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3 Fragen an: Deichkind

Anfang Februar haben wir euch gebeten, über das neue Deichkind-Album zu quatschen. Hier und hier habt ihr es getan. Über „Befehl von ganz unten“ mit seinen Hits wie „Illegale Fans“ oder „Bück Dich hoch“ ist also alles wichtige gesagt.

Am 29. März schon spielen die Jungs in der o2 World. Wir haben bei Porky einmal nachgefragt.

Was darf man von eurer neuen Show erwarten?

Porky:  Größenwahn, wie immer. Wir spielen auch damit, dass es mal nicht funktionieren könnte, das ist immer unser Thrill. Scheitern als Chance spielt bei uns also immer eine Rolle. Aber die Leute müssen ein bisschen Angst bekommen, dass Menschen so viele Möglichkeiten haben, Sachen auf die Bühne zu bringen, die eigentlich kein Schwein braucht. Wir hoffen, dass das wieder klappt. Dafür bauen wir das World Trade Center nach, haben sechs fahrende Roboter, 4,50 Meter hohe Säulen.

Wir arbeiten wie die Besessenen. DJ Phono macht sieben Tage die Woche Nachtschichten. Wir haben keine Produktionsfirma, die das für uns macht, wir machen das alles selber. Manchmal gibt’s dann auch morgens um fünf einen Anruf, weil jemand eine Idee hat. Und wenn die dann noch so schwachsinnig ist, wir machen das dann einfach.

Wir haben zum Beispiel mal zwei Meter riesige Fahnen gemacht und haben dafür 800 Euro bezahlt. Wir haben die auf die Bühne geschleppt und dann gemerkt, dass die viel zu schwer sind und man die gar nicht hochheben kann. So was ist natürlich dabei. Dafür ist aber auch die Bierdusche im Auto entstanden, als jemand meinte „Ey, lass mal ’ne Palette Bier ins Publikum schmeißen, und die sollen das dann aufmachen“ – und da wurde dann was Legendäres raus. Dafür muss man dann aber schon eine gewisse Naivität und Abgebrühtheit an den Tag legen.

Wie spontan ist eine Deichkind-Show?

Porky:  Halb, halb. Wir haben inzwischen ein festes Konstrukt, das arrangiert ist. Früher und beim Anfang mit „Remmidemmi“ haben wir nur „Fuck Of“ gemacht, dann wurde es aber immer größer und uns auch langweilig. Wir mussten uns ja auch entwickeln, sonst hätte es keinen Spaß mehr gemacht. Jetzt ist es also choreographiert und wir haben einen Plan, aber die Anarchie und das freie Spektakel bleiben bestehen, damit wir weiter Spaß auf der Bühne haben und nicht die Backstreet Horsts oder irgendein Ami-Act sind. Das soll schon Deichkind bleiben.

Und was wollt ihr unbedingt nochmal machen, habt es aber noch nicht geschafft?

Porky: Einen Mähdrescher in der Halfpipe. Nein, jetzt sind wir so weit, dass wir jeden Quatsch, der uns einfällt, einfach machen. Ob es funktioniert oder nicht.

Interview: Mathias Frank

Das vollständige Gespräch gibt es auf POP FRONTAL


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