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KMPFSPRT vs IDLE CLASS vs KAZIMIR – II

Gestern schrieben wir: „Ungewöhnliche Konzerte verlangen ungewöhnliche Geschichten. Und diese gefällt uns ganz besonders.“ Denn anlässlich der gemeinsamen Show am 29. Oktober im Hafenklang befragen sich KMPFSPRT, Idle Class und Kazimir. gegenseitig. Heute am Start: Idle Class fragen Kazimir.

Die Band also, die wir bereits im September hier auf dem Blog hatten. Als eine Band, die man kennen muss. Und deren Album „Messlattenblues“ wir uns noch immer und immer wieder gerne geben. Weil Indie genau so geht und weil ihrer so schön, clever, charmant ist.

Jeder Club und sogar die Laternen auf Sylt sind mittlerweile mit euren Aufklebern zugekleistert. Wieviele Köpfe hat euer Streetteam?
Hast du Lust ein Kazimir-Streetteam zu gründen? Sowas haben wir gar nicht. Aber stimmt, hin und wieder sieht man sie. Wobei an die Anzahl der Idle Class Sticker werden wir niemals rankommen. Höchstens im Molotow in Hamburg. Aber da hängen wir auch jeden zweiten Abend rum und kleben was das Zeug hält…

Als ich bei euch reingehört habe, war mein erster Gedanke: „Endlich mal wieder eine deutschsprachige Band die nicht den Turbostaa- Gesangsstil kopiert“. Denkt ihr auch, dass der Stil in der letzten Zeit zu sehr ausgereizt wurde?
Es ist schon so, dass man den Turbostaat-Einfluss bei vielen Bands hört. Mehr sprechen als singen, wenig Reime, starke Bilder. Das ist jetzt aber nicht unbedingt schlecht so. Ausserdem gerät man als deutsch-singende Band leicht in Verdacht Turbostaat nachzueifern. Also, uns ist es jetzt noch nicht so negativ aufgefallen.

Ich habe gelesen, dass sich jemand von euch einen Raststättennamen tätowiert hat. Wie kommt man auf so eine Idee und hast du nun „dümmer dammer Berge West“ auf dem Unterarm stehen?
Haha! Das wäre definitv ein Tattoo wert. Aber ja, die Gerüchte stimmen! Es gibt eine Raststätte zwischen Hamburg und Kiel, die heißt Brokenlande. Nach diesem Ort haben wir eine EP benannt und zu der Zeit hat sich Christian das Wort auch tätowieren lassen. Man hört sogar er würde es wieder tun. Es geht aber eigentlich nicht um die Raststätte. Die ist nämlich ziemlich hässlich und hat einen stinkenden Burger King. Brokenlande steht für ganz andere Sachen, die in der geheimnisvollen Welt der Symbolik zu finden sind.

Einer von euch kommt aus Kiel. Mir hat der Matze von Matze´s Plattenkiste mal voller Stolz erzählt, dass er da wohnt, wo andere Urlaub machen. Siehst du das ähnlich?
Das erzählt Matze jedem. Und wir glauben er meint das Ernst. Eric studiert noch dort und auch Christian hat dort fürs Studium ein paar Jahre gelebt. In Kiel hat man das Meer ziemlich direkt vor der Haustür was schon toll ist. Für so 4 Wochen im Jahr. Die restliche Zeit kann es in Kiel ganz schön trostlos und grau sein.

Wie war die Zusammenarbeit mit Kurt Ebelhäuser und wie kam es dazu?
Der Tipp kam von einem guten Freund von uns. Und dann haben wir halt einfach mal angerufen. Irgendwie haben er und sein Bruder Carlos dann ja gesagt. Das war erstmal eine riesen Sache. Spätestens da dachten wir: Wow, vielleicht könnte das echt gut werden. Die Aufnahmen hatten wir ja bereits. Es ging also noch ums mischen. Die Zusammenarbeit lief im Wesentlichen über Telefon und Email. Eric ist dann allerdings auch mal für ein Wochenende runter nach Koblenz gefahren und hat mir Kurt zusammen an den Reglern gesessen. Ansonsten haben wir Testmixe bekommen zu denen wir dann unsere Meinung abgaben. Wir waren und sind mit Kurts Arbeit total zufrieden und würden es wieder so machen.

Warum habt ihr den Titel „Messlattenblues“ gewählt?
Wir fanden den alle sehr passend. Das ist einfach so ein schön griffiges und bedeutungsschwangeres Wort. So ein einzelnes Substantiv als Albumtitel wirkt halt irgendwie stärker als längere Titel. „Bordsteinkantengeschichten“ von Muff Potter fanden wir vom Titel schon immer super. Oder „Inselwissen“ von Captain Planet. Eigentlich hieß einer der Songs „Messlattenblues“ und im letzten Moment haben wir den Song umbenannt und das komplette Album so tituliert.

Was sind nun die Pläne nach dem Release?
Spielen, spielen, spielen. So viel wie geht. Und wie es dann weitergeht wissen wir bis jetzt noch nicht. Wir haben während der ganzen Wartezeit auf das Release an ein paar neuen Liedern gearbeitet von denen wir auch schon zwei mit ins Set genommen haben. Also neue Aufnahmen könnten auch noch irgendwann mal anstehen. Im Moment haben wir aber einfach nur Lust auf Konzerte.

Mit welcher Band würdet ihr am liebsten mal die Bühne teilen?
Da gibt es viele. Um jetzt einfach mal auf eine der vorigen Fragen Bezug zu nehmen: Turbostaat. Und Idle Class, natürlich.

Morgen folgt der dritte und letzte Teil: Kazimir fragen KMPFSPRT. (mf)


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