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Ganz viele Fragen an: Helmet

Am 25. März spielen Helmet im Knust. Nicht einfach so, sondern einmal „Meantime“ in voller Größe. Wir freuten uns bereits hier. Jetzt fragen wir bei Page Hamilton nach.

Page, „Meantime“ wird dieses Jahr 20 Jahre alt. Wie denkst du heute über das Album? Ist es für dich, wie wohl für die meisten Helmet-Fans, auch ein ganz besonderes Album?

Ich spiele die Songs von „Meantime“ immer noch sehr gerne. Jedes Helmet-Album hat bei mir seinen ganz speziellen Platz. In persönlicher wie auch in kreativer Hinsicht. Momentan sind meine Lieblingsalben von Helmet allerdings wohl „Strap It On“ und „Seeing Eye Dog“. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass wir diese „Meantime“-Tour spielen und wenn alles gut läuft, gibt es vielleicht dann in zwei Jahren auch eine 20 Jahre-„Betty“- Tour.

Als „Meantime“ 1992 veröffentlich wurde gab es ja ganz offenbar ein großes Verlangen nach mit viel Passion gespielter harter, alternativer Musik. Es gab die Grunge-Bands und auch viele Bands aus dem Hardcore Genre brachten Platten heraus, die noch heute ihre Relevanz besitzen. Wie hast du die Musikszene Anfang der 90er empfunden?

Für mich hatte es den Anschein, dass sich die Bands damals einfach über ihren eigenen Sound definieren mussten. Wir klangen zu dieser Zeit wie keine andere Band in New York City. Bis heute beherzige ich diesen Ansatz der Eigenständigkeit beim Songschreiben oder bei meinen Arbeiten für Film-Soundtracks, die Jazz-Projekte, usw.

Was können wir von der bald startenden Tour erwarten? Wirst du neue Musiker in der Band dabei haben oder hat es keine Änderungen im Line-Up gegeben?

Das jetzige Line-Up besteht in der Form seit zwei Jahren. Kyle ist seit 2006 dabei, Dan seit 2008 und Dave seit 2010. Und wir werden „Meantime“ entweder von Anfang bis Ende (Track 1-10) oder von Ende bis Anfang (Track 10-1) spielen. Lasst euch überraschen.

Die meisten Leute würden wahrscheinlich nicht vermuten, dass du damals von der Westküste in erster Linie nach NYC gezogen bist, um dort Jazz zu studieren. Ist das richtig? Lebst du eigentlich noch in NYC?

Ich bin in Portland geboren. Als ich drei Jahre alt war, sind wir allerdings innerhalb Oregons umgezogen. Bevor ich schließlich nach NYC ging, um mich dort für das Jazz Studium zu bewerben, lebte ich in Seattle. Die meiste Zeit insgesamt verbringe ich aber wohl in Los Angeles. Ich bin allerdings ca. 4-5 mal pro Jahr in NYC und 3-4 mal pro Jahr in der alten Heimat Oregon. Ungefähr das halbe Jahr bin auf Tour.

Woran arbeitest du, wenn du nicht mit Helmet unterwegs bist oder Helmet Songs schreibst? Bist du derzeit in andere Musikprojekte involviert?

Ich habe gerade an der Musik für einen Film namens „Skyhook“ mitgeschrieben, habe ein Jazzkonzert mit einem alten „Helden“ und Mentoren von mir, John Stowell, gespielt, habe vier Songs für den Musiker Jen Pulaski produziert und werde im Sommer in New York sein, um einige Konzerte mit meinen „Jazz Wannabes“ an der Ostküste zu spielen.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast. Wir freuen uns sehr, Helmet schon bald wieder live in Hamburg sehen zu können.

Sehr gerne. Wir können es auch kaum erwarten, wieder in Hamburg zu sein.

Interview: Kai Winter


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