Ticket-Hotline: 040-343044 (Theaterkasse Schumacher)

SUCHE  

3 Fragen an: Teitur

Dass unser Lieblings-Faröer Teitur am 29. März wieder in Hamburg ist, genauer gesagt im Uebel & Gefährlich, hatten wir bereits angekündigt. Dass seine neue CD „Let the dog drive home“ absolut hörenswert ist, haben wir nebenbei auch erwähnt. Zeit also, Teitur zu fragen, was uns beim Konzert erwarten wird. Außer er bekommt vorher noch genug Geld, um sein Reiseziel spontan zu ändern, denn der deutsche Lieblingssatz des fleißigen Schülers unserer Landessprache lautet „ Eine Million Euro? Wirklich? Wow… Das is wirklich nett! Vielen dank! Konnen wir jetzt auf die Bahamas gehen?“

Dein Album heißt „Let the dog drive home“. Du bist auf den Faröer Inseln aufgewachsen, hast in Kopenhagen, New York und London gewohnt und tourst einen Großteil deiner Zeit durch die ganze Welt. Was bedeutet „zuhause“ für dich?

„Zuhause“ ändert sich für mich immer wieder, auch wenn es auf irgendeine Art immer das Gleiche bleibt. „Zuhause“ ist keine Adresse. Es ist, wo deine Freunde und Familie sind und es ist auch etwas, was man sich selbst aussucht. Momentan habe ich ein Haus auf den Faröer Inseln, wo ich runterkomme und schreibe und dann miete ich aber auch ein Zimmer in Kopenhagen, wo ich viel bin, wenn ich reise, also auf Tour bin usw.

Deine ersten Konzerte hast du noch nahezu allein gespielt, später hattest du viele verschiedene Musiker dabei und zum Beispiel die kleine Bühne der Prinzenbar war nahezu überfüllt. Für dein Live-Album hast du dann sogar zusammen mit dem Danish National Chamber Orchestra gespielt. Was erwartet uns bei deiner kommenden Europatour (jetzt auch auf größeren Bühnen, wie dem Uebel & Gefährlich)?

Im Moment habe ich eine Rockband, ein Quartett. Wir spielen viel Gitarre und haben auch einen Bass-Synthesizer. Es ist alles sehr minimal und cool. Es ist gut, wenn man seine Instrumentation ändern kann. Ich denke übrigens viel darüber nach, wenn ich Musik schreibe. Dass man nicht nur auf ein bestimmtes Instrument oder ein Orchester angewiesen sein sollte. Wenn ich einen Song fertig habe mag ich den Gedanken, dass man fähig sein sollte, ihn ganz einfach, ohne viele Instrumente, spielen zu können. Ein Song ist nur ein Song. Und meine Shows sind immer Teitur-Shows, egal wie die Instrumentierung ist. Aufnahmen sind dagegen anders. Eine Aufnahme oder ein Album zu machen ist nicht das Gleiche, wie seine Songs in Rockclubs in ganz Europa oder in einem Opernhaus zu spielen.

Dein neues Album erinnert wieder mehr an „Poetry and Aeroplanes“, während „The Singer“ im Vergleich weniger eingängig und kantiger war. War es deine bewusste Entscheidung, den Weg wieder zurück zu gehen oder haben die einzelnen Songs sich einfach beim Schreiben und Aufnehmen in diese Richtung entwickelt?

Ich wollte einfach ein Album machen, dass sich gesund, großherzig und nicht angestrengt anfühlt. Ich denke immer über die Musik nach, die ich gerade jetzt machen will. Es fühlt sich an, als ob ich besser und besser im Musikmachen werde und das ist es, worum es mir geht. Ich mache die Musik auch für meine Fans und ich glaube, dass sie mit mir vorwärts gehen können. Es gibt nur einen Weg und der geht vorwärts. Ich bin ein Künstler. Ich mag es, Songs zu schaffen und sie zu präsentieren. (eh)


Einen Kommentar schreiben