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3 Fragen an: Boysetsfire

Es ist erst wenige Wochen her, dass die mächtigen Boysetsfire ihr mächtiges neues „While A Nation Sleeps“ und damit eines der besten Alben des Jahres veröffentlichten. Denn das ist wütend, aggressiv, aber auch sanft und fast schon leise, vielfältig eben und aufregend, dabei immer melodisch, immer intensiv und imme außergewöhnlich. Wenn Hardcore, dann Boysetsfire.

Am 6. Oktober spielen sie in der Markthelle, wir haben vorher mal bei Bassist Robert Ehrendbrand nachgefragt.

Im Oktober seid ihr wieder auf Tour. Wie muss man sich die Mitglieder der Band Boysetsfire auf Tour vorstellen? Wie auf einer Klassenfahrt und alle hängen zusammen ab oder ist man auch mal froh, wenn man seine Ruhe hat und geht sich daher so oft wie möglich aus dem Weg?

Robert: Diese Band ist definitiv wie auf einer Klassenfahrt, da wir echt jede freie Minute zusammen rumhängen und die gemeinsame Zeit genießen. Natürlich braucht man auch mal ne Auszeit oder telefoniert/facetimet mit der Familie, aber prinzipiell ist touren für uns gerade deshalb so eine wertvolle Sache weil wir a) Musik machen dürfen und b) gemeinsam Zeit verbringen dürfen. Ansonsten sind wir auch sehr sehr unterschiedlich, was ich sehr cool finde. Ich zum Beispiel gehe superfrüh ins Bett, trinke und rauche nicht, mache extrem viel Sport, während Chad und Nathan oft sehr lange wach sind. Aber gerade diese Unterschiede und die gegenseitige Unterstützung machen uns stark. Wo sonst hast du einen Krishna-Liebhaber (mich) und einen Anton La Vey-Fan (Nate) in ein und derselben Band? Hahahaha, Unity in diversity!

Wie würdest du das Album charakterisieren und wo in einer nach Wichtigkeit sortierten Liste aller BSF-Platten einordnen?

Robert: Ich denke, die Platte ist besonders „bissig“, was viele Leute nicht erwartet hätten. Sie ist in ihrer Wut etwas geradliniger als noch „Misery Index…“ und weniger experimentell, dafür aber mehr wie eine Faust ins Gesicht. Einordnen würde ich sie gar nicht wollen, nur, dass es noch nie mehr Spaß gemacht hat, in dieser Band zu sein.

Wie wichtig ist Freundschaft für diese Band? Und wie oft trefft ihr euch, ohne über BSF zu reden?

Robert: Wir sind sicherlich nicht die besten Musiker oder die progressivsten Songschreiber, aber was wir – denke ich – wirklich als Alleinstellungsmerkmal haben ist, dass wir engste und beste Freunde sind. Das haben die Jahre der Pause bewiesen, wir sehen uns ständig. Ich natürlich weniger als die anderen in USA, aber ich bin ständig in Kontakt mit allen, gerade simst mir Chad, hahaha. Unsere Freundschaft ist real und wir sind keine Arbeitskollegen, wenn du weißt was ich meine. Das merkt man finde ich auch live, denn so was kann man nicht vorspielen.

Interview: Mathias Frank

PS: Das vollständige Interview gibt’s bei Gaesteliste.de



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