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Am Glockenbach: Instrument

Kann man so schlecht googlen, diese Instrument. Also fragen wir doch einfach selbst mal im Interview nach:

Servus Markus, euer drittes, erst vor wenigen Wochen veröffentlichtes Album trägt, ebenso wie der Titeltrack, den Namen „Read Books“. Wie ist das als eine Art Aufforderung zu verstehen?

Lesen ist definitiv meine liebste Freizeitbeschäftigung. Ich habe als Kind schon die Bücher stapelweise aus der Bücherei heim getragen. Es beflügelt die Fantasie und man schafft sich seine eigenen Bilder. Ohne Bücher wäre wahrscheinlich auch kein Songwriter aus mir geworden. Lesen ist, wie ich finde, der ideale Ausgleich zu all den digitalen und modernen Medien, die dich mit ihrem wahnsinnigen Tempo manchmal fast erdrücken. Gut zum Entschleunigen. Das hat noch niemand geschadet. Zu guter Letzt: Lesen bildet. Das schadet ebenfalls nicht.

Es fällt auf, dass „Read Books“ im Vergleich zu seinen Album-Vorgängern insgesamt eingängiger und harmonischer wirkt, ohne dabei an Komplexität und Eigenständigkeit einzubüßen. War das ein ganz natürlicher Prozess oder habt ihr ganz bewusst in diese Richtung gearbeitet?

Den Prozess würde ich auf alle Fälle als natürlich bezeichnen. Vorgaben gibt es bei uns zwar keine, aber der Wunsch wieder kürzere und kompaktere Songs zu schreiben war vorhanden. Nur lange Instrumentalstücke zu machen hat uns ein wenig ermüdet und wir wollten es vermeiden uns zu wiederholen.

Der Album-Opener heißt „Glockenbach“. Darf man annehmen an, dass ihr damit womöglich einen Seitenhieb auf die voranschreitende Gentrifizierung des Glockenbachviertels in München setzen und an die „guten, alten Zeiten“ erinnern wolltet?

Glockenbach hat als Wort einen faszinierenden Klang und ich verbinde damit auch etwas Morbides. Es soll auch ein Sinnbild für die Entwicklung in allen Großstädten dieser Welt sein. Nimm zum zum Beispiel Hamburg, Berlin oder London. Überall passiert das Gleiche. Geld kommt, das Leben geht. Darauf wollen wir hinweisen und zeigen, dass wir damit nicht einverstanden sind.

Ihr werdet in musikalischer Hinsicht mittlerweile zunehmend mit Bands wie Mogwai, Notwist und Motorspycho in Verbindung gebracht. Seid ihr somit damit einverstanden? Und wer sind denn eigentlich eure musikalischen Vorbilder?

Wir fühlen uns bei diesen Vergleichen natürlich sehr geehrt. Alle diese Bands stehen bei uns im Plattenschrank, aber beeinflussen tun sie uns nur noch unterbewusst. Wenn wir Songs schreiben sind wir Instrument und beschäftigen uns in erster Linie mit uns selber. Wir wollen niemand kopieren und da ist  das stille Kämmerlein definitiv der beste Arbeitsplatz. Ich persönlich habe im Moment wieder eine sehr stark ausgeprägte Ramones Phase, was nicht heissen soll das die nächste Platte eine Punkrock Album wird.

Am 15. Mai beginnt eure Tour, die euch am 18. Mai auch nach Hamburg ins Hafenklang führt. Ein geplantes Konzert im Knust vor etwa 2 Jahren musste kurzfristig wegen einer Bombenentschärfung verlegt werden. Ist euch bewusst, dass das Hafenklang im Überschwemmungsgebiet des Hamburger Hafens liegt? Nein, keine Sorge, mit Hochwasser ist Mitte Mai zum Glück nicht zu rechnen.

Wer weiß? Wir sind für alle Naturkatastrophen gewappnet. Wir werden zu Sicherheit die Schwimmflügel einpacken.

Für die Show  könnt ihr jetzt 3 x 2 Tickets gewinnen. Schickt uns bis heute um 15 Uhr eine E-Mail mit dem Betreff „Instrumentalmusik“ an verlosung(at)concert-news.de und ihr seid bei unserer Verlosung dabei. Da gibts Teilnahmebedingungen. Dort gibts Kauftickets. (kw)



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