Ticket-Hotline: 040-343044 (Theaterkasse Schumacher)

SUCHE  

3 Fragen an: Broilers

Broilers 2011So sind wir. Da kündigen wir großspurig ein Interview mit den Broilers an und schreiben „geht die Tage hier online.“ Und dauert es bis jetzt, dann dauert es ein 3/4 Jahr.

Aber hier ist es nun und der Anlass ist eine Reise. Ein Auswärtsspiel. Am kommenden Freitag spielen die Broilers in der Sparkassen-Arena-Kiel und werden erneut ihr famoses „Noir“-Album vorstellen, wie sie es im März auch in Hamburg taten. Hier gibt es einen Konzertbericht dazu. Vorab sprachen wir mit einem irre sympathischen Broilers-Tastenspieler Chris Kubczak.

Wie hat sich dein Leben verändert, seit du seit 2006 in dieser Band spielst?
Mein Leben hat sich privat generell verändert, das hat dann aber auch sehr mit Kindern und so weiter zu tun. Aber ansonsten hat sich mein Leben eigentlich dahingehend verändert, dass ich einfach viel weniger Freizeit hab‘, weil die Band immer mehr Zeit in Anspruch genommen hat. Und ich jetzt auch einer der letzten bin oder war, der noch einen Vollzeit-Job hatte. 2011 kam dann so der Sprung mit der „Vanitas“, wo man sagen konnte, jetzt ist es langsam soweit, dass man von der Musik leben kann und das auch machen muss, damit man die Musik in dem Maße auch weiter verfolgen kann. Ich war der letzte, der noch seinen Job behalten hat. Und diese Phase befindet sich jetzt auch gerade bei mir wieder im Bruch, so dass wir jetzt bald tatsächlich sagen können, wir sind alle Vollzeit-Broiler.

Ist das ein großer Schritt für einen? Kostet das sehr viel Überwindung, den Schritt zu machen?
Für mich schon, weil ich halt jemand bin, der da sehr darauf achtet, dass alles in den trockenen Tüchern ist und man die Sicherheit hat. Gerade mit Familie, wenn man natürlich auch eine ganz andere Verantwortung hat als für mich selbst. Das war ein harter Schritt, das jetzt alles so in die Hand der Band zu legen. Auch wenn’s grade gut läuft, natürlich. Aber wer weiß, wie es in zehn Jahren aussieht. Aber so darf man da auch nicht rangehen und so darf man ja auch nicht denken und dann geht das


Wie hat sich denn die Band oder das Bandleben verändert in den letzten Jahren? Ist das ganz anders als bei deinem Einsteig oder ist das eigentlich das Gleiche wie früher, nur, dass ihr jetzt mehr Shows spielt?

Die Freundschaften sind eigentlich so erhalten geblieben, wie sie mal waren. Und es ist gut zu wissen, dass das erhalten geblieben ist. Was man gemerkt hat ist natürlich, dass das Ganze zunehmend professioneller geworden ist. Also sei es die Proben oder die Häufigkeit der Proben, dass man jetzt einfach jeden Tag schon die Möglichkeit hat, sich von mittags bis abends im Proberaum einzuschließen, was einfach vorher nicht ging, weil alle noch anderen Jobs machen mussten. Oder aber auch die Shows im allgemein. Früher fuhr man am Wochenende auf Konzerte und freute sich, die ersten Konzerte zu spielen. Und dann ist das halt die größte Party, sich zu betrinken und zu feiern. Und mittlerweile ist das so, dass das auch echte Arbeit ist. Wenn man von Stadt zu Stadt reist und Tage dann auch mit Interview-Terminen vollgepackt hat und dann abends die Show spielt und jeden Morgen dann auch wieder fit sein muss – und das dann über Wochen. Da geht es dann auch nicht mehr, jeden Abend so zu feiern und sich vollaufen zu lassen. Was zwar schade ist, aber man will halt auch, dass das Ganze so’n bisschen professioneller einfach aufgezogen wird.

Interview: Mathias Frank

PS: Das komplette Interview gibt es auf gaesteliste.de.


Einen Kommentar schreiben