Es gibt sicher schmuckere Orte an einem sonnigen Pfingstsamstag um 5 Jahre Hamburger Bühnenjubiläum zu feiern, als diesen grauen Kasten in der (beinahe) Trabantenstadt dort draußen. Aber alle Elemente wirbeln dann doch unter Silbermond und Sternen gestern abend in der ausverkauften Alsterdorfer Sporthalle. Dem, mehrere Generationen übergreifenden, Publikum wird anfangs zum Beispiel heimelige Wohnzimmeratmosphäre inklusive Stehlampe vorgegaukelt. Wie man sie beim Hören der Alben in mehr oder minder (eigener) heiler Welt eben gewohnt ist. Später wirken die ersten Reihen, als habe gerade ein 45 Grad heißer Wind über ihre Köpfe hinweg gefegt. Die Fans werden mit reichlich Wasser gekühlt, der neutrale Beobachter empfindet das alles als irgendwie solide und findet Zerstreuung im allgegenwärtig scheinenden Glück. Besser allemal, als jede angeblich noch so geile Juli-Zeit. “Irgendwas bleibt” schon. [Klick Bilder für Großansicht] (kel/nib)

Fotos: Nina Bergeest // Kiez-Foto

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