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3 (+1) Fragen an: The Good Morning Diary

Toll. Langes Wochenende und reichlich Musik am Start. Am 2. Oktober zum Beispiel spielt The Good Morning Diary mit The Travelling Band in der Prinzenbar. Dahinter steckt der Hamburger Songwriter Chris Buseck, dem wir einfach mal ein paar Fragen gestellt haben.

Du bist nicht nur als Musiker, sondern wahrscheinlich sogar in erster Linie als Produzent bekannt und hast als Songwriter Songs für Cinema Bizarre, Oomph! und viele weitere geschrieben. Was gab letzen Endes den Ausschlag, als The Good Morning Diary auch wieder selbst auf der Bühne stehen zu wollen.

Ich hatte für mich selbst lange Zeit nur im stillen Kämmerchen Musik gemacht neben den Auftragsarbeiten und Co-Writes für andere Künstler. Dabei entstanden schöne Songs, die mir sehr wichtig geworden sind und als ich 2008 am Hamburger Popkurs teilnahm, war es Zeit das mal auszuprobieren. Es hat dann noch eine Weile gedauert bis es zu The Good Morning Diary wurde, aber es war toll endlich wieder mit eigenen Songs auf der Bühne zu stehen. Das hatte ich echt vermisst.

Ich habe gelesen, dass der Name The Good Morning Diary u.a. daher kommt, weil du gerne morgens in vielleicht leicht melancholischer Stimmung Songs schreibst. Ich nehme an, du bist aber eher ein „Nachtschwärmer“ als ein „Frühaufsteher“, richtig? Schreibst du also eher Songs, wenn du morgens nach Hause kommst, oder tatsächlich morgens nach dem Aufstehen?

Es ist tatsächlich so, dass die meisten der TGMD Songs morgens nach dem Aufstehen entstanden sind. Ich hatte eine Zeit lang mein Studio direkt in meinem Zimmer und habe mir dann direkt die Gitarre geschnappt und losgelegt. Ich finde diese verpennte Stimmung wenn die Gedanken noch etwas unklar sind total inspirierend. Ein Frühaufsteher bin ich aber in der Tat nicht, ich habe mir jetzt nicht den Wecker auf 7:00 gestellt deswegen. Das wäre mal ein Versuch wert!

Du machst schon so lange Musik und deine damalige Band Re!nvented war ja auch nicht erfolglos. Ganz viele Bands schaffen die ersten Stufen ja nicht so wie ihr u.a. durch Gewinne von Talent-Search-Konzerten, Rock-Preisen bis hin zum eigenen Plattenvertrag. Aber wer sind eigentlich deine persönlichen Vorbilder? Man spricht ja in Zusammenhang von TGMD oft über die möglichen Einflüsse eines Damien Rice.

Das Wort Vorbilder würde ich durch Einflüsse ersetzen wollen. Ich würde sagen als junger Teenie hat man Vorbilder, das waren bei mir lange Guns n Roses und Pearl Jam & Co. Damien Rice finde ich natürlich super, aber es gibt ganz viele andere, die so wahnsinnig schöne Musik machen. Ich denke da z.B. an AA Bondy, Ryan Adams, Bright Eyes, Bon Iver oder Teitur. Die Liste ist lang. Meine persönlichen Neuentdeckungslieblinge sind aber Other Lives und The Civil Wars.

Wie wird es mit TGMD weitergehen? Planst du eine Tournee, ein Album oder wirst du dich hauptsächlich wieder dem Songwriting für andere Künstler widmen?

Es wird auf jeden Fall ein Album geben! Das ist ganz klar für 2012 geplant. Dieses Jahr werde ich noch ein paar Konzerte spielen. Die erste eigene Tour soll im frühen 2012 stattfinden. Für andere Künstler werde ich auch weiterhin schreiben, das macht mir auch viel Spass. Es ist nur manchmal etwas schwierig und anstrengend beides unter einen Hut zu bekommen, aber der Aufwand ist es mir wert.

Interview: Kai Winter


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