Sie entwickeln sich zu den Gebrüdern Klitschko der deutschen DJ-Sphäre: Paul Kalkbrenner und der Herr Bruder Fritz. Und um mal unseren Running-Gag der vergangenen Monate aufzunehmen: Auch “Icke Wieder” dürfte nicht in der Lage sein, der Alsterdorfer Sporthalle am 15. Oktober endgültig den Garaus zu machen. Aber durfte (oder wollte) man das überhaupt erwarten? Nö. Ja. Nö.

Das Album nach dem Film also, der schmale Grat zwischen Hype und Hyper. Kalkbrenner setzt die Nadel einmal mehr auf Nummer sicher, verzichtet zum Leidwesen vieler ungeduldiger Fans auf zu spektakuläre Ausschläge bis zur Hallendecke, verweigert sich jedem Spannungsaufbau und wer es böse meint, nimmt die lustigen Titel (“Kleines Bubu”, “Sagte der Bär”) als einziges Hochlicht in Beugehaft.

Eine einstündige Dehnübung ist “Icke Wieder”: Kopf, Beine, Po und zurück. Kein Punch und schon gar kein linker Aufwärtshaken. Eher schon eine Art technoider Knockout für all diejenigen, denen das komplette Produkt Kalkbrenner seit jeher nicht schnell genug in den Ikonen-Status gehoben werden konnte. Und die jetzt in Bruder Fritz die innovative Rettung herbeisehnen. Bis zum nächsten finalen Mauerfall. Auch ein Plan. (kel)

Share.

Leave A Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.