“Wenn wir Glück haben, sind sie die ersten einer neuen Art.” schreibt Tino Hanekamp. Das gibt durchaus Anlass zur Hoffnung. Noch sind wir aber im Pre-Hype-Stadium. 206 (19. März, Uebel&Gefährlich) schälen sich seit zwei Jahren erst ganz langsam aus dem PunkRock-Dunkel. Notiz genommen wurde vielleicht mal per Support hier bei Turbostaat, dann als Einlaufmusik vor The (International) Noise Conspiracy.

Wenn man alten DDR-Sportreportern glauben schenken darf, nennt man die drei jungen Leute ob ihrer Herkunft wohl “Hallenser”. 206 texten deutsch, spielen auch im dunkel getünchten Bluesrock dreckige Rollen, sammeln zerkratzte Polaroids und lassen ihren Bass gerne als Presslufthammer auf 33 Umdrehungen laufen. “Republik der Heiserkeit” beginnt wortwörtlich zudem oft an dem Punkt, der Sebastian Madsen zur sofortigen Pause nötigen würde. Inhaltlich als auch in dieser ständig pulsierenden, zusehend extrovertierten Attitüde. „Für wie lange hält die Batterie der Dummheit meine Wut zurück? Ich glaub’ ich bin borniert. Ich hab noch nichts kapiert“. Kann man sportlich sehen, diese neue, alte Art: Geh’ aus dem Weg ist das Ziel! (kel)

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