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3 Fragen an: Tusq

Seit einigen Tagen ist das neue, das zweite Album von Tusq auf dem Markt und das ist einfach mal ein gutes Ding geworden. „Hailuoto“ heißt das gute Stück, wurde wie der Vorgänger mit Jürgen Hendlmeier in Finnland aufgenommen und bietet weiterhin feinste verspielte, intelligente, schöne und besondere Gitarren-Und-Mehr-Unterhaltung, klingt aber trotzdem ein bisschen anders. Und ein bisschen so, bitte mal hören.

Wir trafen uns mit Gitarrist Timo und Schlagzeuger Holger. Am 16. Februar spielen Tusq m Kulturpalast in Hannover, am 16. April dann im Hafenklang

Was habt ihr für eine Platte gemacht?

Timo: Na ja, wir haben schon in einer Gegend aufgenommen, die schon recht…

Holger: Fragwürdig ist! (Lachen)

Timo: Die schon eine eigene Stimmung erzeugt. Wir waren vier Wochen auf einer abgeschiedenen Insel, an einem zugefrorenen Meer, eingeschneit und völlig alleine und dementsprechend melancholisch wird man dann auch. Und das ist mit Sicherheit auch zu hören und das sind die Stimmung und der Sound, die wir gut finden.

Aber ich finde die Platte jetzt nicht traurig.

Holger: Find ich super, dass du das sagst.

Eine gewisse Leichtigkeit ist schon zu spüren.

Timo: Wir sind ja auch keine traurigen Menschen, wir hatten ja auch Spaß gehabt und viel gelacht. Das war eine super Zeit.

Ihr seid in der Vergangenheit schon ganz schön rumgekommen …

Timo: Wir waren in Russland, Brasilien, Argentinien, Indien –  das sind so Sachen, mit denen wir uns dann belohnen. Denn wir machen ja quasi auch das Management für die Band. Und viele haben keine Vorstellung, wie viel Arbeit das ist, um es so zu machen, wie wir es machen wollen. Wir haben eben gewisse Vorstellungen und ein gewisses Niveau und davon wollen wir auch nicht runter.

Ihr kümmert euch dann also selbst um solche Touren?

Timo: Wir geben die Anstöße, aber es liegt an den Netzwerken, die wir uns erarbeitet hatten. Ich hatte einen Kontakt in Brasilien, Holger war mit seiner alten Band in Russland und so spinnt sich dann ein Netzwerk zusammen. Man muss halt ein bisschen Networking betreiben und seine Kontakte pflegen.

Holger: Eine befreundete Band – The Robocop Kraus – spielten in Russland und das fand ich so geil und war so neidisch, also hab ich mir die eMail-Adressen von Leuten aus Russland besorgt, sie angeschrieben und Musik geschickt und drei Monate später stand ich auch auf dem Roten Platz. Und so kann man das eben mal machen, es sich einfach mal zutrauen.

Timo: In Russland war die echt Technik miserabel, das war die schlimmste Backline, mit der ich jemals gespielt habe (Lachen). Aber die Leute waren so euphorisch und dann ist das halt das, warum ich die ganze Arbeit in Deutschland mache.

Holger: Man sollte halt Visionen haben. Wir haben ja noch viel mehr Pläne, wenn wir die sagen würden, denken alle, wir haben ein Rad ab (Lachen). Ich möchte zum Beispiel mal in Japan spielen und werde auch irgendwann in Japan spielen. Wann das der Fall sein wird, wissen wir nur noch nicht.

Interview: Mathias Frank

Das vollständige Interview gibt’s bei Gaesteliste.de

 


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