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3 Fragen an: Lassard

Lange nix gehört von den Jungs. Den guten Jungs von Lassard. Doch oh, sie spielen. Schon am Samstag. Mit den wunderbaren Piebald. Indie. Punkrock. Boston. Ein sackstarkes Doppel. Keine Frage. Aber war da nicht noch was? Last Days Of April? Genau. Da muss nachgefragt werden. Bei Olli. Von Lassard. Auf dem Bild der junge Mann ganz links. Mit Mütze.

„Dancing In Fountains“ hat schon wieder zwei Jahre auf dem Buckel, seit der EP scheint auch auf eurer Homepage nicht viel zu passieren – keine Ideen mehr? Keine Lust mehr? Habt ihr Besseres zu tun?

In der Tat ist die EP schon ein wenig älter, aber wir haben direkt nach „DiF“ einen neuen Bassisten und Schlagzeuger gesucht und gefunden und das hat alles ein wenig gedauert. Allerdings sind wir gerade in den Planungen für eine neue EP und werden da zeitnah auch wieder in guter alter DIY Manier was aufnehmen und basteln. Und außerdem sind Websites doch 1980 und MySpace 2000. Heute machen doch alle nur noch Facebook. Wir auch. Da gibt es sogar einen neuen Song in Proberaumqualität.

Dann aber hieß es, Lassard spielen mit Last Days Of April. Nach der Verschiebung dann doch nicht, dafür nun mit Piebald. Auch geil. Aber wie kam es, was passierte, erzählt uns die harten Fakten bitte. Und wenn es eine langweilige Geschichte ist, denkt ihr euch bitte eine großartige aus. Ich weiß, dass es ihr es könnt. Denn was ist mit Gothic?

Wir haben einfach gedacht, wie lahm ist das denn bitte – Last Days of April in den letzten Tagen des April? So offenkundig wirbt nicht mal die US Army um neue Rekruten. Da haben wir als erfahrene Marketing-Hasen natürlich sofort die Segel gestrichen und gesagt „Yeah, we’re part of it“ und sind in den Piebald-Bandbus gestiegen, der nebenbei gesagt mit altem Frittenfett fährt. Die traurige Wahrheit ist, wir waren nicht mal cool genug und Piebald hatten Mitleid mit uns, den kleinen Drachen von Lassard.

Im Herbst gab es eine Show im Uebel & Gefährlich, jetzt ein halbes Jahr später eine im Headcrash – was passierte dazwischen? Wie schwer ist es in einer Stadt wie Hamburg, an gute Gigs zu kommen? Was könnte besser sein, was läuft super? Ihr dürft euch auskotzen und gleichzeitig einschleimen.

So lange ist das schon wieder her? Puh, aber gut in der Zeit hat der Bandkindergarten zwei neue Mitglieder bekommen, wir haben an den neuen Songs gearbeitet und dann war da ja dieser schlimme Winter… Ich hab mir doch wirklich einen Hexenschuss beim Schneeschieben geholt. Was die Gigs angeht liegt es sicherlich ein wenig an uns selbst, man muss sich schon kümmern und die richtigen Leute treffen. Piebald kam jetzt zu Stande, da das der ehemalige Sänger von Andthewinneris macht, den ich noch von früher kenne. Ansonsten gibt es halt sehr viel Unkraut wie Bandwettbewerbe und Pay-to-Play Krams, wo irgendwer drei vollkommen unpassend Bands zusammen sucht und die dann Tickets verkaufen müssen. Läden wie die Astra Stube sind z.B. die wirkliche Ausnahme. Und irgendwie ist auch in der Musik die Mittelschicht ein wenig weggebrochen. Es gibt halt die Jimmy Eat Worlds und Cos, aber so die mittelgroßen Bands werden irgendwie immer weniger und damit halt auch die Chance auf gute Support-Shows. LDOA z.B. die früher noch ein Molotow gefüllt haben, spielen jetzt im Grünspan vor 50 Leuten während alle großen Shows im Punk und Indie in Docks, Freiheit, etc. ausverkauft sind. Aber selbst Shows kann man in Hamburg eigentlich immer noch ganz gut machen, es finden sich immer Leute und Bands, die so etwas unterstützen. Man muss halt nur immer irgendwie die Zeit finden…

Interview: Mathias Frank

PS: Einlass ist 20 Uhr, los geht es um 20.30 Uhr.


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