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Alles hat kein Ende: Rasmus Kellerman

„This is not the end of Tigerlou, it’s the fucking beginning!“, sprach Sänger Rasmus Kellerman letzten Sommer auf dem Apple Tree Garden Festival während des bis dato letzten Auftrittes seiner Band. Wir freuten uns und fragten uns gleichzeitig, was das zu bedeuten habe. Gerade hatte man verdaut, dass Tigerlou ihre Auflösung bekannt gegeben hatten und dann wurde mit so einem wunderbaren, vermeintlich letzten Konzert und diesen Worten Abschied genommen. Fast ein Jahr später deutet sich an: Vielleicht war es das Ende Tigerlous, aber dafür hat Kellerman seine Kreativität in ein Soloalbum gesteckt.

„The 24th“ -benannt nach seinem Geburtsdatum- ist vielleicht die logische Folgerung von Tigerlou. Ein persönliches Album, das sich um das Leben des Songwriters dreht –um nicht mehr, aber auch nicht weniger. Im Titeltrack besingt er seine Kindheit („Falling asleep to the sound of bees, unterneath the crooked apple trees [...] and how beautiful life could be“), in „The greatness and me“ seine sportliche Vergangenheit („When I was young, I used to run faster than anyone [...] now when I wake in the morning I stumble“) und in „Five years from now“ fragt er sich, was in eben diesen fünf Jahren sein wird.

„The 24th“ ist aber auch ein durch und durch aufrichtiges Album, das in seinen ruhigen Arrangements immer positiv bleibt und getragen von der einmaligen Stimme Kellermans ein Lächeln in das Gesicht jedes Hörers zaubert. Gut, dass sein Konzert in Hamburg nur verschoben und nicht abgesagt wurde: Nachgeholt wird es am 3. November 2010 in der Prinzenbar. Sollte es wirklich das Ende von Tigerlou gewesen sein, so ist es zum Glück auch der Beginn des Rasmus Kellerman. (eh)

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