Haben Sie schon einmal Xavier Naidoo, Herbert Grönemeyer und ein ganz klein wenig Fury in the Slaughterhose versucht in eine gemeinsame Form zu pressen? Klingt widerlich? Verloren? “Wie soll ein Mensch das ertragen, dich alle Tage zu sehen?” ist dann auch noch erstes Schlagziel auf dem zweiten Philipp Poisel-Album “Bis nach Toulouse” (VÖ: 27. August). Am Ende des schwer gelittenen Liedgemachten schnauft und seufzt es gar leise ins noch offene Mikrofon. Fragen über Fragen fortan. Die Nase voll Moll, Tasten auf Entschleunigungsmodus und sechs Saiten spazieren vorneweg. Doch plötzlich, so ab Minute Zehn, macht diese zarte Poesie richtig Freude. Zwischen manischem Frohsinn, einfach dabei zu sein und quälender Angst vor der Einsamkeit nach dem Tod. Empathiestränge von hier über Meppen bis ins tiefste Frankreich. Am 13. Februar 2011 lebendig im Docks. (kel)

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1 Kommentar

  1. Am 13. Februar? Wie lange ist das denn bitte noch hin! Aber gut, ich will mich nicht beschweren, sondern mich einfach freuen, dass er überhaupt den Weg nach Hamburg findet.

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