Stille See[le]n sind tief: Midlake
Wer heute Kompositionen der Texaner Midlake zu Ohren bekommt, wird nicht notwendigerweise glauben, dass diese leisen Herren mal mit Jazzfunk-Improvisationen begonnen haben. Diverse Umbesetzungen, eine gewisse Affinität zum Schaffen Thom Yorkes und wohl so einiges an innerer Einkehr mussten während der vergangenen 10 Jahre für die Erfolgsgeschichte herhalten. Und vielleicht ist es ja dann doch gar kein Zufall, dass ihr, in diesen Tagen veröffentlichtes, neues Album den interpretationsfähigen Titel “The Courage of Others” trägt. Zweitstimmen tragen in Zeitlupe ihre Lieder an das andere Ufer. Fleetwood Mac, sehr unaufgeregte Jethro Tull und kluge Barden senden Befindlichkeitsgrüße. Im nüchternen Zustand mag niemand glauben, dass die elf oft scheinbar auswegslos mäandernden Stücke kaum mal die 4-Minuten-Marke überschreiten. Traditionelle Träume in ausstaffierter Halbakustik: Am 4. Februar auch live im Knust (Support: Sarah Jaffe)! (kel)

