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BDMKM Vol 6: Mantar

So, liebe Hippster, Indies, Hype-Sucher und Mitläufer. Mantar sind nichts für euch, ihr werdet sie scheiße finden. Denn Mantar sind schmutzig, böse und fern von Schanze, Flora, Scheitel und Vollbart. Mantar sind Metal und Punk und Mantar sind einfach mal derbe und brutal und chaotisch und wild. Da kannste nicht zu feiern, das kannste nur abfeiern. Hier läuft „White Nights“.

Mantar kommen irgendwie aus Hamburg, irgendwie auch nicht (siehe unten), bestehen aus gerade mal zwei Herren – einen davon kennt man von Sixxxten – und servieren uns mit „Death By Burning“ ein Album voller Metal, Sludge, Punk, Lärm, Chaos und mehr. Mantar sind eine Band, die man kennen muss.

Wer seid ihr, wie lange gibt es euch und wieso spielt ihr das, was ihr spielt?
Wir kennen uns bereits seit 16 Jahren. Haben es allerdings erst jetzt geschafft zusammen Musik zu machen. Irgendwann bot es sich an und dann war es beiden sehr schnell klar, dass es mit das Beste ist, was wir je gemacht hatten. Irgendwas in uns hat wohl darauf gewartet. Wir sind ein Duo. Ich, Hanno, an der Gitarre und „Gesang“ und mein guter Freund Erinc, an den Drums. Die Band gibt es seit ca. 1,5 Jahren und wir haben eine Platte aufgenommen, die interessanterweise einigen Leuten gut gefällt. Alles in Eigenregie und DIY. Wir spielen grundsätzlich so heftig wie möglich. Muss nicht immer schön sein, aber möglichst intensiv. Mantar entspringt nicht zwangsläufig einer bestimmten Szene und bedient folgedessen auch nicht unbedingt bestimmte Klischees. In soweit ich das mitbekomme empfinden das viele als durchaus erfrischend.

Was muss man sonst über euch wissen und Fans welcher anderer Bands können sich das Weiterlesen jetzt sparen?
Ich denke, dass „Death By Burning“ das Potenzial hat, die Hörer vieler verschiedener harter Musik-Genres zu vereinen. Aber man sollte schon auf wirklichen Abriss stehen, sonst wird das schwer mit uns.

Wir finden euer Album ja ziemlich großartig. Wie finden es denn die anderen so? Freunde, Kollegen, die rezensierende Zunft?
Bisher erfahren wir viel Liebe aus aller Welt. Das freut uns sehr.  Es ist fast etwas eigenartig zu sehen, wie viel Presse es gibt. Selbst meine Eltern finden es gut. Sicher gibt es auch Leute, die die Band nicht so feiern, aber das hat man immer.

Die beste Band der Welt ist?
AC/DC. DA bin ich auch nicht diskussionsbereit.

Wie kam es zum Plattenvertrag mit SVART?
Ich hatte die Mail Adresse vom Label  und habe ihnen  das Album anonym geschickt. Ein paar Tage später schrieb jemand zurück und meinte. „Ok, Let´s go!“ Ich glaube wenn man bei einem Label oder jeglichen Partnern „Überzeugungsarbeit“ leisten muss, oder gar betteln muss, dann nützt dir das nicht viel. Gerade für Musik wie unsere brauchst du Überzeugungstäter, die die Band verstehen und es wirklich cool finden

Wie wohl fühlt ihr euch als Band in Hamburg, was würdet ihr gerne ändern und was findet ihr so richtig toll an und in der (Musik-)Stadt?
Wir sind beides Bremer und haben da auch die längste Zeit unseres Lebens gewohnt. Wir sind enorme Lokalpatrioten und lieben unsere Heimat sehr.  Deshalb ist streng genommen MANTAR auch wohl zum Teil als Bremer Band zu sehen. Hamburg ist eine schöne Stadt. Man kann gut ausgehen und es gibt wunderbar  viele grüne Ecken. Man muss eben nur wissen wo. Natürlich gibt es auch jede Menge Shows, aber wir gehen eigentlich gar nicht so viel auf Konzerte. Wenn man so viel probt wie wir, dann ist man auch mal froh, nicht zugeballert zu werden. Ich mag Hamburg, aber hege keinerlei romantische Gefühle gegenüber dieser Stadt. Es gibt nur eine Heimat.

Wie wichtig ist Freundschaft für euch und eure Band?
MANTAR würde es ohne selbige nicht geben. Deshalb bestand auch nie Interesse das Line-Up zu erweitern. Wir wollen die spezielle Energie zwischen uns beiden, einer Band , die ohne Worte beim Musikmachen auskommt, nicht durch Leute verwässern, die nicht exakt die selbe musikalische Vision teilen wie wir selbst. Wir kennen uns schon sehr lange und sind beide froh es endlich auf die Kette bekommen zu haben zusammen was auf die Beine zu stellen.

Stellt Euch vor, beim nächsten Auftritt spielt ein berühmter Musiker einen eurer Songs zusammen mit euch auf der Bühne. Wer wäre es und für welchen Song?
Ich glaube daran besteht momentan kein Interesse. Gern darf aber jemand daneben stehen und Bier trinken. Obwohl, Dale Crover von den Melvins dürfte immer mitspielen. Tatsächlich auch bei jedem Song.

Wie siehts denn mit Mantar live aus?
Im Mai geht es auf Tour nach Portugal und Spanien. Und wir wurden in die Türkei eingeladen, sowie Süd Ost Asien, wo es eine sehr sehr geile Underground Szene gibt. Ich war selbst schon da und auf Tour. Das liegt also auch noch an. Dann werden wir natürlich die guten Festivals spielen, wie das Droneburg am 26. April im Hafenklang plus einige andere, und, jetzt darf ich es sagen, wir wurden auch auf´s Roadburn 2014 geladen und werden dort dieses Jahr spielen, was reiner Wahnsinn ist, für eine Band, die es seit einem Jahr gibt. Aber Walter hat selbst angerufen und uns eingeladen, weil er großer Fan ist. Das freut uns natürlich sehr und wir sind sehr dankbar über all das gute Feedback aus aller Welt. Natürlich hoffen wir mehr oder weniger überall zu spielen.

Welches Rock’n’Roll Klischee wollt ihr unbedingt noch erfüllen (bevor ihr an eurer Kotze nach einer Überdosis erstickt)?
Ein ausverkauftes Konzert im Bremer Weserstadion. Ich denke spätestens Ostern sollte es soweit sein. Wenn das nicht klappt, freuen wir uns über alles was sonst so kommen mag.

Wie soll es jetzt mit euch weitergehen? Was sind eure Ziele?
Wir schreiben bereits fleißig neues Material. Ich hoffe dass wir bald wieder aufnehmen, aber das wird wohl noch etwas dauern. Wäre schön, wenn es noch dieses Jahr klappen würde. Ansonsten: spielen, spielen, spielen. Am besten auf der ganzen Welt. Und ansonsten hoffentlich weiter so gut Merch verkloppen wir jetzt…Die Leute bestellen Shirts und Platten aus allen erdenklichen Ländern. Das freut uns sehr, wenn man bedenkt, dass wir die Band erst vor kürzlich gegründet haben um 50 Kassetten davon an Freunde zu verteilen…

Interview: Mathias Frank

 


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