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Album der Woche: Eels

Die Eels sind glücklich! Nach den schweren Jahren und privaten Tragödien, die Sänger/Songschreiber E durchlebte und durchlitt, musikalisch auf schmerzhaft-wunderbare Weise verarbeitet in den frühen Eels-Alben, blickt er nun auf “Tomorrow Morning” optimistisch in die Zukunft. Ein neuer Morgen bricht also an und was wäre sinnvoller, als das Beste aus ihm zu machen?!

E gelingt, was nicht jeder schafft: Nicht nur Leid als Kreativimpuls für gute Songs zu nutzen, sondern auch Lebensfreude. Und so ist “Tomorrow Morning” ein großes Aufatmen, eine Feier des Lebens, des wiedergefundenen Selbst, ohne je in Belanglosigkeit oder Langeweile abzuschweifen. Sogar Streicher und Chor werden bemüht, die jedoch– ganz eelstypisch – nicht einer dissonanten Doppelbödigkeit und Ironie sich selbst gegenüber entbehren.

Das Album beschließt die spannende, sehr abwechslungsreiche Trilogie, die mit der Garage Rock-artigen “Hombre Lobo” begann und vom düsteren, fast karg instrumentieren “End times” fortgeführt wurde. Am Anfang stehen Hoffnung, Vorfreude, Verlangen – das Gefühl des Verlustes, der inneren Zerstörung und der Endzeit dominieren, nein, nicht im Finale, sondern in der Mitte. Wiederauferstehung und Lebensfreude schließlich lassen den Blick auf einen neuen Morgen richten. E singt sodann im vielleicht schönsten aktuellen Stück: “This is where it gets good”. Finden wir auch! (sel)

Eels live am 7. September, Große Freiheit 36

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