Der vergangene Sommer ist nur noch eine schöne Ahnung, aufgefrischt mit Erinnerungen in unseren Köpfen und Fotos auf den Speicherkarten unserer Mobiltelefone oder Kameras, intensiviert mit Gerüchen von Sonnencreme, Seifenblasen und Konfetti in der Luft. Der kommende Frühling scheint noch soooo weit weg und das Vorstellen von zwitschernden Vögeln, paarungsbereitem Kleingetier und blühenden Blumen fällt schwer. Doch die Vorfreude darauf potentiert sich mit den wieder länger werdenden Tagen ab Ende dieses Wintermonats.

Vor allem der 12. April nächstes Jahr sollte ganz fett als Vorfreudeende im Kalender markiert werden, denn an diesem Tag findet das vierte Husum Harbour im Husumer Speicher statt. Wir wären nicht wir, wenn wir euch nicht jetzt schon dieses besondere musikalische Kleinod schmackhaft machen würden, denn soeben wurden uns die Bandbestätigungen ins Ohr geflüstert, die da wären:

Lost Name “is a project located everywhere, existing forever and never ending” – soso, schlau wird man daraus nicht ganz, aber lauscht man dem Ganzen bedächtig, fällt einem das schnelle Gitarrenspiel auf, die kratzige Stimme von Andi und weiß, dass das im Stile Turners dargebotene zu tiefst berührt und einen gefangen nehmen wird.

Mit Die Höchste Eisenbahn begrüßen wir im April DIE Songwriter-Supergroup auf der kleinen feinen Speicher-Bühne. Bestehend aus Francesco Wilking (Tele), Moritz Krämer, Max Schröder (Der Hund Marie) und Felix Weigt waren sie schon ein Geheimtipp, bevor es irgendwer ahnte. Man munkelte in dunklen Ecken und mauschelte. Und da kommen die vier Herren mit ihrem Album “Schau In Den Lauf, Hase” um die Ecke und präsentieren putzigen, unaufgeregten aber ungemein heimeligen Singer-Songwriterpop, der dich in den Arm nimmt, dir aber manchmal auch an den Ohren zieht. Liebenswürdig verschroben! Herzen werden verschenkt, von beiden Seiten!

Das dänisch-finnische Geklüngel von Town Of Saints besticht mit ihren folkigen Klängen, die man schon hier und da vernehmen und ins Herz schließen durfte. So haben sie beispielsweise beim diesjährigen Haldern Pop auf dem Zeltplatz zusammen mit Stefan Honig und Florian Ostertag den schwitzenden Zuhörern Gänsehaut bereitet.

Wenn man Alin Coen an Bord hat, weiß man, dass man auf der richtigen Seite ist. Sie singt über Unzulänglichkeiten, Ängste, Wünsche, Hoffnungen mal in Englisch oder Deutsch und schafft mit ihrer ganz eigenen sensitiven Art einmal mehr, die Zuhörer zum Luft anhalten zu bringen. Damit man keinen Laut oder nur die Spannung hört, die die Luft zum Knistern bringt. Wunderbar gefühlvoll und ehrlich.

Das Husum Harbour wäre nicht komplett, wenn es nicht am Sonntag noch das zusätzliche Bonbon in Form des grandiosen Frühstücks und des wunderbaren Akustik-Konzerts gäbe, welches diesmal mit The Dangers Of The Sea stattfinden wird. Nach Lachs, Müsli und Co wird Andreas von eben dieser Band in entspannter und satter Atmosphäre mit Sektchen, Bier oder Kaffee ein paar tolle Töne anschlagen und somit das Husum Harbour 2014 schließen.

Der Ticketvorverkauf startet am heutigen Tag um 15 Uhr und auch im nächsten Jahr gibt es drei verschiedene Kategorien:  a) Ein-Tages-Ticket Samstag (4 Acts) VVK 16,00 EURO zzgl. VVK-Geb., b) Kombiticket Samstag & Sonntag (4 Acts + Acousticsession am Sonntag ) VVK 22,00 EURO zzgl. VVK-Geb., c) Kombiticket Samstag & Sonntag & Frühstücksbüffet VVK 32,00 EURO zzgl. VVK Geb. An der Abendkasse wird es ausschließlich das Ein-Tages-Ticket für Samstag zum Preis von 20,00 EURO geben, diese jedoch waren auch schon nach kurzer Zeit am Abend ausverkauft. Und auch die Kombitickets – auf 60 Stück limitiert – waren im letzten Jahr innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Wer also unbedingt dabei sein möchte – und das können wir nur empfehlen, in Anbetracht des phantastischen Line-Ups – der sollte gleich heute sein Ticket sichern. Das geht entweder direkt in Husum im Speicher, bei der Theaterkasse Schumacher in Hamburg, oder natürlich auch unter www.reservix.de.

Somit lässt sich nun nur noch wünschen, dass die Tage schnellst wieder länger werden mögen, die Zeit etwas verfliegt, bis wir uns wieder bei frühlingshaften Temperaturen die wunderbaren lila Blüten im Husumer Park anschauen können, nachdem wir den Speicher mit einem lauten Seufzer verlassen werden. (ms)

 

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