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SUCHE  

3 Fragen an: Blumentopf

Was ist ihr „Nieder mit der GbR„-Album doch stark geworden. Blumentopf haben eines der stärksten Hip-Hop-Alben des Jahres gemacht und kommen mit genau dem nach Hamburg. Am 9. Dezember sind die vier Rapper Roger, Schu, Cajus und Holunder sowie DJ Sepalot im Docks. Vorab sprachen wir mit Roger.

Wie ist das bei vier Rappern – gibt es die Gefahr von Egos und Ansprüchen z.B. nach dem Motto „Du hast aber schon so und so viel Zeilen“?

Man hat schon den Anspruch an sich selber. Wenn man auf einer Blumentopf-Platte nur bei zwei Liedern dabei wäre, wäre man schon gepisst. Aber irgendwie ergibt sich das von alleine, wir sind alle eigentlich ganz gut vertreten. Wobei ich die Frage schon verstehe, ob wir jetzt am Ende die Zeilen zählen. Doch bei uns kommt es sehr auf das Album an, es kommt darauf an, wer wie viel Zeit hatte. Mir ist es am Schluss wichtig, dass die Platte gut ist. Wenn jetzt Cajus oder Wunder mit zwei Solo-Liedern kommen würden und die wären Bombe, dann würde ich sagen, dass wir die nehmen.

Wie kommen die ganzen Gäste auf‘s Album? Gibt es erst den Song und ihr sagt, da würde ein Pohlmann gut passen, oder sagt ihr, wir haben Bock auf Pohlmann, lasst mal einen Song mit ihm machen?

Das ist grundverschieden, zu jedem gibt es eine ganz plausible Lügengeschichte (lacht). Pohlmann war so: Wir hatten das Lied und der Cajus hatte den Chorus gesungen, aber uns war allen klar, dass das nur ne Skizze oder so war und wir wussten, dass da jemand richtig singen muss. Wir rufen eher selten Leute an und sagen „Wir haben dich im Radio gehört, wir finden dich gut“, aber den Pohlmann kannten wir von einem Clueso-Konzert und waren mit denen groß trinken. So war also der Kontakt da. Wir haben also angerufen und er hat dann den Song gehört, fand es gut und hat auch genau die Stimme dafür, die wir gebraucht haben. Jedem war klar, dass es eine gute Entscheidung war, ihn anzurufen.

Bei Günther Siegl von der Spider Murphy Gang war das ähnlich. Der Schu hatte diesen Rosi-Part und „Rosi“ ist ja quasi „Skandal im Sperrbezirk 2012“. Die Geschichte von Rosi wird weiter erzählt, und wir hatten dann im Studio die Schnapsidee, dass es der Oberhammer wäre, wenn der Kerl von der Spider Murphy Gang den Chorus singen würde. Das wäre ein Feature, auf das wir sonst nie gekommen wären, das ergab sich durch den Song. Also haben wir ihn angerufen und das hat dann super geklappt. Und das war so etwas wie der Ritterschlag für den Track.

Bei den Sportfreunden war es dann wirklich so, dass wir schon immer mal wieder bei einem Bierchen den Plan gehabt hatten, was zusammen zu machen, was aber bisher nie geklappt hatte. Jetzt hat es gepasst. Wir waren drei Tage im Studio und haben den Song gemeinsam gemacht. Man kann eigentlich nicht mehr „featuring“ schreiben, das Lied ist von den Sportfreunden und Blumentopf.

Mit welchen Erwartungen geht ihr jetzt auf Tour? Und was dürfen wir erwarten?

Das klingt simpel, aber du willst das Ding einfach rocken. Wir erwarten, dass wir von der Bühne gehen und einfach fertig sind. Wir erwarten, dass es den Leuten vor der Bühne genau so geht. Wir lassen die Band dieses Mal zuhause und machen es mit dem Plattenspieler. Wir versuchen viel Freestyles und natürlich die beste Blumentopf-Show abzuliefern, die man abliefern kann.

Interview: Mathias Frank

Das vollständige Interview gibt’s auf Pop Frontal.


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