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3 Fragen an: Chuck Ragan

Es ist Freitag! Das heißt nicht nur, dass das Wochenende endlich da ist. Das heißt auch, dass es neue Platten gibt. Heute zum Beispiel: „Gold Country“ von Chuck Ragan! Der Hot Water Music-Sänger veröffentlicht seine neue Solo-Platte, auf der es wieder diese beängstigend gute Art der Country- und Folk-Musik und natürlich seine einzigartige Stimme zu genießen gibt. Bevor der gute Mann in wenigen Tagen am 9. September das Molotow besuchen wird, stellten wir ihm drei Fragen.

1. Was für eine schöne Platte mal wieder! In welcher Situation sollte man sie idealer Weise hören?

Vielen Dank vorweg. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass du das Album gehört und ihm eine Chance gegeben hast. Nun aber zu deiner Frage: Ich würde sie auf dem Weg zum See hören. Das wird natürlich jeder anders sehen, aber für mich passt das Wasser einfach. Das ist der Platz, an dem ich mich am wohlsten fühle und mich in Ruhe meinen Gedanken widmen kann. Und ey, es ist die Heimat der Fische! Weißt du, als ich das Album aufgenommen habe, bin ich von Zeit zu Zeit ans Wasser gefahren, um einen klaren Kopf zu bekommen und gleichzeitig über den Aufnahmeprozess nachzudenken. Ich habe „Gold Country“ selbst aufgenommen und so gab es eine Menge zu planen und zu bedenken. Besonders deshalb, weil so viele Freunde bei der Platte mitgemacht haben. Also bin ich zum See gefahren und hab mir die letzten Aufnahmen angehört.

2. Du hast dir Gäste eingeladen, Geigen und Klaviere auf die Platte genommen, man hört eben mehr als nur dich – wie willst du das live spielen? Machst du alles alleine oder wird dir geholfen?

Ha, ich gebe mein Bestes! Aber im Ernst, früher hatte ich immer das Gefühl, dass ich nur das aufnehmen darf, was ich später auch live spielen kann. Weil ich immer dachte, das wäre sonst irgendwie ein Fake. Heute sehe ich das etwas anders und mache das, was ich für den Song am besten finde, lade mir Freunde ins Studio ein oder nutze mehr Instrumente als meine Gitarre. Ganz egal, ob man das später so auch auf die Bühne bringen kann. Wenn ich nach Europa komme, werde ich aber nicht alleine sein. Ich bringe Freunde mit, um die Songs bestmöglichst zu performen. Wir werden Geigen, Bässe, Pedal Steels, Klaviere, Mandolinen und sogar ein Schlagzeug auf der Bühne haben. Ich kann es ehrlich gesagt nicht erwarten!

3. Was passiert mit Hot Water Music? Gibt es euch überhaupt noch?

Die Band existiert definitiv noch. Ich habe sogar schon paar Sachen für HWM geschrieben und mit Jason darüber gesprochen, der auch schon was gemacht hat. Ich würde liebend gerne wieder mit den Jungs Songs schreiben, aber wir alle entwickeln uns so schnell und in so unterschiedliche Richtungen, leben alle an unterschiedlichen Seiten des Landes und haben alle unsere eigenes Ding am Laufen. Jason Black (HWM-Bassist) zum Beispiel spielt bei Senses Fail, mein Kumpel George Rebelo, der auch auf „Gold Country“ Schlagzeug gespielt hat, spielt nun bei Against Me!, einer der derzeit besten Rock N Roll-Bands, und Chris Wollard (Gitarre/Gesang) hat gerade eine wunderbare Platte unter dem Namen Chris Wollard And The Shipthieves veröffentlicht, die du dir dringend anhören musst! Es ist das bisher Beste, was Chris gemacht hat, ganz ehrlich! Ich muss dir also nicht sagen, dass wir alle genug um die Ohren haben. Aber hoffentlich finden wir irgendwann die Zeit, wieder was zu machen. Bis dahin aber werden wir alle weiter unser Leben genießen, Musik machen, unsere Köpfe über Wasser halten und unseren Freunden für den Support danken. Prost!

Interview: Mathias Frank



3 Reaktionen zu “3 Fragen an: Chuck Ragan”

  1. Senf dazu

    Chris Wollard & The Ship Thieves übrigens am 20.12. im Logo!

  2. Klangmuster

    „…Geigen, Bässe, Pedal Steels, Klaviere, Mandolinen und sogar ein Schlagzeug…“ – wo soll das denn alles nur im Molotow Platz finden ;-)

  3. mf

    Es hat gepasst … und es war großartig!

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