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Interview: Blood Red Shoes

Den Gig vom Rock-Duo Blood Red Shoes aus Brighton, UK, hatten wir Euch in Verbindung mit der Vorstellung ihres neuen Albums bereits angekündigt. Am 24. Mai ist es endlich soweit: Laura-Mary Carter und Steven Ansell werden uns (kurz vor dem Auftritt beim Immergut-Festival) im Docks einen vor den Latz rocken. In der Zwischenzeit war Steven so nett, für Euch concert-news Leser ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern.

Steven, Laury-Mary und Du habt die Blood Red Shoes im Jahr 2004 gegründet. Erzähl uns doch ein wenig über die ersten gemeinsamen Jams und wie es überhaupt zur Bandgründung kam.

Steven: Es begann vor acht Jahren. Laura verkaufte Donuts am Brighton Pier und ich kannte sie von dort, da ich in der Spielhalle Automaten mit Pennies auffüllte. Sie gab mir immer kostenlose Donuts. Letzten Endes kam es einfach so, dass wir zusammen abgehangen sind und uns irgendwann sagten: Hey, wir sind beide jung, lassen wir den ganzen Scheiß hier sein und gründen wir eine Rock’n’Roll Band. Also jammten wir ein wenig, schrieben ein paar Lieder und zogen es einfach durch.

War es für Euch von Anfang an klar, dass Ihr ein Duo sein und bleiben wollt oder habt Ihr auch schon darüber nachgedacht, die Band auf ein klassisches Rock-Setup aufzustocken?

Steven: Darüber haben wir nie viel nachgedacht. Wir sprachen zwar am Anfang darüber, weitere Leute an Bord zu holen, aber dann hat sich diese Bandchemie und die musikalische Energie zwischen uns beiden so schnell entwickelt und etabliert, dass es hart geworden wäre, daran nochmal etwas zu verändern. Also ließen wir es. Allerdings wollten wir dabei noch nie wie ein Duo klingen. Wir wollten immer einen „größeren“ Sound.

Euer neues Album „In Time To Voices“ unterscheidet sich von den vorigen. Die Songs darauf sehr verschieden sind in Sachen Tempo, Sound und Aufbau. Es prescht weniger geradeaus, es ist weniger Punk. In der Presse sagte Laura bereits, Ihr wolltet, dass es nach Blood Red Shoes klingt, aber soundtechnisch vielschichtiger wird, um nicht mehr nur die Band mit den schnellen Popsongs zu sein. Hattet Ihr gerade eine sehr experimentelle Phase und müssen wir uns auf noch facettenreichere Alben in der Zukunft einstellen?

Steven: Darauf kann ich Dir gar keine präzise Antwort geben, denn wir wissen selbst nie, wie es klingen wird, bis wir daran arbeiten. Wir sind auf jeden Fall selbstbewusster im Experimentieren mit neuen Möglichkeiten geworden. Wir werden also wohl kein zweites „I wish I was someone better“ mehr schreiben. Eigentlich wollten wir schon immer Musik wie die auf „In Time To Voices“ machen. Es brauchte nur Zeit uns an unseren Instrumenten und im Songwriting konstant zu verbessern, unser Handwerk zu lernen. Wie mit Sex: es dauert eine Weil bis es richtig gut wird.

Laura-Mary designt Eure Artworks angeblich selbst in Handarbeit. Stimmt das?

Steven: Absolut, denn sie liebt Kunst, Design und Fotographie. Vom Cover bis zum Merch gestaltet sie alles selbst. Als ich sie kennen lernte hat sie mehr gemalt und gezeichnet, mittlerweile hat sie die Fotographie für sich entdeckt. Das sieht man auch am aktuellen Booklet, wenn man es mit denen früherer Alben vergleicht. Wir werden auch bald einen Fotoband mit Impressionen unserer letzten Tour herausbringen.

Zu guter Letzt eine persönliche Frage: Seid oder ward Laura und Du je ein Paar?

Steven: Selbst wenn ich nein sagen würde, würden die Leute denn aufhören, sich dafür zu interessieren und uns ständig in Interviews fragen? Ich bezweifle es.

Interview: Dominik Stelp | Foto (2008 | Knust): Michael Kellenbenz


Eine Reaktion zu “Interview: Blood Red Shoes”

  1. Nina

    Jede Sekunde liebe ich sie mehr!

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