Album der Woche: Stars
Wenn Amy Millan und Torquil Campbell, die Köpfe der kanadischen Band Stars, Geister wären, dann wäre Amy ein Gespenst im glitzerndem Gewand und statt Kette und Kugel hätte sie ein Mikrofon und ihre Gitarre dabei. Sie würde von unfassbaren toten Herzen (“Dead Hearts”), diffusen Lichtverhältnissen und der Bürde der Veränderungen (“Changes”) singen, um dann sogleich durch das neblige Spukschloss zu tanzen (“Fixed“).
Spooky mood kommt bei diesem fünften Album sonst nicht auf, auch wenn Torquil Campbell in seiner Geisterrolle uns zuflüstert: “It won’t let me go” (“He Dreams He’s Awake”). Ein schnelles Ende findet der Gang durch das Spukschloss Stars leider doch. Aber nicht weniger aufregend, wie in „Winter Bones“, in dem die beiden Stimmen abschließend fragen: “Can I come to your house?”. Aber ja, gib’ mir Fünf: Ihr dürft, Ihr sollt, Ihr müsst! “The Five Ghosts”, das fünfte (!) Album der gut vernetzten Musiker (Broken Social Scene) kann sich bereits heute ohne jede Scheu einreihen in die geistreichen und großen Alben 2010. (tk)

