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Tausendsassa: Ben Drew

Benjamin Drew ist 26 Jahre jung und lebt in London. Besser bekannt ist er unter dem Namen Plan B und damit kommen wir auch schon zum Kern der Sache. Auf dem Foto mag er im ersten Moment wie ein harmloser Junge aus einem Arbeitervorort wirken, den man in einen Anzug gesteckt zu Schwiegermamas Liebling stylen wollte. Aber in Wirklichkeit steckt hinter Plan B eine ganze Menge mehr. So viel mehr, dass andere dafür drei Leben bräuchten.

Zu Beginn seiner Karriere bewies er mit seiner Hip-Hop-Musik im Stile von Mike Skinner (The Streets) und Eminem seine Street Credibility. Als motzender Kleinstadt-Rüpel erarbeitete sich Ben Drew in seiner Heimat eine beachtliche Fangemeinde und bekam 2006 für sein Album “Who Needs Action When You Got Words” viel Anerkennung. In den darauf folgenden Jahren feierte er zudem als Schauspieler und Regisseur Erfolge, ehe er nun zum Swing-Boy mutiert, der an den Sound der alten Zeiten oder zum Beispiel den heute ebenfalls erfolgreichen Australier Daniel Merriweather erinnert. Mit “The Defamation Of Strickland Banks” (erscheint am 30.07.2010, Warner Music) hat Plan B eine bombastische Mowtown-Soul-Platte aus dem Hut gezaubert und bewiesen, dass komplette Stilwechsel nicht zwingend in die Hose gehen müssen und es nicht immer nur entweder-oder gibt. Im Gegenteil, mit dem Konzeptalbum über Liebe und Leid, in dem er teils harten Tobak in bittersüße Melodien verpackt und mit falsettartiger Stimme vorträgt, erzählt er die Geschichte seines Alter-Ego Strickland Banks so überzeugend, dass er auf der Insel damit glatt durch die Decke ging und zum Mega-Star mutierte. Seine aktuelle R’n'B-Single “She Said” begegnet uns auch hierzulande immer öfter in Radio und TV und klingt schon heute nach einem modernen Klassiker.

Dass der junge Herr auch live eine absolute Granate ist, davon konnten wir uns neulich in seiner Heimat überzeugen. Dort bot er fantastische Unterhaltung mit stimmgewaltigen Backround-Ladies und einer Band aus jungen Bengeln, die so kaltschnäuzig daherkamen, als hätten sie die Coolness und den Soul mit den Frühstücksflocken vernascht. Der Sound ging direkt in die Hüfte und bot einen kurzweiligen Konzertabend, der noch lange in Erinnerung bleiben wird. Plan B sprüht vor Energie und er hat sicher noch einige Überraschungen auf Lager. Also macht Euch auf was gefasst und verpasst vor allem nicht seinen ersten Hamburg-Auftritt am 19. November im Uebel & Gefährlich!! It is time for Plan B! Tickets bekommt ihr hier. (cR)

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