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4 Fragen an: Instrument

Bei INSTRUMENT ist der Name Programm. Bei den Songs der Münchener stehen ihre Instrumente, welche die darauf geschulten Bandmitglieder mit einer peniblen Perfektion beherrschen, im Vordergrund. Am Dienstag sind INSTRUMENT im Rahmen ihrer Tour im Knust zu sehen. Wir haben vorab mit dem Bassisten Markus Schäfer sprechen können.

1) Euer neues Album ist kürzlich erschienen und trägt den Namen „Olympus Mons“. Lässt sich aus dem Titel, der aus der griechischen Mythologie stammt und ebenso Name eines Vulkans auf dem Planeten Mars ist, etwas für die Band ableiten? Kann man darein interpretieren, dass INSTRUMENT nun hoch hinaus wollen?

Eigentlich wollten wir ja nur einen Song nach einem Berg benennen. Den „Watzmann“-Nachfolger vom ersten Album erschaffen. In den heimischen Alpen sind wir nicht fündig geworden. Also mussten wir höher hinaus und sind auf unserem Nachbarplaneten fündig geworden. Relativ schnell ist der „Olympus Mons“ zum Albumtitel Nummer 1 aufgestiegen. Der Titel beschreibt die Musik ja auch recht gut. Das Monumentale, das Aufschichten der Klangteppiche, sowie das Geheimnisvolle, das der Name mit sich bringt. Das hat uns überzeugt.

Hoch hinaus wollen wir natürlich. Das will jeder Bergsteiger. Glücklich macht uns die Platte aber jetzt schon. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden und die Presse scheint das ja auch zu sein.  Es wäre schön, wenn die Leute jetzt zahlreich zu unseren Konzerten kommen und sich die Platte kaufen. Wir sind uns aber schon bewusst, das wir noch sehr am Anfang stehen und noch kleine Brötchen backen müssen. Stetig bergauf soll es schon gehen. Muss ja nicht zu steil sein.

2) Euer Debütalbum kam vor etwas mehr als 2 Jahren raus. In wie weit unterscheidet sich „Olympus Mons“ von „Instrument“?

Der Besetzungswechsel der ja schon kurz nach Veröffentlichung der ersten Platte stattgefunden hat, ist der offensichtlichste Unterschied. Nico (Schlagzeuger) und ich haben die Vocals übernommen, was der Platte natürlich eine ganz andere Klangfarbe gibt. Beim Debüt waren wir in der Findungsphase. Die Songs hatten noch nicht die Bindung zueinander, wie das jetzt auf dem zweiten Album der Fall ist. Den Livesound, den wir in den letzten zwei Jahren entwickelt haben, haben wir zu 100 Prozent mit ins Studio genommen. Das Songwriting ist kompakter geworden. Wir hatten wieder Lust kürzere Nummern zu schreiben und dem Pop wieder mehr Spielraum zu geben.

3) Post-Rock, Prog-Rock, Indie-Rock, Punk-Rock. Jede Band wird gerne in eine Schublade gesteckt. In welche Schublade würdet ihr euch packen und wer hat euch dahingehend musikalisch als Vorbild gedient und beeinflusst?

Vorbilder gibt es viele. Es gibt innerhalb der Band ein sehr grosses Spektrum an gehörter Musik. Da ist von elektronischer Musik, über Jazz bis zur Klassik alles dabei. Am hörbarsten sind natürlich Gitarrenbands wir Fugazi, Motorpsycho oder Led Zeppelin, um nur einige wenige zu nennen. Bands, die spielen können, tolle Songs schreiben und gleichzeitig noch wissen, wie man eine gute Gitarre aufnimmt, lassen uns immer aufhorchen. Wie man unsere Musik bezeichnet, ist uns eigentlich egal. Schablonen funktionieren ja immer nur bedingt. Wir unterscheiden zwischen guter und schlechter Musik.

4) Der September hält eine kleine Tournee für euch bereit, die euch kreuz und quer durch die Republik führt. Am Dienstag, 4. September, seid ihr im Hamburger Knust zu sehen. Habt ihr Münchener spezielle (gute, schlechte, merkwürdige..) Erinnerungen an Konzerte in Hamburg oder die Hansestadt im Allgemeinen? Antworten für Hamburg-Konzerte eurer Vorgängerband Cosmic Casino gelten auch ;)

Mit Instrument ist es unser erster Ausflug nach Hamburg. Wir hätten vor zwei Jahren mit The Unwinding Hours spielen sollen, hat aber leider aus terminlichen Gründen nicht geklappt. Ansonsten bin ich immer sehr gerne in Hamburg. Die Atmosphäre in der Stadt gefällt mir. Bei Cosmic Casino gab es ja auch die ein oder andere Verbindung. Ein Teil des Managements war in Hamburg, ebenso die Plattenfirma. Die Show mit Aereogramme im Logo hab ich zum Beispiel noch in guter Erinnerung. Schlecht war das Schneechaos 2006. Da ging nix mehr und die Show wäre um Haaresbreite ins Wasser gefallen. Jetzt im September 2012 wird’s ja wohl nicht schneien und wir freuen uns tierisch auf das Konzert.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast. Alles Gute!

Interview: Kai Winter für concert-news.de


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