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Brill-iante Beobachtungsgabe

Irgendwann war sie dann doch weg. Die Rede ist von Ingrid Michaelsons (19. November, Gruenspan) nicht mehr zu findender Brille auf dem Cover des aktuellen Albums “Everybody”. Einem Cover-Artwork übrigens, für das der Designer gerne tonnenweise mit scharfen Kontaktlinsen gepeinigt und gefoltert werden möge. Doch hinter der Verpackung wird dann alles besser zum Glück.

Ob die kurzweiligen Songs tatsächlich die anderthalb Jahre nach Erscheinen ihres Album-Debüts “Girls and Boys” behandeln, ist fast egal. Erlebt hat die 29-jährige jedenfalls genügend Dinge, um Selbstbewusstsein zu versammeln. Unvergessen der Auftritt im Vorprogramm von Jason Mraz, als sie beim ersten (!) Song das ausverkaufte Docks zum Mitsingen animieren kann. Bekannt wurde die Michaelson nicht zuletzt durch den Einsatz ihrer Stücke in Greys Anatomy. Berühmt machen sollen sie Songs, wie “Incredible Love”, der einer Leslie Feist gefallen könnte. Ebenso wie das hüpfende “Once was Love” oder “The Chain” mit seinem niederschlagenden Intro. Die Sehgläser mit dem (Zitat) “Bibliothekarinnen-Charme” hat sie sich nehmen lassen. Den scharfen, unverfälschten Blick auf ein paar Realitäten dagegen ganz bestimmt nicht. (kel)

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