Ticket-Hotline: 040-343044 (Theaterkasse Schumacher)

SUCHE  

3 Fragen an: Stephan Thanscheidt (FKP Scorpio)

Hamburger Kultursommer? Richtig. Da war doch plötzlich was im vergangenen Jahr. Aber wie ging das noch gleich? Wer spielt dort warum und wieso denn nicht im Stadtpark. Ist doch auch freier Himmel darüber. Es gibt tausend gute Gründe (Beatsteaks, Jan Delay, Dropkick Murphys, Zaz) für einen Besuch der Bahrenfelder Trabrennbahn. Stephan Thanscheidt, Booker beim Veranstalter FKP Scorpio, fasst für uns einmal die wichtigsten zusammen.

Der Hamburger Kultursommer kommt jetzt ins “Jahr danach”. Gibt es prägnante Veränderungen zu 2010 oder bleibt ihr dem eingeführten Konzept größtenteils treu?

Der Hamburger Kultursommer wartet in diesem Jahr mit einem musikalisch noch breiter angelegten Programm und der doppelten Veranstaltungsanzahl auf. Zudem wird das Angebot an Speisen und Getränken deutlich erweitert, um den Gästen einen bestmöglichen Standard zu bieten, der deutlich über das für Open Air-Veranstaltungen normale Maß hinausgeht. Darüber hinaus wurde auch der Boden der Veranstaltungsfläche noch einmal komplett überarbeitet, damit uns auch eventuelles Regenwetter nicht die Konzerte verhageln kann.

Wie schwierig war es, den Hamburgern den relativ selten bespielten Standort Trabrennbahn als Freiluft-Attraktion neben dem etablierten Stadtpark zu verkaufen?

Unsere Hamburger Gäste für den Kultursommer auf der Trabrennbahn zu begeistern, war dank des starken Programms und der Unterstützung vieler Medienpartner relativ unproblematisch. Kapazitätsmäßig fangen die Konzerte des Kultursommers auch erst da an, wo der Stadtpark aufhört. Ziel des Standortes auf der Trabrennbahn war es stets in Hamburg ein innerstädtisches Konzertgelände mit guter Verkehrsanbindung, adäquater Infrastruktur und viel Platz zur Realisation größerer Projekte zu etablieren, was uns glücklicherweise aus dem Stand sehr gut gelungen ist.

Du selbst warst als Booker/Veranstalter beim VISIONS-Magazin einige Jahre federführend. Von der finanziellen Frage mal abgesehen, bedeutete der Wechsel zu FKP Scorpio für dich auch eine größere Bandbreite an Künstlern. Empfandest du das auch als eine Art Befreiung aus redaktionellen Notwendigkeiten und wie sind die Rahmenbedingungen, um bei euch nun als Künstler unter Vertrag zu kommen?

An meine Zeit bei VISIONS erinnere ich mich sehr gerne zurück und fühlte mich damals im Prinzip auch musikalisch im Booking nie sehr begrenzt. Natürlich ist es bei FKP Scorpio – gerade im Hinblick auf die diversen Sommer-Open Airs, die wir europaweit veranstalten und die Konzerte in und um Hamburg – nun deutlich mehr geworden und programmatisch wesentlich breiter aufgestellt. Ich glaube es gibt, bis auf Klassik, in meiner täglichen Arbeit keine Musikrichtung, die mittlerweile nicht in irgendeiner Form vertreten ist, was mir extrem viel Spaß macht.
Um von mir für eines unserer Festivals oder Konzerte gebucht zu werden, sollte die Band im besten Fall eine aktuelle Veröffentlichung haben, bundesweit in den Clubs gut funktionieren, von den diversen Medien ausreichend gefeatured werden und vor allem ins jeweilige Konzept der Veranstaltung passen.

Interview: Michael Kellenbenz


Einen Kommentar schreiben