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Interviewen wie Gott in Frankreich: The Inspector Cluzo

Bonjour, es ist wieder Funk’n’Roll Zeit. Vor kurzem haben wir bereits über das neue Album ‚Gasconha Rocks‘ der großartigen Herren von The Inspector Cluzo berichtet. Nun hat uns aber auch interessiert, warum sie wie der Sparrings-Partner des Pink Panther heißen, weshalb sie zum Bassplayer-Pimpern aufrufen und noch ein paar andere Dinge. Wir haben Malcolm und Phil gefragt.


Wie seid Ihr auf den Bandnamen „The Inspector Cluzo“ gekommen? Warum die Referenz an Inspektor Jaques Clouseau?

Unser Freund Angelo Moore von der Band Fishbone schlug damals bei unserer Neugründung vor, dass wir uns einen Namen geben, der etwas original Französisches hat, aber mit dem auch die ganze Welt etwas anfangen kann. Dabei fiel uns auf, dass bekannte Franzosen irgendwie nur in Frankreich bekannt sind – außer vielleicht Zinedine Zidane – (die beiden lachen). Okay im Ernst, irgendwann fing Angelo vom rosaroten Panther an, und so kamen wir auf den Inspektor Clouseau. Den kennt nun wirklich jeder.

Eure Musik ist ein Crossover-Mix aus Bluesrock, Hardrock, Funk, Soul und neuerdings auch Retro-Rock. Jedes Eurer vier Alben scheint einen anderen stilistischen Fokus zu haben. Wie funktioniert Euer kreativer Schaffensprozess und was inspiriert Euch?

Wir haben als Band das große Glück, durch bereits 38 Ländern getourt zu sein, überall eine tolle Fanbase zu haben, und diese Fans kommen aus den unterschiedlichsten musikalischen Szenen. Die alle sind unsere Inspiration und alles was wir in diesen Ländern und mit diesen Leuten erleben, beeinflusst unsere Musik. Unsere Einflüsse kommen aus dem endlosen Spielen von Rockshows in der ganzen Welt. Sagen wir einfach, wir haben eine Menge an Einflüssen zu teilen und das tun wir durch die verschiedenen Sounds unserer Musik.

Welche sind Eure absoluten Lieblingsbands in Eurer privaten Musiksammlung?

Curtis Mayfield, Led Zeppelin, The Who, AC/DC, James Brown, Frank Zappa , Fela und noch Andere. Wir mögen alle Musik, die authentisch und voller Spirit ist.

Management, Booking, Vertrieb, Promotion – alles macht Ihr selbst, ohne Label oder Agenturen. Wie schaffen es nur zwei Typen all das zu bewältigen und immer noch genügend Zeit und Energie für die Musik zu haben?

Weißt du, das klappt schon, wenn man alles Schritt für Schritt angeht. Wir wachsen an unseren Aufgaben und es ist eine großartige Schule fürs (Musiker-)Leben, wenn man alles selbst macht und dadurch alles versteht, was vor sich geht. Dieses Do-It-Yourself-Prinzip ist ja auch nichts, was nur wir praktizieren. Sehr viele Bands managen und promoten sich heutzutage selbst, denn so sieht die Zukunft der Musikindustrie aus. Das alte Modell vom Majorlabel, das alle Geschicke einer Band lenkt, wird in naher Zukunft komplett ausgedient haben.


Wenn man Eure Doku-DVD „The 2 Musquetaires“ schaut, dann fällt einem ein großer Unterschied zu den üblichen Rockband-Dokus auf: Man sieht Euch nie beim Saufen, Streiten oder Blödsinn machen. Stattdessen rockt Ihr das Haus, steht danach am Merch-Stand und erledigt danach Management-Zeugs im Hotelzimmer. Vermisst Ihr es nicht ab und zu, mehr Zeit für etwas Rock’n’Roll Lifestyle abseits der Bühne zu haben?

(beide lachen) Du hast recht, wir sind nicht gerade die Klischee-Rock’n’Roller. Für uns gibt es eine Zeit für Rock’n’Roll, das ist auf der Bühne. Und es gibt eine Zeit für Party, das findet bei uns zuhause statt, wenn wir nicht touren. In unserer Heimat, in Mont-Saint-Marsan in der Gascogne, wo wir uns erholen und neue Energie tanken zwischen Touren, da feiern wir jede Menge mit unseren Freunden. Dort, im Studio auf unserem Bauernhof, nehmen wir übrigens auch unsere Alben auf.

„Fuck the bass player“ ist Euer Running-Gag. Hasst Ihr einfach nur alle Bassisten oder hattet Ihr besonders schlechte Erfahrungen mit einem in der Vergangenheit?

Weder noch. Wir hassen sowieso niemanden – außer Faschisten. Die Story ist folgende: In der Anfangsphase unserer Band, da sagte jemand zu uns, wir könnten niemals groovende Rockmusik machen, ohne einen Bassisten. Und mit uns Leuten aus der Gascogne ist es so, dass wir dazu neigen, genau das zu tun, wovon man uns abrät – (wieder Gelächter)

Merci beaucoup für das Interview, Jungs!

Noch Fragen? Noch Tickets? Dann kanns ja losgehen, am 5. November im Logo. (ds)



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