärte Schöngeist von der vermeintlich höheren Schule (was für ein Blödsinn) wollte mit Alben wie „Love Over Gold“ punkten. Das funktionierte solange gut, bis zu vorgerückter Stunde 1987 Van Halen und Bon Jovi das Zepter übernahmen und die Realschüler mal kurzerhand in Führung gingen. So war das halt damals in der Kleinstadt. Und heute? Treffen wir uns alle vor der Bühne bei The Dire Straits Experience. So jung kommen wir eh nicht mehr zusammen.

Wir verlosen für die Show am 27. Mai im Mehr! Theater Tickets unter allen Einsendungen, die unsere Teilnahmebedingungen akzeptieren: verlosung(at)concert-news.de | Betreff: “Chemie-Klausur“. Viel Glück. (kel)


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Nullsummenspiel

17. Mai 2017 - 16:34:16 - Konzert-Tipps, Mehr! Theater

Kätn Peng_Cover_Das Nullte KapitelKäpt‘n Peng und die Tentakel fließen gerade kurz vor Veröffentlichung des zweiten Albums „Das Nullte Kapitel“ wie eine Rappelkiste durch Ohren und Foren. Etwa so: „Der ist mir zu schaut mal, schaut mal, schaut mal wie schlau ich das hier mache! Voll smart, ne? Ne?”. Noch einen? Bitte: „Musik für Lappen, die meinen, dass Hip-Hop sonst nur für Asis gemacht wird und sich gerne mal zu Freundeskreis und Max Herre einen keulen.“. Einen abgeputzten Mund später bleibt festzustellen: Käpt‘n Peng und die Tentakel und „Das nullte Kapitel“ sind knorrig, speziell, verdammt prätentiös, latent streitsüchtig, surreal und füllen oft ein Worte-Vakuum aus, das zwischen Höhe Kneipentresen und dem Parkettboden darunter laviert.

Manchmal vielleicht sogar landet das Gefühl beim Durchhören auf rutschigem Kopfsteinpflaster draußen vor der Tür. Nur ist das wirklich außer hip auch hop? Vollkommen egal. Im Hause Peng werden die Texte halt so eng gezurrt, dass zwar noch ausreichend Luft zur Interpretation bleibt. Insgeheim lässt sich „Das Nullte Kapitel“ auf seiner ganzen Stunde Länge aber auch als mit dem Spanngurt verpackter Lyrik-Klotz verstehen, der angenehm rücksichtslos in deinen Alltag implementiert sein möchte. Oder zitieren wir doch einfach das künstlerische Kollektiv mal selbst: „Das Peng gebar sich selbst im Dichterdarm des Wörterwals“. Ein weiteres ganz prächtiges Gas(t)geschenk: Käpt‘n Peng und die Tentakel| Mehr! Theater | 19. Mai. (kel)



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Ticketverlosung: Kilians

17. Mai 2017 - 8:00:17 - concert-news präsentiert, Konzert-Tipps, Schanzenzelt, Verlosungen

KILIANS_Foto@...Für die Kilians aus Dinslaken (gehört dazu wie bei Die Ärzte aus Berlin) geht es nochmal bergauf. Eine kurze, geile Tour zum 10-jährigen lang. Bedeutet für uns: Bergabwärts ins Archiv. Hier also unser Best Of Kilians: „Es ist natürlich eine Selbstverständlichkeit, dass wir da alle hingehen“ (2013), „Fantastische Indie Platte“ (2012), „Schulfrei mit den Kilians“ (2010), „Verzückt über die Tatsache, diesmal im Docks zu spielen und nicht wie sonst immer im Molotow“ (2009).

