Es beginnt einer dieser Tage ohne Fixpunkte. Himmel grau, Windstärke konstant im gerade so fühlbaren Bereich und irgendwie passiert: Nichts. Alessi’s Ark schlendert durch dieses Vakuum von Zeit und Raum. Und hinterlässt auf “Time Travel” verblassende Erinnerungen aus einem bisher sehr jungen Leben.

 

Ein Leben auf Eis? Zu nahe läge diese Assoziation bei der Betrachtung des Abumcovers. Doch natürlich funktionieren die zwölf Songs auch als leichtgängiges Kampfmittel gegen akuten Liebesentzug. Mädchenallüren zwischen Akkorden auf der FolkPop-Klampfe, Hoffnung auf den nächsten Ex-Märchenprinzen. Und das in einem Seebad während der Nebensaison. “Time Travel” wurde in Brighton aufgenommen. Neulich nannte es wer das “Rostock Großbritanniens”. Aber auch an einem Ort in Wales, der sich als ewiges Telefon-Funkloch erwies.

“Männer, die Sms schreiben, lügen!” – Frauen, die Lieder schreiben, betrügen!” stand neulich auf einer Bahnhofstoilette irgendwo. Vergessen wo. Sich nach solchen Allgemeinplätzen einfach mal selbstvergessen ins Gras legen und die Kreideküste hinter sich abbröckeln lassen? Alessi Laurent-Marke feiert den Aufbruch zum Erwachsensein eben genau so. (kel)

 

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