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Talkin‘ to the Heep: Mick Box im Interview

Uriah Heep sind definitiv eine der legendärsten Legenden im Rock-Business. Concert-news freut sich daher, euch die Show am 2. Dezember in der Großen Freiheit 36 zu präsentieren. Mindestens genauso freuen wir uns aber darüber, dass wir the Heep eine handvoll Fragen stellen durften, die Michael Frederick Box – allgemein bekannt als Mick Box – Gitarrist und einziges verbliebenes Gründungsmitglied der Band, ausführlich beantwortet hat.

Mick, nach 45 Jahren gemeinsamen Musikmachens und 24 Studioalben, woher nehmt ihr immernoch die Kreativität um immer wieder neue Songs zu schreiben?

Mick Box: Wir lieben das Songs-Schreiben einfach. Ich glaube, es vergeht kein Tag an dem ich nicht irgendetwas komponiere, und sei es nur ein Riff, ein bisschen Songtext oder so. Wann immer ich eine Gitarre in die Hand nehme, ist das nie zum Üben, sondern zum Komponieren. Außerdem muss man einfach immer seine kreativen Antennen auf Empfang haben. Wir touren durch 59 Länder, da siehst und hörst du eine Menge, was dich inspiriert.

Werdet ihr immer weiter Musik machen, so lange bis irgendwann keiner von euch mehr aufrecht stehen kann?

Mick Box: Wir denken niemals ans Aufhören! Wir haben eine weltweite Fangemeinde und das ist großartig! Deshalb werden wir noch viele Jahre weitermachen so lange wir können!

Eure Karriere umfasst nun bereits 40 Jahre und für sehr junge Leute könnte eure Musik altmodisch wirken. Wie etwas eben, das Papa oder Mama hören. Welchen eurer Songs würdest du einem sehr jungen Hörer vorspielen, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen? Und welches eurer Albem würdest du ihm zum Einstieg empfehlen?

Uriah Heep, in der Mitte Mick Box

Uriah Heep, in der Mitte Mick Box

Mick Box: Nun, wir haben bereits eine Menge sehr junger Fans, die die Musik von Uriah Heep neu für sich entdecken. Das ist schon rührend, wenn in den vorderen Reihen ein junger Typ steht der „Gypsy“ hören will und der Song ist viel älter als er selbst. Viele unserer neuen Fans denken auch, unsere letzten drei Studioalben wären unsere ersten und entdecken erst auf den zweiten Blick die lange Geschichte von Uriah Heep.
Ich denke, ich würde als erstes Album für einen jungen Fan „Celebration“ empfehlen. Es enthält Neuaufnahmen aller unserer Hits. Einen bestimmten Song auszuwählen ist schwierig, aber vielleicht wäre „July Morning“ gut, denn dieser Song vereint irgendwie alles, musikalisch und textlich, was Uriah Heep ausmacht.

Retro ist ein starker Trend seit einigen Jahren. Und zwar egal ob bei Möbeln, Klamotten oder eben auch Musik. Vinyl erlebt eine Renaissance und es tauchen immer mehr junge Bands auf, die den Sound der Achtziger oder sogar Siebziger spielen. Zum Beispiel The Treatment (UK), Kadavar (D), Kissin‘ Dynamite (D) oder Reckless Love (FIN), um nur ein paar zu nennen. Die und ihre Fans feiern die alten Zeiten, in denen alles noch „echter“ war. Was hälst du persönlich von diesem Retro-Trend? Was war musikalisch und im Musik-Business früher besser und was schlechter als heute?

Mick Box: Persönlich finde ich es großartig, dass heutige Bands sich von der Musik, wie wir sie früher geschrieben und gespielt haben, inspiriert fühlen. Das zeigt, dass gute Musik zeitlos ist. In den Siebzigern war Musik echt, ehrlich, kam von Herzen und aus einem totalen Glauben an die Sache – und das wird in der Musik transportiert. Neue Bands, die das Zepter übernehmen finde ich super. Nostalgie ist eben eine sehr mächtige Droge!

Ihr habt gerade den „Outer Limits Award“ gewonnen, der eine Kategorie des „Progressive Music Award“ ist. Wofür steht dieser „Outer Limits Award“? Und nach all den Jahrzehnten mit Millionen verkauften Platten, einer riesigen weltweiten Fangemeinde und all dem Ruhm, was zählt für euch heute ein Award noch?

Mick Box: Also, der Award wird Bands verliehen, die durch Ihr Schaffen eine Inspiration für andere Bands des Prog Rock Genres darstellten. Unsere ersten fünf Alben gingen in diese Richtung, auch wenn wir uns nie ganz dem Prog Rock verschrieben hatten. Peter Simon Ellis [ein britscher Filmemacher, Anm. d. Red.] übergab mir den Award und er hatte eine wunderbare Rede vorbereitet, die mich stolz machte. Es bedeutete mir viel, den Award im Namen der anderen entgegen nehmen zu dürfen.

Mick, vielen Dank, dass du dir die Zeit für unsere Fragen genommen hast! Wir freuen uns schon darauf, euch am 2. Dezember in der Großen Freiheit 36 live zu erleben!

Das Interview führte Dominik Stelp


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