Unser eigenes Lieblingszitat natürlich: „Das GHvC prügelt sie durch die gesamte Republik“ (2009). Fast sogar noch besser: „Bonsai-Strokes“ (2007). Keine Frage: Wir waren schon immer ganz schön geil auf die Kilians. Und ihr wollt es doch auch. „Fight the Start“ – wir sehen uns: 2. Juni | Schanzenzelt | concert-news präsentiert. Und  verlost 2×2 Tickets. Schickt uns eine Mail mit dem Betreff “Prügelknaben” und eurem kompletten Namen an verlosung@concert-news.de (Teilnahmebedingungen hier), noch diese Woche wird gelost. (kel)



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Denkfehler

16. Mai 2017 - 8:00:53 - Hafenklang, Konzert-Tipps

Sorority Noise HamburgMitte März haben Sorority Noise mit “You’re Not As ___ As You Think” ein größtenteils tolles Album veröffentlicht. Ein Album zwischen Indie, Punk und wirklich auch Emo. “Alter, ganz schön geil. Meistens.” schrieb ich an anderer Stelle. Hier.

You’re Not As …” ist das dritte Album der Band, beheimatet auf Big Scary Monsters, produziert von Mike Sapone (Brand New, Taking Back Sunday). Und jetzt zu einem Teil frisch verfilmt. Zum Opener “No Halo” nämlich haben Sorority Noise ein Video gedreht. Drehen lassen. Regisseur Kyle Thrash erzählt:

Der Song und das Video zu “No Halo” handeln von Trauer und wie wir damit klarkommen oder eben nicht klarkommen. Ich habe während der Produktion viel Zeit mit Cam verbringen dürfen und in all den gemeinsamen Unterhaltungen erfahren, wie wir beide in der Vergangenheit mit Verlust umgegangen sind. Von diesem Punkt aus haben wir dann verschiedene Szenarien und Ideen durchgespielt, die wir dann im Video aufzeigen wollten.

Der Song ist super und andere sind es auch. “Where Are You” zum Beispiel, “Car” und das großartige “Second Letter From St. Julien“. Hach, so macht Musik bei aller Traurigkeit doch Spaß, danke, Sorority Noise. Und bis bald. Ganz bald. Am 23. Mai im Hafenklang. (mf)


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Eine neue Liebe ist wie …

15. Mai 2017 - 8:00:19 - Abseits der Bühne, Albumreview, Konzert-Tipps, Molotow

Love A HamburgBeginnen wir die Woche mit: Liebe. Also genau damit, womit wir das Wochenende verbracht haben. Und die Zeit davor. Love A haben ein neues Album, “Nichts ist neu” erschien am vergangenen Freitag auf dem wunderbaren Label Rookie Records. Und ist: ganz wunderbar geworden.

Das Schönste an diesem Album ist, dass es ein klassisches, ein typisches Love A-Werk ist, aber trotzdem neu und trotzdem anders klingt. Denn natürlich und auch zum Glück hat sich der Vierer hier nicht neu erfunden und kaum läuft das gute Stück das erste Mal, weißte sofort, wer hier musiziert. Love A, ganz klar, inzwischen einzigartig. Doch immer wieder werden hier die Ohren gespitzt, hebt sich die linke Augenbraue, kann man sich ein glückliches Grinsen nicht verkneifen.

Denn immer wieder schaffen es Love A, einen dann doch zu überraschen. Neben Sachen wie “Kanten” oder dem herrlichen Opener “Nichts ist leicht” nämlich tauchen hier Lieder auf, die ein bisschen anders sind. Das fast schon klassische-80er Post-Punk trifft NDW-Stück “Nachbarn II” zum Beispiel oder das ruhigere “Löwenzahn”, allen voran aber fällt “Sonderling”auf, aus der Reihe und  bleibt am längsten hängen. Was für ein geiler Beat, was für ein Groove, was für ein Song:

Und was für ein Konzert, am 24. Mai spielen Love A im Molotow. Die Show ist seit Ewigkeiten ausverkauft. Logisch. Liebe und so. (mf)


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Shift im Schacht

14. Mai 2017 - 8:00:42 - concert-news präsentiert, Knust, Konzert-Tipps

the living endSie machen sich ein paar rar bei uns. Ihr aktuelles Album “Shift” zum Beispiel ist nur als Import erhältlich und live gibt es The Living End nur zwei mal als Headliner in Deutschland zu bestaunen. Am 7. Juni spielen sie in Berlin, am 8.Juni bei uns im Knust. Präsentiert von: uns.

