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BDMKM Vol 5: The Average Engines

Im vergangen November erschien ihr wundertolles Album „Follow. Fail. Repeat.„, am 12. Februar sind die The Average Engines im kleinen Donner. Und wir sagen: Hummel Hummel. Und hin da!

Sie selbst nennen ihre Musik „Experimental Dingens-Core-Gelöt“, auf der Gaesteliste.de steht einfach „wundervolle Rockmusik mit Hang zum Stoner und Liebe zum Noise.“ Hier gibt es den Titeltrack im Stream.

Wir baten die Band um neue Antworten auf zum Teil alten Fragen.

Wer seid ihr, wie lange gibt es euch und wieso spielt ihr das, was ihr spielt?
Wir sind Matze, Thorsten, Lars und Tim und wir haben eine Kapelle, die auf den Namen Average Engines hört. Uns gibt es in dieser Konstellation vier Jahre, die sich aber wie dreu Menschenleben anfühlen und wir tun das, was wir tun, weil wir nicht anders können.

Was muss man sonst über euch wissen und Fans welcher anderer Bands können sich das Weiterlesen jetzt sparen?
Man sollte wissen, dass wir bereit sind, jeden ständig und immer mit Liebe zu übergießen. Außerdem ist unser Sänger Tim sehr trinkfest und unser Gitarrist Matze verbringt unsere Konzerte am liebsten auf dem Tresen. Ich hoffe, dass Fans aller Bands (und ich schließe Kapellen wie Frei.Wild explizit mit ein) weiterlesen, vielleicht hilft es ja was.

Wie wohl fühlt ihr euch als Band in Hamburg, was würdet ihr gerne ändern und was findet ihr so richtig toll an und in der (Musik-)Stadt?
Richtig super in Hamburg ist, dass es unfassbar viele interessante, talentierte und unfassbar nette Musiker gibt, mit denen was zusammen machen uns ich gegenseitig helfen kann. Auf der anderen Seite ist es schade, dass sich so wenige dieser Kreativen untereinander vernetzen, um einen Schritt nach vorne zu machen und/oder einfach ne gute Zeit zusammen zu haben. Weiterhin wäre es natürlich schön, wenn die Proberaummieten nicht an das Wohnpreisniveau angelehnt wären. Außerdem macht uns das Liveclubsterben in der Hansestadt Sorgen. Gerade kürzlich wurde es ja für das Molotow noch enger als es ohnehin schon war und wir lieben diesen Laden.

Was ist anders, wenn ihr in Hamburg spielt?
Haha – es sind definititv mehr Leute da als anderswo, da wir nunmal hier herkommen und es immer ein riesiges Freundeskreistreffen ist.


Euer aktuelles Album habt ihr selbst produziert. Wieso das und wieso nicht wieder mit Guido Lucas?
Wir hatten erstens einfach Bock was anders zu machen als beim Vorgänger. Und zweitens war es einfach eine finanzielle Frage. Wir mussten sparen wo wir konnten und da lag der DIY-Gedanke einfach näher. Bei Guido war es einfach super und wir sind tierisch glücklich mit dem Vorgänger „Battlesuits“, aber für uns war es ein bisschen wie zwei Mal Urlaub an demselben Ort machen. Wir wollten uns selbst austesten und was Neues sehen.

Was habt ihr euch bei ihm abgeschaut und macht ihr manches bewusst anders?
Das wohl wichtigste, was wir bei Guido gelernt haben war, dass wir unkrampfig an die Sache rangegangen sind. Guido sagte uns vor den Aufnahmen zum letzten Album: „Es werden während der Aufnahmen Probleme entstehen. Und dann werden wir die lösen.“ Das war die Einstellung, die wir auch in diesem Prozess an den Tag gelegt haben. Weiterhin haben wir, wie auch bei ihm, alles zusammen live eingespielt. Auf „Battlesuits“ gab es jedoch so gut wie keine Gitarrendopplungen, was wir bei „Follow. Fail. Repeat.“ einfach mal völlig übertrieben haben, da wir mal austesten wollten, ob uns große Hoden auch stehen. Wir finden sie ganz schmuck.

Darf man euch in die steinige Noise-Schublade mit Bands wie Harmful stecken oder muss schon „Experimental Dingens-Core-Gelöt“ draufstehen?

Steck uns in die Schublade, die für Dich und die Leute drumherum am besten beschreibt wie wir klingen, das ist uns egal. Aber neben Harmful eingetütet zu werden ist schon schmeichelhaft für uns, obwohl unser Noise-Faktor doch gefühlt etwas niedriger liegt.

Wie wichtig ist Freundschaft für euch und eure Band?
Freundschaft ist ALLES! Campino (und wir sind beileibe keine DTH-Fans) hat mal was echt schlaues gesagt: „Wenn Du Dich zwischen einem super Musiker und Deinem Freund entscheiden musst, dann nimm immer den Freund!“ und das ist wahr! Man hängt so oft zusammen und muss durch viel schwierigen Kram zusammen gehen – da ist es einfach wichtig seine besten Kumpels um sich zu haben. Und wenn dein Kumpel keine (für unsere Musik vollkommen unerlässliche) Powersolotappings spielen kann, dann findet man da einen kreativen Weg drumherum und wächst zusammen weiter.

Was muss man tun um aus der Band zu fliegen?
In die NPD eintreten. Oh, und Tim den Portwein wegtrinken.

Stellt Euch vor, beim nächsten Auftritt spielt ein berühmter Musiker einen eurer Songs zusammen mit euch auf der Bühne. Wer wäre es und für welchen Song?
Simon Neil bei „Like Gravity“. Danach können wir glücklich aus dem Leben scheiden.

Welches Rock’n’Roll Klischee wollt ihr unbedingt noch erfüllen (bevor ihr an eurer Kotze nach einer Überdosis erstickt)?
Einen Fernseher aus dem Hotelfenster schmeißen. Das Problem dabei ist natürlich, dass die meisten Fernseher mittlerweile größer als die Fenster sind, also ist der Zug wohl abgefahren. Außerdem können wir uns kein Hotel leisten.

Wie soll es jetzt mit euch weitergehen? Was sind eure Ziele?

Zunächst mal hoffen wir, dass wir mit dem neuen Album so viel spielen können, bis wir tot umfallen. Und dann noch ein paar Konzerte mehr. Längerfristig hoffen wir, dass wir unsere Bandkasse so aufmotzen können, dass wir an die Produktion des dritten Æ-Albums denken können. Aber das ist zu diesem Zeitpunkt noch sehr fern.

Interview: Mathias Frank


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