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7 Fragen an: Maike Rosa Vogel

Vor ein paar Tagen haben wir uns den Kopf verdreht beim Hören von „Unvollkommen“, beim Tauchgang in die Welt der Maike Rosa Vogel (4. Juni | Molotow), angesichts von Sehnsüchten und im Fokus auf eine möglicherweise nicht bessere, aber doch andere Welt. Der Weg dorthin führt zunächst aber über Heidi Klum.

„Bei Germany’s next Topmodel würde Maike Rosa Vogel wohl kaum die Vorrunde überstehen.“ schreibt die Zeit.Wahrheit oder Kompliment?
Natürlich ein Kompliment. Ein ganz großes sogar.

Als Kind von politisch aktiven Eltern, wurdest du auch auf Anti-Atom-Demos „mitgeschleppt“ und hast womöglich heute die Nase voll davon?
Ich wurde doch nicht mitgeschleppt. Ich war vermutlich auf mehr Demos als meine beiden Eltern zusammen. Die waren doch wie Riesenpartys. Wer hat denn da immer noch so freudlose Vorstellungen vom Dagegensein. Das ist DER HIT. Besser geht’s nicht.

Siehst du in der Demonstrationskultur der letzten 20 Jahre einen kreativen Wandel oder ist das alles im großen Ganzen geblieben wie es war?
Ich sehe mich da jetzt nicht so als Sachverständige. Demos sind doch wie Geburtstagsfeiern. Das hängt vom Tag, vom Wetter, vom Gastgeber, dem Budget, den Gästen und noch so vielen Dingen ab, was weiß denn ich. Kreativ ist immer gut. Das kann ich sagen.

Sind deine Stücke mit der Fertigstellung für dich persönlich komplett abgeschlossen oder verspürst du mit der Zeit noch den Drang nach inhaltlichen Veränderungen?
Ich bin keine Perfektionistin. Ändern kann man immer. Tu ich auch, dann eben live. Perfekter werden sie dadurch aber nicht und auch nicht mehr abgeschlossen.

Die „Wahrheit“ ist ein ganz zentrales Thema in deinen Liedern. Frank Spilker sprengte sie einst in „Wahr ist, was wahr ist“. Für mein Gefühl gehst du anders mit Gewissheiten um.
„Wahr ist was wahr“ ist trifft aber den Nagel eigentlich ganz gut auf den Kopf. Man weiß ja meistens auch ganz genau, was gerade wahr ist. Man muss es nur wissen wollen.

Im Booklet von „Unvollkommen“ dankst du anderen Müttern für’s „gleichzeitig Kinder bekommen“. Hattet ihr euch etwa abgesprochen?
Hä? Das geht doch gar nicht.

Schreibst du seit du Mutter bist, etwas versöhnlichere Texte?
Es gibt ja im Leben nichts besseres, als die Dinge zu tun, die man tun will und die Sachen zu sagen, die man sagen will. Das ändert sich nicht, wenn man Kinder bekommt. Das wäre auch schlimm, wenn sich das ändern würde.

Interview: (kel)

 


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