2. Juni - CN präsentiert: Lunatic Festival - Lüneburg
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Per Abschalter durch die Galaxis

Als vor wenigen Jahren ein paar kuschelige Quadratmeter Hamburger Clubfläche ihre Türen für immer verriegeln, vergeht die letzte Nacht nicht eben leise. Kein Wunder, wenn zufällig eh’ gerade das Jahr wechselt und der Laden seinerzeit zu Hamburgs edelstem Schrott gehört. Ebenso kein Wunder, dass heute mehr Menschen in Erzählungen dabei gewesen sein wollen, als jemals dort am Kiez-Ufer hineingepasst hätten. Für alle Beteiligten und Unbeteiligten erscheint nun am 14. März die maximal halbe Wahrheit  auf fast 300 Seiten in “So was von da”. Tino Hanekamp, so würde man im Aktuellen Sportstudio wohl sagen, “fasst die Ereignisse zusammen”. Und wir? Widmen der vollkommen irren Sache gleich dieses ganze Wochenende.

Eigentlich könnte alles so gewöhnlich sein. Die Reeperbahn brennt für zwölf Stunden, vieles glitzert und selbst der festgewachsenste Dreck bleibt für diese eine Nacht nicht ruhelos auf dem eiskalten Asphalt liegen. Es ist Jahreswechsel, einigen Unentwegten auch als Silvester bekannt. Dinge wenden oder winden sich also bis viel zu weit über die Schmerzgrenze hinaus. Mancher der Protagonisten in dieser rauschenden Geschichte wird einigen Hamburger Szenepolizisten bekannt vorkommen. Andere Charaktere entstammen dem Schmutz der Fantasie, ein weiterer wiederum genießt guten Rechtsschutz. Episodenhaft taumeln alle in kürzester Zeit auf ein großes Finale zu, das mit Feuerwerk so wenig gemeinsam hat, wie Hauptdarsteller Oskar Wrobel mit einem halbwegs heilen Leben. Kann das gut enden oder kann das überhaupt enden? (kel)

Lesungen: 14. März – Cohen & Dobernigg (ausverkauft) | 31. Mai – Hafenklang

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