Zahnlückencharme? Stimmwunder? Viel mehr als das verkörpert Julia Górniewicz mit ihrer Band Julia Marcell. Fröhlich und anmutig begrüßte die gebürtige Polin die Gäste im Cafe Keese vor zwei Wochen. Kein Blick galt mehr dem stilvollen Ambiente, sondern es wurde getanzt und gejubelt. Ihr Album “June”, (übrigens von Haldern Pop Recordings produziert) im Gepäck, dass heute erscheint und mit jedem Stück zum Bewegen auffordert.

Klassische Punksongs nennt Frau Górniewicz ihre musikalischen Ergüsse. Tatsächlich schwingt in den Songs hier etwas hypnotisches Glockenspiel (“June”), da ein wenig pianeskes Drama (“Since”) und immer ein klarer Beat (“Ctrl”) mit. Jedes Intro eine neue Einladung zu dem Song, der sich erst nach ein, zwei Minuten komplett entfaltet. Beats sollten im Vordergrund stehen sagt Julia Górniewicz im Interview mit dem Deutschlandfunk zu ihrem zweiten Album, und das ist ihr gelungen. Ein absolutes Beatwunder ist “Echo”, als siebtes Stück, bevor wir uns von dem Cello in “Crows” und zu guter Letzt mit “Aye Aye”, als jazzig angehauchten Abschiedsgruss verabschieden. Nur um wieder von vorne anzufangen. Den Titelsong “June” gibt es kostenlos hier.

Wer Julia Marcell noch live erleben will, hat noch Chancen in Düsseldorf (12.10.) oder Berlin 14.12.) (tk)

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