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Abstieg?

Glacier (of Maine) wagten sich hoch hinaus. Das war immerhin schon 2006. Schönheit und Zerstörung auf dem Weg zum Gipfel. Analog-synthetische Gebirge, schwerelos und anziehend zugleich. Ein ambivalentes Erlebnis. Jetzt der Weg zurück. An der Bodenstation angekommen sind sie plötzlich zu fünft statt zu dritt. Und ohne Label kommt “Above and Beside me” (im Selbstvertrieb) obendrein.

Zwar steht auch ein Konzerttermin der Hamburger Seitenkicker um Tocotronic-Spätstarter Richard Arthur McPhail ( so viel Zeit muss sein) derzeit leider noch aus. Doch das deutlich düstere Zweitwerk soll hier einfach Erwähnung finden. Verstärkt um die Pianistin Catharina Ruess (seinerzeit bereits im Live-Aufgebot dabei) und den Multiplayer Sven Janetzko wendet sich der Blick zurück nach innen.

Wo “A Sunny Place for Shady People” noch alle verfügbaren Arme ausstreckte, gen Himmel wollte, in blendendes ewiges Eis kletterte, gewinnt jetzt die Bodenhaftung an Bedeutung. Wolkiger und schattiger ist es geworden, dynamischer und wo sind überhaupt all die weiten Flächen hin? Dass dabei auch die, zuletzt ganz großen, Melodien auf der Strecke bleiben, der fahl bis monoton wirkende Gesang auch hier niemals jedermanns Sache sein will, ist notiert. Wer mit dem blaugrauen Psychedelic-Blues Fahrt aufnehmen will, sollte das im Übrigen ruhig in mehreren Hördurchgängen tun. (kel)

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