Und da kannste über “Shift” denken was du willst, das sollte man sich anschauen. Denn live ist anders und live sind The Living End groß. Riesig. Die alten Hasen, die schon 1999 mit ihrem Debüt (hier gibt’s “Second Solution”) und 2000 mit “Roll On”  (hier läuft das Video zum Titesong) Geschichte schrieben, die zuletzt 2013 ebenfalls im Knust und davor unter anderem 2009 auf dem Hurricane spielten – und die auch auf “Shift” noch tolle Sachen machen. Sachen wie “Staring Down The Barrel” oder “Monkey“. Etwas anders zwar als früher, mehr Springsteen als Social Distortion und fast schon frei von Billy, aber noch immer The Living End, live am 8.Juni im Knust. Hin! (mf)

 


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Süßer die Glocken.

13. Mai 2017 - 8:00:57 - Abseits der Bühne, Elbphilharmonie, Konzert-Tipps

Lambert_AlbumStell‘ dir vor es ist Untergang und einer hört zwölf kleine Kompositionen lang hin. Zum Beispiel Lambert. Zunächst aber mal das Artwork. Seht ihr ja. Und es wird nicht besser im Sinne von beruhigender, klappt man das „Sweet Apocalypse“-Cover der Berliner Künstlerin Moki erstmal auf. Vater und Sohn sahen schon sicherlich deutlich bessere, angstfreiere und weniger bedrohte Tage. Was zu tun ist? Wo niemand mehr einen restlichen Funken Melancholie zu vermuten sich traut, packt Lambert das präfinal traurige Gemüt am Klavier mit nur wenigen künstlichen Elektronika-Zutaten.

Zerstörung? Teufel bewahre. „Sweet Apocalypse“ eine latente Zuckerigkeit zu unterstellen, ginge sicherlich viel zu weit. Doch diese mäandernde Dystrophie ist überzogen von einer feinen Glasur die nach und nach in der Hölle gefriert. Und weniger pathetisch? Masken-Lambert geht auch als pure Romantik durch, spart man sich den oben beschriebenen Kontext. Sucht euch eure Begleitung also im Zweifelsfall gut aus beim Besuch der Konzerte am 18. Mai im Resonanzraum und/oder am 23. Dezember in der Elbphilharmonie (Großer Saal). (kel)



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Good Times. Mit Mando Diao.

12. Mai 2017 - 14:00:27 - Abseits der Bühne, Albumreview, Hurricane Festival

Mando DiaoHeute ist aber auch was los im Plattenladen. Die neue Supergroup Dreamcar mit Leuten von AFI und No Doubt haut ihr erstes Superalbum raus, Love A veröffentlichen ihr nächstes Meisterwerk (dazu die Tage mehr hier) und auch Mando Diao melden sich mit einem neuen Album zurück.

Das stellten sie im März bereits in der Molotow Sky Bar vor und wir waren von den neuen Songs durchaus angetan. Von “wirklich tollen neuen Liedernschrieben wir. Und waren uns sicher: “Auf das Album darf man sich freuen.” Und was soll man sagen? Wir hatten recht. “Good Times” ist ziemlich super geworden. Denn “Good Times” sind wieder die coolen Mando Diao, die lässigen, die rockigen und nicht mehr die dancefloorpoppigen Mando Diao. Aber “Good Times” sind auch die souligen Mando Diao, die regelrecht funkigen Mando Diao. Und es sind die neuen , schließlich ist das hier das erste Album ohne Gustaf Norén, der die Band vor zwei Jahren verlassen hatte, Björn Dixgård sagt dazu: “Das ging von ihm aus, er wollte dieses Leben nicht mehr führen. Wir lieben diese Band, sie ist für uns wie eine große Familie. Weiterzumachen war für uns die einfachste Entscheidung der Welt.“

