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5 Fragen an: Superpunk

Heute erscheint „Oh, dieser Sound“, heute werden Superpunk (1. Juni, Uebel & Gefährlich) gefeiert, seit heute ist die Welt wirklich ein wenig besser. Und wir? Vergessen das fast! Also schnell im Veröffentlichungstags-Taumel an die Tapete geklopft und Carsten Friedrichs auf ein paar kurze Fragen festgenagelt. Wir haben zu danken. Für bisher sechzehn tolle Jahre, für heiße Dragster, echten Geschmack und ein Blümchen-Cover.

Wenn du heute den “Ehrlichen Mann” in der Version von Fettes Brot hörst, die sich ganz offensichtlich tief vor eurem Sound verneigen, was geht dir da durch den Kopf?
Zunächst ziehe ich den Hut vor unsere Band Superpunk, und denke, was für tolle Hechte wir doch sind. Dann denke ich: Eine so gute Band wie Fettes Brot würde es bestimmt auch schaffen, eine B-Seite von „Blue System“ gut klingen zu lassen.

„Oh, dieser Sound” erinnert mich in vielen Momenten an die “guten alten” SoulParty-Sampler auf dem Plattenspieler in der Pubertät. Nach welchen Ideen oder Kriterien konntet ihr euch eigentlich die Bands hier aussuchen?
Es wurden nur Bands  gefragt, die wir gut finden. Und erneut ziehe ich den imaginären Hut vor unserer Band und denke: Wir haben echt Geschmack! Toll, dass Du Dich an „SoulParty-Sampler“ erinnert fühlst. Eigentlich gibt es ja keine besseren Platten.

Coverversionen können durch bedingungslose Nähe zum Original glänzen oder durch dem Umstand, es nicht mehr wiedererkennen zu können. Was behagt dir persönlich eigentlich eher?
Ich mag beides. Man könnte es mit dem Autoschrauben vergleichen: man kann aus einer lahmen Ente einen heißen Dragster bauen. Manchmal genügt es aber auch schon, nur ein bisschen zu frisieren, um ein geniales Ergebnis zu erzielen.

Ihr habt ja seinerzeit selbst mal als Party-Cover-Band begonnen. Wird es irgendwann ein Superpunk-Album geben, auf dem die “12 Golden Greats” der Sechziger (oder das Beste von heute) zu erleben sind?
Wir haben ja angefangen eigene Stücke zu machen, weil wir zu unfähig waren, die ganzen genialen Oldies nachzuspielen. Heute würde uns die ein oder andere gute Version schon gelingen. Vielleicht bin ich für das Musikgeschäft auch einfach zu sensibel, aber ich könnte es auch einfach nicht vertragen wenn Paul McCartney weint, weil wir „“Yesterday“ verhunzt haben. Der Mann hat doch in den letzten Jahren genug durchgemacht.

Und mal ganz ehrlich: Wenn dir 1995 jemand erzählt hätte, dass euch irgendwann mal Jasmin “Blümchen” Wagner covern wird, dann…?
….hätte ich gedacht: “Warum nicht?“ Es war eine wilde Zeit Mitte der 90er. Alles schien möglich.

Interview: (kel)

 


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