Sagen wir doch einfach mal, wie es ist. Sagen wir einfach “danke” und verneigen wir uns vor Therapy?. Warum? Weil sie es sich verdient haben, weil sie einfach großartig sind und man diese Kerle einfach lieben muss.

Seit über 20 Jahren sind Cairns, McKeegan und Co. schließlich schon am Start, gehören zum alten Eisen und bringen trotzdem mit jedem Album frischen Wind in die Welt. Denn jedes Album ist anders und das immer. Therapy? überraschen und das immer und sie sind gut. Immer. Okay, fast … Aber auch wenn man über ein paar ganz wenige Sachen vielleicht diskutieren kann – über die gesammelten Werke gibt es keine zwei Meinungen. Das ist ein Kessel Klassiker, ein riesiger Haufen an Hits und schon jetzt historische wertvolle Rockmusik.

Natürlich geht das Trio auf ihrem neuen Werk einen anderen Weg. Keinen kompletten Umweg und der ganz großen Stilbruch ist “A Brief Crack Of Light” dann zwar nicht, gewöhnlich aber ist ihr 13. Studioalbum eben auch nicht geworden. Sondern hochgradig spannend, ziemlich störrisch und durchaus schwierig. Viele der neuen Nummern klingen so düster wie verspielt, mutig, verrückt und doch verblüffend rund. Manche erinnern ein bisschen an den Vorgänger, an die VorVorgänger, andere haben auch was von ganz früher. Alles da also, nur die Popmusik aus der Erfolgsphase sucht man vergeblich. “Ich mag derzeit eine Menge düstere, elektronische, oft hypnotische Musik. Michael mag vor allem beinharten Black Metal und Neil hat eine Vorliebe für rifflastigen, groovenden Metal und Punk”, sagte Andy Cairns dem Kollegen von Gaesteliste.de.

So freut sich Freund, wenn es scheppert, lärmt und man erst einmal, zweimal, dreimal hören muss, um den Sound zu mögen. Oder wenn sie es plötzlich instrumental angehen (“Marlow”), wenn sie gepflegt keifen und fies auf die Kacke hauen (“The Buzzing”), wenn sie chillen (“Ecclesiastes”) oder einfach massiv rocken und rollen (“Plague Bell”). Es ist eine Freude von Anfang bis Ende und es ist ein saustarkes Album. Das gute Stück erscheint exakt heute.

Live gibt es die Band am 27. März im Knust. Was uns erwartet? Im selben Interview sagte der Sänger: “Bei den kommenden Konzerten in Deutschland werden wir vermutlich fast alle, vielleicht sogar wirklich sämtliche Songs des neuen Albums spielen und dazu eine Menge Stücke, die musikalisch gut dazu passen.” Die einen schreckt das jetzt ab. Die anderen zählen die Tage. Die einen haben keine Ahnung. Die anderen schon. (mf)

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