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3+4 Fragen an Honig

Dass es ein spannendes Jahr für Stefan Honig aka Honig sein würde, schrieben wir hier bereits. Er macht momentan scheinbar alles richtig und so ist er nun auch auf großer Deutschland-Tour, die ihn am 7. November in unsere Molotow Bar führt. Beim septembrigen Reeperbahnfestiva und am Release-Tag seines Albums plauderten wir im Treppenhaus des Uebel&Gefährlich ein bisschen über dies und das, über sein neues Album „Empty Orchestra“ und wie es sich nun anfühlt, wenn der größte Traum erfüllt wurde.


Du warst im Urlaub? Oder warst du im Urlaub und auf Tour oder auf Tour und im Urlaub?

Stefan: Letzteres ungefähr. Wir haben 16 Konzerte in fünf Wochen gespielt. Von Bosten nach Washington, von dort nach L.A. geflogen und von dort dann nach Seattle.

Du hast dir dieses Jahr einen Traum erfüllt?

Du meinst das Haldern…ja, ich geh da schon ewig als Besucher hin und das war irgendwie immer ein Traum von mir, da auch mal spielen zu können. Haldern war mein schönster Gig bis jetzt. Und dass sie nun auch meine Platte rausbringen, das ist irgendwie verrückt.

Wie kams denn dazu?

Eigentlich wollte ich meine Platte selbst rausbringen auf meinem eigenen Label. Das war aber eher so nen Fassadenlabel. Ich hab dann angefangen, meine Platte zu verkaufen, war beim Thees und Kettcar Support. Ein guter Freund von mir arbeitet ausserdem bei Haldern Pop Records. Wir haben ihn nicht direkt gefragt, aber er war immer auf dem neuesten Stand und irgendwann sagte er „Lasst das doch mal machen“. Und da isse.

Da ist ja ne Menge Zeit vergangen, ich erinnere mich, dass ich die Platte schon im März vorliegen hatte.

Ja, fertig war sie ja schon Ende Januar. Zwischendurch habe ich dann aber angefangen mit Band zu spielen. Und dann wurde das alles etwas chaotisch.

Die Band von Jonas David?

Genau, ausser der Bassist, das ist meiner. Wir sind gut befreundet und haben dann die Tour zusammen gespielt, weshalb sie die Songs auch schon gut kanntenJetzt bin ich allerdings wieder mit meiner Band unterwegs.

Und da haben sich auch schon wieder neue Ideen entwickelt?

Natürlich wäre es schön, nächstes Jahr wieder nen Album rauszubringen, hab auch schon ein paar neue Songideen, aber das wächst dann nach und nach und irgendwann werden dann ein paar Demos gemacht.

Du bist jetzt sicher häufiger in Haldern, ist das nicht komisch, Jahre lang als Fan da zu sein und nun „dazu zu gehören“?

Ja, bin da jetzt häufiger, zum Pläne schmieden, Bierchen trinken. Für mich ist das wie nach Hause kommen. Und das dann mal von der anderen Seite zu sehen, ist wahnsinn. Aber ich hab da trotzdem das ganze Wochenende gezeltet. Schön ist auch, Kontakt zu den anderen Bands zu haben. Hatte ich teilweise schon vorher. Den Isbells habe ich mal nen Aufkleber von mir in die Hand gedrückt und gesagt, dass sie sich melden sollen, wenn sie nen Support brauchen. Dann hat er mich am Tag später angerufen und gefragt, ob ich nicht als Support in Hamburg dabei sein will. So hab ich die Isbells kennengelernt und dann auch ne ganze Tour mit ihnen gespielt.

Wie ist dieses wunderbare Video zu „For Those Lost At Sea“ entstanden? Das sieht so nach Skandinavien aus.

Das war so beabsichtigt. Ein Freund von mir hat das gemacht, der kann das. Wir haben das im November letztes Jahr in der Nähe von Flensburg in einem See gedreht. Wir hatten gehofft, dass es im Norden so neblig ist, damit wir diese Stimmung hinbekommen. Und wir hatten Glück, weil wir wirklich zwei Tage Nebel hatten.

Danke fürs Gespräch und viel Spaß auf der Tour.

Danke auch.

Die Tour scheint bisher schon richtig gut anzulaufen, in einigen Städten hängt das „Ausverkauft“-Schild an der Tür und die zu spät gekommenen stehen traurig davor. Aber keine Sorge, sicher kann man Honig auch im nächsten Jahr live sehen, da fallen uns ein paar Festivals ein, denen er ziemlich gut stehen würde. Man darf gespannt sein!




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