Vorab schon gab es “Shake“, mit dem Titeltrack toppen die Schweden das Ganze noch mal und funkrocken sich um den Verstand. Auch ein Song wie “Money” geht in die Beine, überrascht aber mit ulkigen, verzerrten Synthie-Vocals im Refrain und souligen Chili Peppers-Momenten. Aber: klappt auch. Genau wie das wunderschöne Midtempo-Stück “Watch Me Now”, das spacig-balladeske “Voices On The Radio” und “Dancing All The Way To Hell”. Und direkt danach to HurricaneMando Diao sind dabei. Und zocken hoffentlich nicht nur viele alte, sondern auch viele neue Lieder. Von ihrem tollen neuen Album. (mf)

 


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Album der Woche: Dreamcar

12. Mai 2017 - 8:00:47 - Album der Woche

DreamcarEs gibt so viele Gründe, dieses Album richtig scheiße zu finden. Es ist ultra-poppig, hochgradig kitschig und dermaßen glatt und gradlinig und fern von Punk und Rock und Indie und kantig und schwierig … und aus genau diesen Gründen feiern wir: “Dreamcar”. Von Dreamcar. Weil es ultra-poppig, hochgradig kitschig und dermaßen glatt und gradlinig und fern von Punk und Rock und Indie und kantig und schwierig ist und dafür voller riesiger Hymnen, massiver Großartigkeit und unfasslicher Schönheit. So gut, Alter, so unbeschreiblich gut.

Es ist ihr erstes Album, doch es ist ein Album von vier Könnern, von Experten, von alten Hasen. Denn Dreamcar bestehen aus Sänger Davey Havok (AFI) sowie den No Doubt-Mitgliedern Tony Kanal (Bass), Tom Dumont (Gitarre) und Adrian Young (Schlagzeug). Und es klingt wie die konsequente Extremisierung des letzten AFI-Albums (das einst ebenfalls unser Album der Woche war). Ähnlich überragende Musik, schön, dunkel, super-eingängig. Nur eine, zwei, drei Nummern poppiger. Synthie-Pop, Wave, 1980er-Romantik und hier und da mit ein paar Gitarren versetzt. Das Ergebnis ist atemberaubend. Und AFI-Fans werden es vermutlich hassen …

Tom Dumont meint dann auch: “Es war sehr furchtlos von Davey, aus der Welt der Punkrock zu kommen und etwas zu tun, das so etwas wie ein Ohrfeige für die Musikrichtung ist. Wir fanden diesen Mut sehr aufregend. Wir wollten uns nie von den unausgesprochenen Regeln einer Szene einschränken lassen, und er dachte genauso.” Gemeinsam schufen sie Lieder wie das schon vor einiger Zeit vorab veröffentlichte “Kill For Candy” und das vielleicht beste Stück des Albums, “Born To Lie“.

Für den großen Erfolg machen die Allstars das aber nicht, sie machen es, weil sie es möchten. “Eineinhalb Jahre lang waren es nur wir vier, und wir machten Musik”, erinnert sich Tony Kanal. “Wir hatten die Chance, wieder eine ganz neue Band zu sein. Das ist schon etwas ganz Besonderes. Wir machten nur Musik um des Musikmachen Willens.” Und noch mal Dumont: “Es hat mich an die Anfangszeit von No Doubt erinnert, als wir in einer Garage in Orange County gejammt haben. Es war dasselbe Gefühl von Freiheit – ohne Label, ohne Manager, ohne Agent und ohne Roadies”.

Das hat sich nun ein wenig geändert, Dreamcar mischen mit, haben ein Album, sind eine Band, veröffentlichen und touren. Derzeit in den USA, hoffentlich, irgendwann, auch bei uns. Bis dahin: Album kaufen, Album lieben, Album feiern. (mf)


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