Ticket-Hotline: 040-343044 (Theaterkasse Schumacher)

SUCHE  

4 Fragen an & Tickets für Manual Kant

Dass man Bands eigentlich nicht nach der Entstehung ihres Namens fragt, ist eine schon lange abgedroschene Weisheit. Die IndiePsycheRockAdeliker Manual Kant (9. September im Rahmen des Dirty Dancing Club | Molotow) allerdings haben sehr wohl etwas zu dem Thema loszuwerden, das fast sprachlos macht. Wir verschenken vorher noch 2 x 2 Tickets für eine der kommenden Bands der Stunde (verlosung(at)concert-news.de | Betreff: Kantensprung“) und empfehlen dringend die Lektüre des folgenden Gespräches.

Ihr stammt aus Landshut. Erzählt kurz etwas über musikalische Sozialisationen in eurer Heimatstadt.
Außer AC-DC-Coverbands und Hip-Hop-crews, die sich sehr ernst nehmen, gibt’s da nicht allzu viel. Trotzdem fühlen wir uns musikalisch umfassend sozialisiert.

Nun habt ihr jüngst bei Mohlmann-Records unterschrieben und Euer erstes Album aufgenommen. Was erwartet uns?
Gitarre, Gitarre, Schlagzeug, Bass, Gesang, ein bisschen Klavier,  ein bisschen Synthie, ein bisschen Autotune, das Wort „Bindegewebe“ & 1 Applaus-Sample. Es wird fantastisch.

Auf dem weiten Weg zum Konzert in Hamburg hört ihr bestimmt u.a. diese
drei Platten:
Motörhead, Pantera, Slayer,… wir wollen pünktlich ankommen!

Und der Bandname entstand am Rande des Deutsch-LK? Seid ehrlich…!
Als wir in der Schule waren, war für ein Jahr ein Austauschschüler aus den USA bei uns zu Gast. Er hieß Johnny Brubaker. Es klingt seltsam, aber innerhalb eines Jahres entwickelte sich Johnny zu einem unserer besten Freunde. Er spielte sogar eine Zeit lang in unserer Band. Einmal in dieser Zeit haben wir in der Schule Immanuel Kant durchgenommen. Johnny Brubaker fand das natürlich wahnsinnig komisch. Er sprach Immanuel Kant immer wie „manual cunt“ aus, und musste dann jedesmal kichern, und wir auch. Das war so ein running gag.

Vor zwei Jahren hat Johnny uns aus den USA eine sehr wirre Mail geschickt. Es ging darin um die Bedeutungslosigkeit des Lebens, die ausweglose Situation der Menschheit und die Tatsache, dass nichts, aber auch gar nichts einen Sinn gebe. Wortwörtlich schrieb er: „There’s just nothing to it… Nothing! There is no reason, no goal… It just doesn’t make any sense… There is no fucking sense, no matter how hard we – or those philosopher cunts like Manuel – try to create one…!!!“ Wir hielten das für einen schlechten Scherz. 3 Tage später hat sich Johnny Brubaker mit dem Sturmgewehr seines Vaters erschossen. Wir hätten ihn vielleicht retten können. Um ihm zu gedenken, und um uns selbst jeden Tag unsere schreckliche Schuld vor Augen zu führen, haben wir unsere Band „Manual Kant“ genannt.

Interview: (kel)



Einen Kommentar schreiben