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6 Fragen an: Betontod

Am 13. Oktober spielen Betontod im Knust. Dass wir das Album klasse fanden, war hier ja bereits zu lesen. Blieben noch ein paar Fragen an Sänger Oliver Meister zu den zwanzig Jahren Geschichte, die die Rheinsberger Punkrocker hinter sich wissen.

Ihr schreibt nach 20 Jahren Bandgeschichte, euer Arbeitsprozess hin zum neuen Album “Antirockstars” sei professioneller geworden? Was war denn in diesem Fall anders als vorher?
Ich produziere und texte mittlerweile alles zu Hause in meinem HomeStudio. Das macht uns extrem effektiv und wir müssen im Proberaum nur noch an Feinheiten arbeiten.

Unvermeidlich natürlich im Zusammenhang mit der großen Zahl 20: Auf welche Zeit blickt ihr besonders gerne zurück? Was entgegnet ihr Freunden, die auf das noch viel unvermeidlichere “Auf die nächsten 20 Jahre” anstoßen wollen?
Im Endeffekt auf alle Jahre. Jede Zeit hatte für sich etwas. Manchmal war es sehr zäh, aber im Grund genommen hat es sich doch echt gelohnt. Wenn es noch einmal 20 Jahre so weiter geht, ist es doch genial. Wir haben uns vorgenommen, so lange weiter zu machen, wie wir das Gefühl haben, das uns die Fans hören wollen. Krampfhaft mit 50 in einem Jugendzentrum zu stehen, ist glaube ich nicht unser Ding.

Ihr habt auf eine Best-Of-Sammlung zugunsten neuen Materials verzichtet.
Warum sollten wir das tun? Die Songs werden ja nicht besser dadurch, dass wir sie noch einmal aufnehmen. Da kann man besser die Zeit in Neues investieren. Außerdem haben wir noch genug zu erzählen. Das ist auch wichtig, denke ich. Bei “Antirockstars” war es z. B. mal an der Zeit, etwas mehr von uns preiszugeben.

Punkrock, Attitüde und politische Unkorrektness mal hin oder her. Gab es persönliche Erlebnisse oder “gesellschaftliche Ereignisse” in den 20 Jahren, die euch mal kurzfristig über den Namen “Betontod” haben grübeln lassen?
Sehr oft. Aber mittlerweile haben wir unseren Frieden mit dem Namen gemacht und wir tragen ihn mit Stolz. Was soll es denn auch. Es ist mittlerweile mehr als ein Name für uns. Mehr ein Markenzeichen für das, was wir tun. Spätestens dadurch, dass sich Fans den Namen tätowieren lassen, haben wir eine Verantwortung diesen Namen in die Welt herauszutragen!

Wenn ihr zum Jubiläum einen Wunsch frei hättet? Nie wieder Tote Hosen-Vergleiche lesen?
Ach, das mit den Vergleichen wird doch eh immer weniger. So ist das halt in der Medienbranche. Man braucht immer Schubladen, in die man etwas stecken kann. Da nutzt es wenig, wenn man krampfhaft versucht da rauszukommen. Irgendwann passiert das von ganz alleine. Und dann steckt man junge Nachwuchsbands in die Betontod-Schublade.

Underberg und Claudia Schiffer stammen beide aus eurer Heimatstadt Rheinsberg. Wie hat der Ort euch vor 20 Jahren eigentlich musikalisch gesäugt?
Überhaupt nicht. Wir mussten uns alles hart erarbeiten und Proberäume gibt es erst seit ein paar Jahren. Das war alles nicht leicht. Aber von dort, wo wir heute stehen, können wir das alles mit einem lächelnden Auge betrachten!

Interview: (kel)

 


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