Wenn einem gar nichts weiter einfällt, kommen gerne Summen und einzelne Teile zum Zuge. Das klingt dann beabsichtigt nach wenig klarer  Kante (haha!) und erzeugt Bilder, die aus mindestens sehr vielen Effekten bestehen. Kann meinen: Musik als sehr holprige Geisterbahnfahrt im schlechtesten Fall. Die Freelance Whales kommen dagegen auf “Weathervanes” mit allerlei Sammelsurium daher und rücken trotzdem jedes Ding an einen wirklich guten Platz.

Man könnte das New Yorker Quintett auf weiten Strecken des Albums irgendwo in Kanada verorten. Den etwas glasig wirkenden Opener “Generation 1st Floor” mal ausgenommen. Was folgt, sind zwölf weitere kleine Episoden unter der komplexen Idee, dass irgendwo auf dieser Welt sich gerade ein kleiner Racker in das nächstbeste Geistermädchen verliebt. Das geschieht dann zu elektronischem Indiepoppen an zig wundervollen Instrumenten, von Menschen die schier nicht aufhören wollen an allerlei Glocken zu bimmeln. Und wenn in einem Schwarm voller fragiler Melodien das vielstimmige “Ghosting” doch mal kurz Licht anknipst, hat vielleicht schon ein angstfreier, dickbäuchiger Ghostbuster ganz unauffällig die Death Cab for Cutie-Sachen im Regal entstaubt. Alle anderen hören diese hübsche Geschichte bitte bis zum sich ganz von selbst erhellenden Ende. Hamburg-Termin folgt. (kel)

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