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Interview: Hundreds

hundreds press - (C) J Konrad SchmidtDie Electropop-Band Hundreds gehört ganz sicher zu den „Stars & Sternchen“ der Hamburger Indie-Gemeinde. Mit ihrem aktuellen Album „Aftermath“, hat die Geschwister-Combo um Eva und Philipp Milner dieses Jahr Hallen in ganz Deutschland ausverkauft und gefühlt jedes mittelgroße Festival gespielt.

Bevor Hundreds im Feburar auf „Tame the noise“-Akustik-Tour gehen, spielen sie ein am 29.12 ein Jahresabschluss-Konzert im Hamburger Gruenspan, bei dem „the noise“ ganz bestimmt nicht „getamed“ wird. Im Vorwege haben wir Eva Milner (Vocals) ein paar Fragen gestellt. Lest hier, wie man gekonnt mit einer Technik-Panne umgeht, oder wie das nächste Hundreds-Merch eventuell aussehen könnte …

CN: Moin Moin,liebste HUNDREDS. Am 29.12 spielt ihr eure letzte Show des Jahres im Hamburger Gruenspan. Es ist gleichzeitig die vierte Hamburg-Show in diesem Jahr. Gibt es bestimmte „Specials“ oder „Special Guests“, die ihr uns schon verraten könnt/wollt?
Eva: Nein, es wird noch nichts verraten. Wir sind gerade noch mitten in der Planung dafür. Aber es werden ein paar Freunde auf der Bühne mit von der Partie sein… das wird für uns, aber auch hoffentlich fürs Publikum ein ganz besonderer Abend.

CN: Auf YouTube kursieren viele Videos von elektronisch angehauchten Bands, bei denen das MacBook auf der Bühne plötzlich abstürzt, oder die Drum-Pads nicht mehr klingen, wie sie sollten. Wie sieht es da bei euch aus? Erzählt mir doch mal von eurer allergrößten Konzert-Panne.
Eva: Echt, solche Videos gibt es? Muss ich gleich mal suchen. Also, unsere größte Konzertpanne ist in Hamburg bei unserem Releasekonzert im Imperialtheater dieses Jahr im März passiert. Das Konzert begann im Dunkeln, mit dem Intro, Nebel waberte über die Bühne, Philipp und Florian begannen zu spielen, auch im Dunkeln. Die Aufmerksamkeit war bei uns. Dann kam ich im Laufe des Intros dazu und Philipp spielte plötzlich einen komisch klingenden Akkord. Ich wollte anfangen zu singen, aber plötzlich ging gar nichts mehr. Sein Keyboard machte völlig falsche Sounds. Also blieb uns nichts anderes übrig, als abzubrechen, das große Licht anzumachen und den Fehler zu suchen. Was nach dem mystischen Intro ziemlich seltsam wirkte. Das Publikum fand es lustig und die Leute begannen Fragen zu stellen, während Philipp unterm Klavier lag. Also machten wir eine kleine spontane Frage-Antwort-Runde und wir begannen von vorne…

CN: Euer aktuelles Album „Aftermath“ habt ihr in ländlicher Idylle aufgenommen. Inwiefern hat diese eure Stücke beeinflusst?
Eva: Einfach nur, indem wir mehr Ruhe hatten, als in der Stadt. Außerdem konnte uns die Dauer unserer Arbeit am Album egal sein. Wir arbeiten im eigenen Studio. In der Stadt, oder bessergesagt: in Hamburg, könnte man sich das nie leisten. Auch die Proberaumsituation in Hamburg ist mehr als schwierig. Insofern kann man sagen: wir hatten mehr Platz und mehr Ruhe und vielleicht dadurch auch andere Klänge auf dem Album.

CN: Stellt euch einmal vor, ihr müsstet neue Merchandising-Artikel designen. Welches Song-Zitat aus eurem Album würde sich am besten auf einem Jutebeutel machen?
Eva: „I won’t apologize for having superpowers“

CN: Ende November erschien eine „Aftermath Remixed EP“, auf welcher neben dem Brandt Brauer Frick Ensemble, Christian Löffler und Robag Wruhme auch eure Label-Kollegen von The/Das einen Remix angefertigt haben. Welche Rolle spielt für euch ein Musik-Label? Gerade in dieser digitalen Zeit, in der quasi jeder auf eigene Faust Stücke veröffentlichen kann?
Eva: Ja, das kann man. Aber dann hat man auch die ganze Arbeit. Unser Label übernimmt schon viel an Arbeit, die uns vom Musik machen ablenken könnte. Und ab einer bestimmten Größe ist es schwierig es ganz ohne Label hinzubekommen. Deshalb war es für uns von Anfang an wichtig ein gutes Label zu finden, das uns und unsere Musik versteht, das für uns kämpft und nicht verbiegen will. Und in Sinnbus haben wir das auch gefunden.

CN: Ihr habt ja alle mal in Hamburg gelebt, oder tut es mittlerweile immer noch. Welche Ecken gefallen euch hier am besten? Wo kann man am schönsten tanzen gehen oder die begehrtesten Platten erstehen?
Eva: Tanzen gehen: MS Stubnitz (wenn sie wieder heile ist), Mis-Shapes im Uebel & Gefährlich.

CN: Ein neues Jahr steht vor der Tür – worauf kann man sich 2015 bei Hundreds freuen?
Eva: Auf unsere „Tame the noise“-Akustik-Tour im Februar. Dafür müssen wir auch noch ganz viel proben. Wir spielen kleine Theater und Venues und lassen unseren Liedern Platz, ohne Beats, Lichtgewitter, führen wir sie zu ihrem Ursprung zurück. Das wird schön. Ansonsten arbeiten wir am 3. Album, aber ob das schon 2015 fertig ist, wage ich zu bezweifeln.

Wer Hundreds noch einmal voll verstärkt in kompletter Besetzung sehen will, dem legen wir das Konzert am 29.12 im Gruenspan ans Herz. Tickets gibt es u.A. bei der Theaterkasse Schumacher zu erstehen.

Interview: Hendrik Wonsak


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