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3 Fragen an: Frau Doktor

Das traurige Ereignis rückt näher. Frau Doktor hören auf. Wir haben schon hier getrauert. Zur heutigen Veröffentlichung von „Grenzen der Gemütlichkeit“ fragten wir bei Sänger Üni mal nach.

Und überlassen ihm die ersten Worte: „Hey ihr da draußen in den unglaublichen Weiten des Webs! Wir freuen uns auf diese letzte Tour!“ – am 19. Oktober spielt die Band im Hafenklang. „Bleibt sauber, wir sehen uns. Kauft euch noch die neue CD, die ist echt super, die „Grenzen der Gemütlichkeit“ sind erreicht“. Auf dieser gibt es 19 Lieder, darunter reichlich Bekanntes, aber auch einen Batzen Neues und Unveröffentlichtes (unter anderem „Big Jim“, das satte 13 Jahre gebraucht hat, um das Licht der Welt zu erblicken …). Und ja, die Jungs haben schon feine Sachen gemacht. Ska, Punk, Reggae, Pop. Tolle Lieder und noch tollere Texte. Zwingend hören. Ehrlich mal.

Was wolltet ihr als Frau Doktor immer machen, habt es aber nie geschafft und was habt ihr gemacht, hättet es aber lieben bleiben lassen sollen?

Hm, lass mal sehen. Tatsächlich fällt mir da nicht viel ein. Wir hätten bestimmt mal gern eine Platte aufgenommen und soviel Zeit dafür gehabt, wie wir tatsächlich gebraucht hätten. Zwei Monate in einem schönen Studio, mit Hotel auf einer netten schwedischen Insel im Sommer. Tagsüber aufnehmen und abends grillen und spazieren gehen – das haben wir nie geschafft! Was hatten wir bleiben lassen sollen? Einige Konzerte hat es da bestimmt gegeben, die wir nicht hätten spielen müssen, aber so schlimm war jetzt keins, das ich mich direkt daran erinnern kann.

Was werdet ihr nach der Trennung besonders vermissen und was überhaupt nicht?

Wir werden uns gegenseitig vermissen, wir werden die Reisen vermissen, einige werden das Musikmachen vermissen, wir werden die Leute vermissen, die wir seit Jahren treffen, den Erfolg … Nicht vermissen werde ich das Generve mit der Zeit, Termine, Streit mit Manni. Oder werde ich das auch vermissen? Hm, ich melde mich dann nochmal, kann ich jetzt noch nicht sagen.

Zehn Mann auf der Bühne des Hamburger Hafenklangs – wie soll das gehen? Was habt ihr euch überhaupt für die Abschiedstour ausgedacht?

Wir passen auf jede Bühne. In Madrid haben wir mal auf einer Bühne gespielt, die so klein war, dass wir hintereinander gestanden haben. In Toulon war kein Platz für das Schlagzeug, da musste es über einen Notausgang auf ein Brett gebaut werden. Wir arbeiten gerade an einem Straßenmusikset, das wir dann vor den Clubs schonmal vortragen, eventuell auch drinnen vor der Bühne. Das geht ein wenig in Richtung Polka Soul Ska, klingt sehr lustig und macht sau Spaß!

Interview: Mathias Frank


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