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2×3 Fragen an: Captain Gips

Mitte der 90er Jahre. Hamburg: Captain Gips wagt seine ersten musikalischen Schritte, schreibt seine ersten Texte und gründet zusammen mit ein paar Freunden die Crew „Diebe der Zeit“, die sich aber schon 2002 wieder auflöst. Doch der Captain hört nicht einfach auf und 2006 veröffentlicht er sein erstes Soloalbum „Transformer“. 2010 tut er sich mit Johnny Mauser zusammen und veröffentlicht mit ihm gemeinsam das Album „Neonschwarz“. Kurz danach holen sie sich Marie Curry ins Boot, gründen die Combo Neonschwarz und unterschreiben bei Audiolith Records.

Februar 2014. Ebenfalls Hamburg: Captain Gips kann auf die erfolgreiche Veröffentlichung seines dritten Solo-Albums zurückblicken. Im November letzten Jahres erschien „20.000 Meilen unter dem Yeah!“ und kurz darauf die dazugehörige Single „Faust in der Tasche“. Seine Texte sind dabei gewohnt sozialkritisch und angriffslustig. Vor allem jedoch steht der Captain hinter seinen Aussagen. Am Samstag, den 1. März, spielt er deshalb ein Solokonzert für „Hintz&Kuntz“ in der Villa Wedel. Eintritt nur 5 Euro! Nebenbei konnten wir uns es nicht nehmen lassen, Captain Gips zu seiner neuen Platte auszuquetschen.

Mit „20.000 Meilen unter dem Yeah!“ hast du nun dein drittes Soloalbum veröffentlicht. Wie ist dieser Albumtitel entstanden?
Mir fiel das ein und ich wusste sofort, dass er das ist. Er passt perfekt zum melancholischen Anteil auf dem Album, aber zeigt auch meine Freude an Wortspielen.

Dein drittes Soloalbum ist auch das erste Album, das auf Audiolith veröffentlich wurde. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?
Ich bin mit meinem letzten Soloalbum „Optimus Prime“ zu Lars ins Büro marschiert… Kurze Zeit später haben wir uns zusammengesetzt und eine Single rausgebracht. Das hat einfach menschlich auch gepasst.  Alles andere mit Neonschwarz und so weiter hat sich dann so entwickelt und wir sind sehr froh bei Audiolith gelandet zu sein. Es stand für mich gar nicht zur Debatte das Album woanders raus zu bringen. Auch wenn die Chefetage von Audiolith uns ständig unter Druck setzt, beleidigt und ausquetscht… wir fühlen uns sehr wohl.

Wie würdest du den Sound auf deinem neuen Album beschreiben, auch im Vergleich zu deinen vorherigen Veröffentlichungen?
Also ursprünglich komme ich ja aus der BoomBap-Rap Zeit, aber ich hatte zwischendurch immer wieder Lust, was anderes zu machen und rumzuexperimentieren. Jetzt war es für mich wieder an der Zeit zu meinen Wurzeln zurückzukehren. Samples statt Synthies. Und Ulliversal, der alle Beats auf dem Album produziert hat, ist Meister in diesem Bereich. Der macht BoomBap-Beats seid 15 Jahren. Das war eine sehr angenehme und kreative Zusammenarbeit.

Wie lange hast du insgesamt an dem Album gearbeitet? Und wie lief die Arbeit dazu ab?
Wir haben ca. 1 Jahr konsequent an dem Album gearbeitet. Wir wollten 16 Songs machen, um später in Ruhe auswählen zu können. So haben wir es dann auch gemacht. Meistens lief es so ab, dass ich von Ulliversal eine Beatskizze bekommen habe, auf die ich dann geschrieben habe. Wenn ich fertig geschrieben hatte, hat Ulliversal das dann ausproduziert. Selten hatte ich Textideen und er hat den passenden Beat dazu gebaut.

Was bedeutet dieses Album für dich persönlich?
Das Album bedeutet mir sehr viel und mir war es wichtig auch persönliche Themen mal zu verarbeiten. Außerdem ist es natürlich schön, anderen an meinen Gedanke teilhaben zu lassen. Es ist auf jeden Fall das persönlichste Album, was ich bis jetzt gemacht habe. Es war mir irgendwie ein Bedürfnis, dass Captain Gips nicht nur der Spaßrapper ist, sonder im Gegenteil: Das auch in den lustigeren Songs immer ein Stück Ernshaftigkeit mitschwingt.

Wie geht es jetzt nach dem Album weiter?
Solo werde ich jetzt noch ein paar Konzerte spielen und auf der einen oder anderen Platte einen Gastauftritt haben. Ich werde auch weiter Solosongs schreiben, aber erstmal ohne Ziel. An allererster Stelle steht bei mir nun wieder meine Band „Neonschwarz“, mit der ich nächstes Jahr ein Album rausbringen will. Alle anderen Projekte werden jetzt erstmal hinten anstehen müssen…

Interview: Felix Höger


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