The Boss Hoss rubbeln neuerdings zusammen mit Nena an Schweighöfers Mumu, stellen ihr TV auf Sieben und wir zitieren Peter Maffay im Titel. Das gefällt nicht jedem Fan der ersten Generation Saloon, hat aber durchaus seine Reize. Tatsächlich brettern Völkel & Vollmer auf “Liberty Of Action” nicht mehr ganz so deutlich über dem Tempolimit die Autobahn hinunter und manchmal scheint es gar, der dreckige Auspuffstoff sei durch mannshohe Umwelt-Filter gepresst worden.

Vielleicht biegt sogar die Hommage “Still Crazy ‘Bout Elvis” ein wenig zu arg vom bisherigen Weg in Richtung Texas Lightning ab. The Boss Hoss, so viel ist klar, stehen an einer Kreuzung mit ein paar zu vielen blinkenden Lichtern auf den Ampeln. Allerdings ist “Liberty Of Action” weder Zappel-Phillip noch lahm geraten, sondern das Werk einer Band, die durchaus auf dem Kasten hat, wie Rammstein ultimativ gecovert werden müssen (“My Country”), mit “Sex On Legs” auch etwas für Papas späte einsame Popcorn-Stunde bietet und sich nicht zu schade ist (nebst Frau Kerner) auch mit Motor-Lemmy schunkeln zu gehen (“Killers”).

Die DVD der Deluxe-Edition bringt zudem noch einen gut abgehangenen Texas-Ausflug inklusive Hühnern, das “Don’t Gimme That”-Video und weiteres Doku-Material mit. FSK Null übrigens. Da kann Papi den Blagen, die aus dem One Night Stand nach dem ersten Boss Hoss-Konzert vor sechs Jahren in der Hauptstadt entstanden sind mal zeigen, warum, wie und vor allem wohin er ihre Mutter traf. Heidenspaß mit ein paar verzichtbaren kurzen Längen. 23. März | Sporthalle (kel)

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