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BDMKM Vol 7: Lada

Die Sache mit der Kunst. Magste nicht? Verstehst du nur nicht. Ist dir zu anstrengend? Verstehst du nur nicht. Nervig? Verstehst du nur nicht. Findest geil? Guter Mann. Was das mit Lada zu tun hat? Nun, sie machen irgendwie Kunst. Aber nicht nur. Auch als Banause kann man sie abfeiern, auch wenn man nicht genau weiß, was sie da machen, findet man das irgendwie ganz geil und beginnt mit der Zeit ohne es zu merken sich zu bewegen, mit dem Kopf zu nicken, dem Fuß zu stampfen und Dinge im Takt – Takt? – zu machen.

Lada sind drei Menschen, die man von anderen Projekten und Bands kennt. Thomas von Volt (Schlagzeug, früher Exits To Freeways), Carl-John Hoffmann (Synthesizer, Gitarre, spielt u.a. auch bei kUNDEkÖNIG) und Fee Kürten (Synthesizer, Gesang, solo als Tellavision tätig). Ende Februar kam ihr neues Album „Vitamine„, das im Bandcamp gehört werden darf, morgen sind sie im Golem. Und nicht nur heute eine Band, die man kennen muss. Unsere siebte bereits.

Wer oder was ist Lada, wie lange gibt es Lada bereits und wieso spielt Lada das, was Lada spielt?
Fee Kürten: Lada gibt es seit Anfang 2012.
Carl-John Hoffmann: Wir haben uns nie die Frage gestellt, wie wir klingen wollen. Ein bewusster Soundfindungsprozess fand anfangs nicht statt, unsere ersten Gehversuche bestanden eigentlich aus Live-Improvisationen, aus denen sich Songs entwickelten. Aus diesen und den ersten originalen Live-Takes entstand das erste Album.

Was muss man sonst über Lada wissen und Fans welcher anderer Bands können sich das Weiterlesen jetzt sparen?
Thomas von Volt: Da will ich niemanden ausschließen, jeder darf gern weiterlesen und reinhören und neben Lady Gaga- und DJ Ötzi- auch gerne Lada-Fan sein.

Warum ist „Vitamine“ besser als andere Alben?

T: Wir wollen das nicht mit anderen Alben vergleichen.
F: Aber im Vergleich zu unserer ersten Platte haben wir seither umfassendere Erfahrungen gesammelt, was das Zusammenspiel, aber auch Mixen und Mastern angeht. Natürlich sind wir unserem gewünschten Sound näher gekommen.

Und hat ein „Trouble Hat“ nicht gereicht?
T: Der „Trouble Hat“ entscheidet selber, wann er kommt und geht, wie und wo er sich auf wessen Kopf setzt! Er ist Schicksalssymbol und Leitmotiv! Ich trage ihn momentan recht häufig!
C: „Trouble Hat“ bestand neben den festen Songs aus den Versatzstücken einer aufgenommenen Live-Impro. Für das gleichnamige erste Stück auf „Vitamine“ haben wir diese wieder neu arrangiert und so zwischen den beiden Alben einen direkten Bogen gespannt.

Wie kommt man von Exits To Freeways zu Lada? Und wieso gibt es diese so großartige Band Exits To Freeways nicht mehr?
T:  Lada haben mir ein Angebot gemacht, welches ich einfach nicht ausschlagen konnte.

Wie wohl fühlt ihr euch als Band in Hamburg, was würdet ihr gerne ändern und was findet ihr so richtig toll an und in der (Musik-)Stadt?
F: Wir fühlen uns sehr wohl. Und wir pflegen externe Verbindungen.
T: Mehr bezahlbarer Wohn- und Arbeitsraum wäre nett, wird aber leider zur Utopie. Trotzdem, viele Musiker/Künstler machen ihr Ding, unabhängig von Wirtschaftlichkeit, das ist gut so.
C: Das dichte Musiknetz hat seine Vor- und Nachteile. Es heißt nicht, dass es immer gute Musik ist, aber es gibt viel Unterstützung untereinander. Reich kann man nicht werden, aber das soziale Netz bringt Freude.

Das größte Kompliment, das man euch machen könnte lautet wie?
T: Ist schon passiert: „Du hast ein gutes Herz!“

Wie wichtig ist Freundschaft für euch und eure Band?
T: Wichtig. Niemand anderes würde es mit mir aushalten!

Was muss man tun um aus der Band zu fliegen?
F: Country spielen.
T: Das weiß man wohl erst hinterher!

Stellt euch vor, beim nächsten Auftritt spielt ein berühmter Musiker einen eurer Songs zusammen mit euch auf der Bühne. Wer wäre es und für welchen Song?
T: Ginge in meinem Fall nicht, weil beide leider schon tot sind. Aber es wäre großartig, wenn Richie Havens einen Song mit uns spielen würde. Oder eine Session mit ihm und John Coltrane! Oder Kate Bush sänge „Somebody“ mit!
Carl: Ich wäre für Lars Ullrich an den Drumz.
Fee: Stevie Wonder an den Tasten und Prince an der Gitarre, gerne auch Sheela E an den Drumz.
C: Und wir gucken uns das ganze aus dem Publikum an!

Welches Rock’n’Roll Klischee wollt ihr unbedingt noch erfüllen (bevor ihr an eurer Kotze nach einer Überdosis erstickt)?
T: Keins! Außer vielleicht Rock`n`Roll-steinreich zu sein. Es sei denn, ich muss dafür Megatourneen spielen für Leute, die es cool finden, wenn ich nach einer Überdosis an meiner Kotze ersticke!  Also keines!
C: Für ein Klischee müssten wir erst einmal Rock’n’Roll machen.

Wie soll es jetzt mit euch weitergehen, Was sind eure Ziele?
T: Die Weltherrschaft. Oder einfach ein bisschen live spielen.

Lada live. Was darf man sich vorstellen, auf was darf man sich freuen, wovor sollte man sich fürchten?
T: Ein netter Abend mit Freunden, Drinks, angeregten Gesprächen und einer entspannten Tanzkapelle. Da gibt es nichts, wovor man sich fürchten muss.

Interview: Mathias Frank


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