Album der Woche: Hole
Es gibt so Platten, auf die freut man sich einfach mehr, als auf andere. Weil sie oder die Interpreten einem etwas mehr bedeuten. Weil man weiß, dass sie etwas ganz Besonderes sind. Hole sind so eine Band, „Nobody’s Daughter“ so eine Platte. Denn ja, ich bin Fan. Von Courtney Love. Und dass, obwohl diese Frau schon dermaßen viel Mist verzapft und von sich vergeben hat. Gleichzeitig aber hat sie eben schon so viel Großes erschaffen. Bis heute unvergleichlich gut ist „Live Through This“, der dazu gehörige Gig im Docks 1995 noch immer eines der persönlichen Top-Ten-Konzerte. Auch „Celebrity Skin“ war super, ihr Auftritt in „Larry Flynt – Die nackte Wahrheit“ atemberaubend. Und nun ist Frau Love wieder mit Hole unterwegs. Okay, mit völlig anderen Musikanten, die neue Scheibe ist trotzdem großartig geworden. Und sie erscheint exakt heute.
Kaum ertönen die ersten Klänge des Openers und Titeltracks, fühlt man sich in die Zeit von damals versetzt. In die wilden 90er Jahre, in die eigene Jugend, in den Grunge. Denn so klingen diese elf Lieder, von denen eines besser als das andere ist. Wunderschön ist „Someone Else’s Bed“, arschtretend „Skinny Little Bitch“, schlicht großartig „Loser Dust“. Sie alle machen dieses Album zu einem Highlight. Und sie alle machen Lust auf Hole auf der Bühne und auf Courtney in Action. Wie sie ein Bein auf die Monitorbox stellt, wie sie arrogant und charmant ins Publikum schaut, wie sie uns auf eine Reise nimmt. Am 11. Mai spielen Hole im Docks. Das wird der Wahnsinn. (mf)
PS: einen Album-Trailer gibt es hier, einen Player an dieser Stelle.

