Aus Ufern
Musik ist Kunst und Kunst trifft nicht immer jeden Geschmack. Eine Ausnahme mag Norman Palm sein.
Als Kunsthochschulprojekt entwarf er ein 200 Seiten schweres, liebevoll gestaltetes Buch und produzierte dazu sein erstes Album, schlicht betitelt als „Songs“. Dem Nachfolger „Shore to shore“, der Anfang Juli veröffentlicht wurde, mangelt es zwar an ein paar Booklet-Seiten um mit dem Erstling mithalten zu können, dafür finden sich aber zehn wunderbare Popsongs, über die sich trotz verschiedener Geschmäcker kaum streiten lässt. Vielleicht klingt er ein wenig wie ein deutscher Kevin Devine, vielleicht macht seine Musik aber gerade aus, dass er eben nicht deutsch klingt. Aber darüber will man auch nicht streiten, sondern einfach am 11. September ins Uebel & Gefährlich gehen. (eh)

