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3 Fragen an: Jakobus Siebels

Jakobus Siebels (JaKönigJa, Die Vögel) ist von Beginn an künstlerisch stark involviert in das MS Dockville Festival. Nicht zuletzt kreiert er jedes Jahr die eindrucksvollen und prägnanten Plakate des Festivals. Und war 2008 bspw. für den Bau des Westerndorfes verantwortlich.

Für dieses Jahr ist ja bereits eine Vielzahl von musikalischen Acts bestätigt worden und was einen bei einer Band oder einem DJ erwartet, kann man sich in gewisser Weise vorab relativ einfach vorstellen. Da ja aber „Kunst“ neben der Musik zum gleichen Teil das Festival ausmacht und charakterisiert („Festival für Kunst und Musik“) interessiert uns natürlich, was einer darüber denkt, der das alles „zwischen den Welten“ erlebt.

Hallo Jakobus, deine eigene Website wird übergeordnet als „Homepage des Kunstmalers und Cheap-Art Helden Jakobus Siebels“ beschrieben. Was bedeutet Cheap-Art für dich, was macht Cheap-Art aus bzw. wie würdest du den Begriff definieren?

Für mich ist die Frage ob etwas Cheap-Art ist, tatsächlich nur eine Geldfrage. Preiswerte Kunst. Mein Freund Karl Hilse findet das Wort nicht so toll. Er bezeichnet das, wofür der ArtStore steht als Art-Brut bzw. Folk Art. Tatsächlich ist Cheap-Art ein etwas unglücklicher Begriff, denn dass ein Kunstwerk nicht viel kostet, muss nicht bedeuten, dass es schlecht ist. Ich bin froh, im Artstore St.Pauli damals angefangen zu haben. Sonst hätte ich nie im Leben daran gedacht, überhaupt einmal eine Ausstellung zu haben.

Welche herausragenden Arbeiten gibt es denn aus deiner Sicht dieses Jahr von den Künstlerinnen und Künstlern vor Ort zu entdecken? Vielleicht kannst du sogar einige Empfehlungen aussprechen?

Ich bin in der Kunst-Planung für dieses dockville nicht weiter involviert. Lassen wir uns mal überraschen. Mein Highlight vom letzten Jahr war definitiv die Aus-dem-Parkplatz-ein-Stück-Rausnehmen-und-senkrecht-aufstellen-Aktion. Genial einfach. Für dieses Jahr kann ich nur von einem schönen Projekt berichten, an dem ich selbst ein wenig mitwerkeln werde: Die Ikonauten bauen einen Ektoplasma-Haufen mit Ektoplasma Ausstellung und Ektoplasma Verkauf. Das wird sehr süß.

Du bist nicht nur als Maler, sondern auch seit vielen Jahren als Musiker aktiv. Aber wie sieht es denn eigentlich um deine Band JaKönigJa aus? Dürfen wir nach dem letzten Album „Die Seilschaft der Verflixten“ (Buback Tonträger), welches vor über 3 Jahren erschien, vielleicht schon bald mit neuem Material rechnen, oder konzentrierst du dich derzeit einfach auf andere Projekte, sodass JaKönigJa momentan pausiert?

Wir haben uns mit JaKönigJa nie irgendwelchem Veröffentlichungsdruck unterworfen. Da wird schon wieder was kommen. Für uns sind 3 Jahre keine Zeit. Wir haben auch schon mal 6 Jahre auf uns warten lassen. Es wird auf jeden Fall noch eine sechste JKJ-Platte geben. Vielleicht instrumental? Vielleicht minimal? Schau’n mer mal. Egal.

Interview: Kai Winter


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